Regierung · Warschau
PiS schlägt Abschiebung wehrpflichtiger Ukrainer ohne legalen Arbeitsstatus vor – Regierung und Wirtschaftsverbände reagieren empört
Die PiS kündigte auf ihrer programmatischen Konferenz am 6. August 2026 an, dass eine künftige Regierung ukrainische Männer im wehrpflichtigen Alter, die nicht legal in Polen arbeiten, abschieben werde. Dies zog sofortige Kritik des Innenministeriums und von Wirtschaftsverbänden nach sich, die auf die hohe Beschäftigungsquote unter Ukrainern verweisen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von wpolityce.pl, www.money.pl, naTemat.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der EU-Abgeordnete und PiS-Vize Tobiasz Bocheński kündigte auf der Konferenz „Ku Nowemu Rządowi“ am 6. August 2026 an, dass die Abschiebung ukrainischer Männer im wehrpflichtigen Alter ohne legalen Arbeitsstatus zu den ersten Entscheidungen einer künftigen PiS-Regierung gehören werde.
Bocheński skizzierte ein Programm namens „Nielegalny alert“: ein integriertes System über MSWiA, Woiwodschafts-, Steuer- und Arbeitsämter, das jedem Ausländer eine individuelle Nummer zuweist, mit automatischer Abschiebung nach zwei Verstößen und einem Einreiseverbot.
MSWiA-Sprecherin Karolina Gałecka verwies auf ZUS-Daten, wonach über 95 % der ukrainischen Männer im wehrpflichtigen Alter legal arbeiten und Steuern zahlen, und warnte, dass wichtige Wirtschaftssektoren ohne sie zum Erliegen kämen.
Eine PIE-Analyse vom Februar 2026, zitiert von Nadia Winiarska von der Konföderation Lewiatan, zeigt eine Erwerbsquote von 90 % bei ukrainischen Einwanderern vor dem Krieg und 75 % bei Flüchtlingen, verglichen mit 57 % im Landesdurchschnitt (Q3 2025, BAEL).
Der frühere Botschafter in der Ukraine, Jan Piekło, nannte den Vorschlag in diesem Stadium „etwas absurd“ und warnte, er könne die Beziehungen zwischen Warschau und Kiew belasten; der Wahlkampf habe noch nicht offiziell begonnen.
- Bestätigung KaczyńskiDer PiS-Vorsitzende bestätigt den Vorschlag gegenüber Journalisten im Sejm und stellt ihn als Hilfe für die ukrainische Mobilmachung dar
- Reaktion der RegierungMSWiA-Sprecherin Gałecka kritisiert den Vorschlag in sozialen Medien und verweist auf ZUS-Daten, wonach über 95 % der ukrainischen Männer im wehrpflichtigen Alter legal arbeiten
- Antwort SasinEx-Minister Sasin reagiert sarkastisch auf Gałeckas Warnung vor wirtschaftlichen Folgen
PiS kündigt Abschiebeplan an
Am 6. August 2026 hielt die PiS eine programmatische Konferenz mit dem Titel „Ku Nowemu Rządowi“ (Auf dem Weg zu einer neuen Regierung) ab, zeitgleich zum Jahrestag der Vereidigung von Präsident Karol Nawrocki. Der EU-Abgeordnete und Parteivize Tobiasz Bocheński erklärte den Teilnehmern, dass eine der ersten Entscheidungen einer künftigen PiS-Regierung die Abschiebung ukrainischer Männer im wehrpflichtigen Alter sein werde, die nicht legal in Polen arbeiten. Er stellte die Maßnahme als Unterstützung für die ukrainischen Kriegsanstrengungen dar und argumentierte, dass Mittel- und Osteuropa nur sicher sein könnten, wenn die Ukraine siege. Parteichef Jarosław Kaczyński bestätigte den Vorschlag gegenüber Journalisten im Sejm und schränkte den Kreis auf diejenigen ein, die nicht legal beschäftigt und wehrpflichtig sind.
„Das ist keine Abschiebung aller, sondern nur derjenigen, die hier sind und nicht arbeiten. Jedenfalls nicht legal arbeiten und wehrpflichtig sind. Das ist Hilfe für die Ukraine bei der Mobilmachung, denn wenn die andere Seite angeblich nach den Wahlen in Russland eine Mobilmachung plant, dann müssen sie die Leute irgendwo herholen, und das ist ein großes Problem für die Ukraine.“
„Nielegalny alert“-Einwanderungssystem
Bocheński skizzierte ein breiteres Einwanderungsprogramm namens „Nielegalny alert“, das ein integriertes System schaffen würde, das alle staatlichen Stellen verbindet, die mit Ausländern zu tun haben, darunter MSWiA, Woiwodschaftsämter, Finanzämter und Arbeitsämter. Jeder Ausländer in Polen würde eine individuelle Identifikationsnummer erhalten. Nach zwei Verstößen oder Nichterfüllung administrativer Pflichten würde das Abschiebeverfahren automatisch eingeleitet, begleitet von einem Einreiseverbot für polnisches Hoheitsgebiet. Bocheński beschrieb die Politik als „restriktiv, vollständig und ergänzend, ohne Löcher oder Ausnahmen“. Laut naTemat.pl plant die PiS auch den Bau spezialisierter Abschiebezentren, um die Logistik der Operation zu bewältigen.
