
Brand im BRT-Depot Mailand gelöscht, doch zwei Container bergen weiter Explosionsgefahr
Ein Großfeuer in einem BRT-Kurierdepot im Mailänder Stadtteil Bovisa wurde in der Nacht gelöscht, doch zwei Container mit E-Bikes brennen weiter, weshalb die Behörden vor möglichen Explosionen warnen und die Luftschutzmaßnahmen bis Donnerstag verlängern.
Der Brand
Am Abend des 8. Juli 2026 brach ein Großfeuer in einem BRT-Kurierdepot in der Via Don Giovanni Minzoni im Mailänder Stadtteil Bovisa aus. Die Flammen erfassten eines der beiden zentralen Lagerhäuser, die für die Paketsortierung genutzt werden, auf einer Fläche von rund 8.000 Quadratmetern. Eine hohe Rauchsäule war kilometerweit sichtbar, und es waren Explosionen zu hören. Verletzte oder Vergiftungen wurden nicht gemeldet.
Löscharbeiten
Die Feuerwehr aus Mailand und dem benachbarten Kommando Monza rückte mit mehreren Fahrzeugen an. Sie musste ein Tor aufbrechen, um zum Einsatzort zu gelangen. Die Einsätze waren komplex, doch am Morgen des 9. Juli war das Feuer gelöscht.
Dreißig Anhänger wurden gesichert, das Bürogebäude blieb unversehrt.Der rechtzeitige und massive Einsatz hat die Brände eingedämmt und eine Ausbreitung auf die angrenzenden Gebäude und das Bürogebäude verhindert, das nicht betroffen war.
- Brand bricht im BRT-Depot in Bovisa, Mailand aus.
- Feuerwehr dämmt Brand ein, sichert 30 Anhänger, verhindert Ausbreitung auf Büros.
- Hauptfeuer gelöscht; zwei Container mit E-Bikes brennen noch, Explosionsgefahr.
- Vorsichtsmaßnahmen verlängert; ARPA setzt Luftüberwachung fort; Ermittlungen eingeleitet.
Anhaltende Explosionsgefahr
Obwohl das Hauptfeuer gelöscht ist, brennen zwei Container weiter. Sie enthalten E-Bikes, und die Behörden befürchten, dass die Batterien Explosionen auslösen könnten. Fünf Feuerwehreinheiten sind noch vor Ort, um die Container zu kühlen und eine Zündung zu verhindern. Die Lage ist unter Kontrolle, aber das Risiko besteht fort.
Luftqualität und Gesundheitsvorsorge
Die ARPA Lombardia überwacht die Luftqualität seit Brandausbruch. Erste Messungen ergaben typische Verbrennungsschadstoffe, jedoch keine kritischen Konzentrationen. Dennoch haben die Gesundheitsbehörden die Vorsichtsmaßnahmen bis Donnerstag, den 9. Juli, für Anwohner innerhalb eines Radius von 2 km verlängert: Fenster geschlossen halten, Aktivitäten im Freien vermeiden, Kinder sollten nicht draußen spielen und keine lokal angebauten Früchte oder Gemüse verzehren.
Die ARPA wird die Überwachung fortsetzen und hat einen Hochvolumen-Probennehmer aufgestellt, um auf Mikroschadstoffe wie Dioxine und Furane zu testen.Dies sind Vorsichtsmaßnahmen, da die ersten Luftqualitätsmessungen keine Notwendigkeit für über die bereits bei Brandausbruch ergriffenen Maßnahmen hinausgehende Schritte anzeigen.
Ermittlungen
Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren zum Brand eingeleitet. Die Ursache ist noch unbekannt, erste Berichte deuten jedoch darauf hin, dass der Brand von einem Container ausgegangen sein könnte. Die Ermittlungen dauern an.


