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Wahlen · Jerusalem

Israelische Wahl endet ohne Mehrheit – Netanjahu- und Eisenkot-Blöcke verfehlen die 61 Sitze

Nachwahlbefragungen nach der Abstimmung am Dienstag geben weder dem Block von Benjamin Netanjahu noch der Opposition unter Führung von Gadi Eisenkot die 61 Sitze, die in der 120 Sitze umfassenden Knesset nötig sind. Die arabischen Parteien, geschätzt auf 17 bis 18 Sitze, könnten entscheiden, wer die nächste Regierung bildet.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von pb.pl, Rzeczpospolita, rmf24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Avi Ohayon / Government Press Office of Israel, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Knesset-Wahl findet statt; Wahlbeteiligung wird später mit 77,7 Prozent angegeben
  2. 28.10.Nachwahlbefragungen zeigen keinen Block bei 61 Sitzen; Eisenkot fordert Netanjahu zum Rückzug auf
  3. Anfang 2027Laut Berichten mögliche Neuwahlen, falls die Koalitionsgespräche scheitern

Nachwahlbefragungen deuten auf ein Patt hin

Die Israelis stimmten am Dienstag, 27. Oktober, über die 120 Sitze der Knesset ab, und die am Mittwoch, 28. Oktober, veröffentlichten Nachwahlbefragungen zeigten für keine Seite eine Mehrheit. Zwei der drei Nachwahlbefragungen sahen keinen Block mit einer Mehrheit, die dritte zeigte einen leichten Vorsprung für den amtierenden Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Die Erhebungen der Sender Kan 11, 12 und 13 ergaben ein ähnliches Bild: Der Oppositionsblock kam auf 52 bis 53 Sitze, der Block um Netanjahu auf etwa 50. Für die Regierungsbildung sind mindestens 61 Sitze nötig, und noch nie hat bei einer israelischen Wahl eine einzelne Partei die absolute Mehrheit gewonnen, weshalb Koalitionsbildungen die Regel sind. Likud dürfte weiterhin stärkste Einzelpartei bleiben, allerdings mit weniger Sitzen als nach der Wahl 2022. Die offiziellen Ergebnisse werden erst in mehreren Tagen verkündet.

Sitzprognosen der Nachwahlbefragungen in der 120 Sitze umfassenden KnessetSitze
Block Netanjahu, ca.
50 Sitze
Oppositionsblock, niedrig
52 Sitze
Oppositionsblock, hoch
53 Sitze
Arabische Parteien, niedrig
17 Sitze
Arabische Parteien, hoch
18 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Arabische Parteien könnten den Ausschlag geben

Die arabischen Parteien könnten zum Zünglein an der Waage werden. Die Nachwahlbefragungen wiesen ihnen etwa 18 Sitze zu, und vorläufige Ergebnisse sehen die Partei Raam von Mansour Abbas bei sieben Sitzen und die linksgerichtete Vereinigte Liste bei 10 bis 11 Sitzen, zusammen also 17 bis 18. Vertreter dieser Parteien deuteten Berichten zufolge an, sie könnten Eisenkot dabei unterstützen, Netanjahu von der Macht zu verdrängen. Bislang hatten beide Blöcke eine Zusammenarbeit mit Parteien, die Palästinenser vertreten, ausgeschlossen, was ihre Rolle zu einer drängenden Frage der Gespräche macht. Berichte bezeichneten das Ergebnis als das beste in der Geschichte der arabischen Parteien in Israel.

Eisenkot drängt Netanjahu zum Rückzug

Gadi Eisenkot, ehemaliger Generalstabschef der israelischen Armee und früherer Minister ohne Geschäftsbereich in der nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 gebildeten Einheitsregierung, führt den Oppositionsblock mit seiner Partei Jashar an, der stärksten Kraft darin. Nach Schließung der Wahllokale sagte er:

„Das Volk hat für den Wandel gestimmt. Die Koalition, die eine Niederlage erlitten hat, hat das Vertrauen der Öffentlichkeit verloren.“

Gadi Eisenkot, Ehemaliger Generalstabschef und Führer des Oppositionsblocks und

Er forderte Netanjahu auf, das anzunehmen, was er als „Misstrauensvotum der Wähler“ bezeichnete, und sich aus dem politischen Leben zurückzuziehen. Eisenkot argumentierte, die Wahlbeteiligung von 77,7 Prozent mache Neuwahlen zu einem Fehler, und kündigte eine „zionistische Regierung“ an, die die allgemeine Wehrpflicht einführen würde – auch für ultraorthodoxe Juden, die derzeit befreit sind –, die Hamas beseitigen und alle gesellschaftlichen Gruppen respektieren wolle. Netanjahu hatte zum Zeitpunkt der Berichte noch nicht auf die Ergebnisse der Nachwahlbefragungen reagiert.

Netanjahus Anspruch und der Weg zur Regierung

Netanjahu sprach in Jerusalem von einer „klaren, entscheidenden Mehrheit“ und verwies auf sein Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump. Nach der Verkündung der offiziellen Ergebnisse wird Präsident Isaac Herzog die Fraktionen anhören und anschließend dem Kandidaten, dem er die besten Chancen auf eine Mehrheit zutraut, den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen. Scheitern die Koalitionsgespräche, könnten Anfang 2027 Neuwahlen stattfinden. Zwischen 2019 und 2022 erlebte Israel ein ähnliches Patt, als die Wähler fünfmal an die Urnen gingen.

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