Reaktion der Regierung
Karolina Gałecka, Sprecherin des Ministeriums für Inneres und Verwaltung unter Minister Marcin Kierwiński, griff den Vorschlag in sozialen Medien an. Unter Berufung auf ZUS-Daten schrieb sie, dass über 95 % der ukrainischen Männer im wehrpflichtigen Alter legal in Polen arbeiten und Steuern zahlen. Sie stellte infrage, wie Abschiebungen in der Praxis funktionieren würden, und fragte, ob es Straßenpatrouillen zur Überprüfung von Dokumenten, Arbeitsplatzinspektionen oder Wohnungsrazzien geben werde, und warnte, dass ohne diese Menschen Schlüsselsektoren der polnischen Wirtschaft zum Erliegen kämen. Der ehemalige Minister für Staatsvermögen Jacek Sasin reagierte sarkastisch und fragte, ob die Wirtschaft „ohne nicht arbeitende Ukrainer, die Sozialleistungen beziehen“, zum Stillstand komme.
Wirtschaftsdaten und Reaktion der Wirtschaft
Nadia Winiarska, stellvertretende Direktorin der Arbeitsabteilung der Konföderation Lewiatan, verwies auf eine Analyse des Polnischen Wirtschaftsinstituts (PIE) vom Februar 2026, die zeigt, dass Ukrainer in Polen eine überdurchschnittliche Arbeitsmarktaktivität aufweisen. Die Erwerbsquote liegt bei 90 % unter den Einwanderern vor dem Krieg und bei 75 % unter den Flüchtlingen, verglichen mit einem Durchschnitt von 57 % in Polen im dritten Quartal 2025 laut BAEL-Daten. Winiarska warnte, dass Lösungen, die negative Stimmungen gegenüber ukrainischen Bürgern verstärken, sowohl den sozialen Zusammenhalt als auch das Wirtschaftswachstum schädigen könnten, und wies darauf hin, dass Ausländer Arbeitskräftelücken in vielen Sektoren füllen und zum Wirtschaftswachstum beitragen.
- Ukrainische Einwanderer vor dem Krieg
- 90 %
- Ukrainische Flüchtlinge
- 75 %
- Polen Durchschnitt (Q3 2025)
- 57 %
Daten aus dem Artikeltext
Diplomatische Bedenken
Jan Piekło, ehemaliger polnischer Botschafter in der Ukraine, sagte gegenüber Fakt, dass die Erwägung einer solchen Lösung in diesem Stadium „etwas absurd“ sei. Er stellte fest, dass der Wahlkampf noch nicht offiziell begonnen habe und der Vorschlag einer ernsthaften Prüfung und breiten Konsultationen bedürfe. Piekło warnte, dass die Ankündigung zu einem weiteren Reibungspunkt in den Beziehungen zwischen Warschau und Kiew werden könnte.
„In diesem Stadium ist die Erwägung einer solchen Lösung etwas absurd. Der Wahlkampf hat noch nicht begonnen, auch wenn manche das anders sehen mögen. Ein solcher Vorschlag erfordert ernsthafte Überlegungen und breite Konsultationen.“
Er fügte hinzu, dass dies nicht der richtige Zeitpunkt für eine weitere Eskalation in den Beziehungen zu Kiew sei. Die Parlamentswahlen, auf die sich die PiS vorbereitet, sind für 2027 angesetzt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- wpolityce.plBurza po propozycji PiS ws. Ukraińców. Nieudana szarża rzecznik MSWiA
- www.money.plPiS ma plan na niepracujących legalnie Ukraińców w wieku poborowym. Ekspertka komentuje
- wpolityce.plGłośna propozycja PiS ws. Ukraińców. "Chodzi o mobilizację"
- naTemat.plPiS puszcza się poręczy. Z "deportacją Ukraińców" pięknie odwrócili kota ogonem
- Jarosław Kaczyński
- PiS-Vorsitzender, der den Abschiebevorschlag in Kommentaren gegenüber Journalisten im Sejm bestätigte
- Tobiasz Bocheński
- PiS-Vize und EU-Abgeordneter, der den Abschiebeplan und das System „Nielegalny alert“ auf der Konferenz ankündigte
- Jacek Sasin
- Ex-Minister für Staatsvermögen, der sarkastisch auf Gałeckas wirtschaftliche Warnung reagierte
- Karol Nawrocki
- Staatspräsident Polens, dessen Amtseinführungsjubiläum mit dem Datum der PiS-Konferenz zusammenfiel
- Marcin Kierwiński
- Minister für Inneres und Verwaltung, dessen Sprecherin den PiS-Vorschlag kritisierte
- Orte
- Warschau
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