Klima · Danzig, Gdynia und Pruszcz Gdański

Ein Jahr Pfandsystem: Danzig meldet 10 Mio. zł Verluste, Gebühren für Nicht-Teilnehmer steigen

Kommunen beklagen, dass zurückgegebene Flaschen und Dosen ihre Erlöse aus dem Recycling schmälern, während Unternehmen außerhalb des Systems ab 1. Januar 2027 eine fünfmal höhere Gebühr zahlen müssen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von forsal.pl, Super Express, naTemat.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Danzig, Gdynia, Pruszcz Gdański, Ząbki · Polen

Kommunen melden Verluste nach einem Jahr

Danzig beziffert seine Verluste für das erste Jahr des Systems inzwischen auf etwa 10 Mio. zł, wie Piotr Kryszewski, Direktor für grünes Danzig, in der Sendung Strefa Samorządowa bei Radio Gdańsk sagte. Die frühere Schätzung der Stadt lag bei über 8 Mio. zł, und es wurde keine detaillierte Abrechnung veröffentlicht, die eine unabhängige Überprüfung der neuen Zahl erlauben würde. Kryszewski sagte zudem, die Kommunen hätten keine Entschädigung erhalten, die die finanziellen Folgen der Umstellung ausgleichen würde. Gdynia und die Gemeinde Pruszcz Gdański melden ähnliche Probleme: Wertvolle Materialien verschwinden aus den kommunalen Sortieranlagen, während die Kosten für die Entsorgung der übrigen Abfälle nicht im gleichen Tempo sinken.

Die Verluste in Danzig gehen auf geringere Erlöse aus Wertstoffen zurück. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete die Stadt Rückgänge von 33 % bei klarem PET, 41 % bei blauem und 51 % bei grünem Material, und die Erlöse aus zurückgewonnenen Materialien lagen um etwa 700 Tsd. zł niedriger. Vor dem Pfandsystem landeten Plastikflaschen und Aluminiumdosen oft im gelben Sack, wo Sortieranlagen sie zurückgewannen und weiterverkauften. Heute gehen mehr davon direkt an Geschäfte und Pfandautomaten zurück, die kommunale Anlagen nie zu sehen bekommen.

Warum manche Hersteller außerhalb des Systems bleiben

Hersteller, die außerhalb des Systems bleiben, müssen stattdessen eine Produktgebühr zahlen, die sich nach dem Gewicht der von ihnen in Verkehr gebrachten Verpackungen berechnet. Nach dem Verpackungsgesetz müssen Unternehmen im System sicherstellen, dass 77 % der Leerverpackungen zurückgegeben werden, ab 2029 dann 90 %. Die Produktgebühr für Plastik und Dosen lag 2025 bei 10 Groszy pro Kilogramm, beträgt 2026 1 zł und ab 2027 5 zł. Eine Novelle von November 2024 verpflichtet Unternehmen außerhalb des Systems, den dreifachen Satz auf Getränkeverpackungen anzuwenden, also derzeit 3 zł pro Kilogramm und ab 1. Januar 2027 15 zł. Das Klima- und Umweltministerium erläuterte die niedrigen Ausgangssätze in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage und erklärte, es habe Regelungen vorgeschlagen, die Eintrittsbarrieren für Unternehmen abbauen sollten.

Gebühr für Unternehmen außerhalb des Pfandsystemszł/kg
2026
3 zł/kg
2027
15 zł/kg

Daten aus dem Artikeltext

Produktgebühr für Plastik und Dosenzł/kg
2025
0.1 zł/kg
2026
1 zł/kg
2027
5 zł/kg

Daten aus dem Artikeltext

Ein Energy-Drink von Liner Polska aus Ząbki trägt statt des Pfandzeichens einen QR-Code, der zu Social-Media-Auftritten der Online-Persönlichkeit Skolima führt. Auf die Frage von Wirtualna Polska, warum das Unternehmen außerhalb des Systems bleibt, nannte ein Mitinhaber des Unternehmens dies ein Geschäftsmodell und eine Kalkulation. Der Artikel schreibt, dass eine Dose ohne Pfand im Regal 50 Groszy weniger kostet als Konkurrenzprodukte.

Sammlung jenseits des Ladens

Das Ministerium teilt mit, dass in ganz Polen inzwischen fast 750 eigene Sammelstellen außerhalb des Handelsnetzes betrieben werden. Diese Stellen bleiben klein im Vergleich zu den Netzen der großen Ketten: Biedronka soll knapp 3.900 Pfandautomaten betreiben, Lidl etwa 1.000. Schweden bietet ein Modell für kommunale Standorte, wo Sammelzentren ähnlich den polnischen PSZOK-Anlagen Pantamera-Express-Automaten beherbergen.

„In diesen Abfallsammelzentren sind mehr als 70 Pantamera-Express-Automaten in Betrieb.“

Piotr Gęśla
Gęśla, Geschäftsführer von Envipco Polska, beschrieb auch Portugal, wo der Betreiber SDR Portugal 50 Rückgabe-Kioske in 38 Gemeinden plant, die schrittweise eingeführt werden. Die Niederlande haben ihr System in Etappen ausgeweitet, beginnend mit Plastikflaschen und später mit Dosen.

Was mit zurückgegebenen Verpackungen passiert

Super Express erklärt, dass nach der Sammlung Dosen von PET-Flaschen getrennt werden, Flaschen möglicherweise weiter nach Farbe sortiert werden und das Material anschließend gereinigt und einem Recycler übergeben wird. Nur ordnungsgemäß aufbereitetes Material lässt sich zu Rezyklat für neue Verpackungen verarbeiten, was den Kreislauf schließt. Die Qualität der Sortierung entscheidet also darüber, wie viel des Materials wiederverwendet werden kann. Derselbe Bericht merkt an, dass die Zahl der Rückgaben allein nicht zeigt, wie gut der Mechanismus funktioniert.

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