Stürme zwingen zur Evakuierung von drei Pfadfinderlagern im Nordosten Polens, 542 Feuerwehreinsätze
Schwere Gewitter und orkanartige Böen fegten in der Nacht über die polnische Region Ermland-Masuren, beschädigten Zelte und zwangen zur Evakuierung von drei Pfadfinderlagern. Die Feuerwehr hat auf über 540 Vorfälle reagiert, meist umgestürzte Bäume und beschädigte Gebäude.
Evakuierungen von Pfadfinderlagern
Schwere Gewitter und orkanartige Böen fegten in der Nacht vom 7. auf den 8. Juli über die polnische Region Ermland-Masuren und führten zur Evakuierung von drei Pfadfinderlagern. In der Harcerska Baza Obozowa in Frombork, betrieben von der Bartoszyce-Gliederung des Polnischen Pfadfinderverbands (ZHP), verlegte der Lagerleiter kurz nach 3 Uhr morgens 59 junge Teilnehmer und 5 erwachsene Betreuer aus den Zelten in ein gemauertes Kantinengebäude, als sich die Bedingungen verschlechterten. Als der Brandmeister des Kreises Braniewo eintraf, fand er beschädigte Zelte und einen auf ein Nebengebäude gefallenen Baum vor. Anschließend erfolgte eine vollständige Evakuierung in die Szkoła Podstawowa we Fromborku, wobei 60 Kinder und 5 Betreuer sicher untergebracht wurden.
59 Jugendliche und 5 erwachsene Betreuer hielten sich an diesem Tag in der Pfadfinderlagerbasis auf. Aufgrund der sehr schwierigen Wetterbedingungen, starkem Wind und starken Regenfällen, die zu Schäden und Durchnässung der Zelte führten, wechselten alle diese Personen den Standort.
Später am Morgen wurde ein Lager in Ruciane-Nida mit 19 Kindern und 5 Betreuern in einen Gemeindesaal einer Kirche verlegt. In Piaski bei Ełk wurde ebenfalls ein Lager mit 28 Pfadfindern und 6 Betreuern evakuiert. In der gesamten Woiwodschaft sind derzeit 40 Pfadfinderlager in Betrieb, in denen 2.481 Teilnehmer und 407 Betreuer untergebracht sind. Die Feuerwehr steht mit jedem Lager in Kontakt und ist bereit, bei Bedarf zu evakuieren.
Einsatz der Feuerwehr
Bis 15 Uhr am Mittwoch hatte die Landesfeuerwehr 542 wetterbedingte Einsätze verzeichnet, so Sprecher mł. bryg. Łukasz Wróblewski. Die meisten betrafen die Beseitigung umgestürzter Bäume und Äste von Straßen sowie die Sicherung beschädigter Gebäude. Es wurden keine Verletzten gemeldet. Auf den Großen Masurischen Seen unterstützte die Masurische Freiwillige Wasserrettung (MOPR) zwei Bootsbesatzungen bei der Rückkehr in den Hafen und riet allen Schiffen, im Hafen zu bleiben, da die Windgeschwindigkeiten Stärke 6 auf der Beaufort-Skala erreichten. Die Feuerwehr dankte allen Einsatzkräften der Staatlichen Feuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren für ihren Einsatz.
Warnungen und Hinweise
Das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft (IMGW) gab Unwetterwarnungen für die Kreise Braniewo, Elbląg und die Stadt Elbląg heraus. Das Regierungssicherheitszentrum (RCB) versandte Textwarnungen an die Bewohner dieser Gebiete, warnte vor sehr starkem Wind und riet, offene Flächen zu meiden und lose Gegenstände zu sichern.
Achtung! Heute (08.07) wird sehr starker Wind vorhergesagt. Meiden Sie offene Flächen. Seien Sie vorsichtig und sichern Sie Gegenstände, die vom Wind weggeweht werden könnten.
Laufende Überwachung
Die Feuerwehr überwacht weiterhin die hydrologischen Bedingungen an der Weichselbucht, wo die Wasserstände unter den Warnschwellen bleiben und keine Rückstaugefahr besteht. Die Polizei und die Feuerwehr der Woiwodschaft forderten die Bewohner auf, die Sicherheitsrichtlinien zu befolgen: Schutz unter Bäumen vermeiden, Gegenstände im Freien sichern und Fahrzeuge nicht unter Bäumen parken. Die Lage bleibt dynamisch, weitere Meldungen über Vorfälle treffen noch bei den Leitstellen ein.
- Lagerleiter in Frombork verlegt 59 Teilnehmer und 5 Betreuer in die Kantine
- Lager in Frombork nach Zeltbeschädigung und umgestürztem Baum in die Grundschule evakuiert
- Lager in Ruciane-Nida mit 19 Kindern und 5 Betreuern in den Gemeindesaal der Kirche verlegt
- Lager in Piaski mit 28 Pfadfindern und 6 Betreuern evakuiert


