Regierung · Athen

PASOK und Tsipras' ELAS tauschen Vorwürfe über 1,16 Milliarden Euro Parteischulden und Bankenverbindungen aus

Griechenlands größte Oppositionspartei PASOK und Alexis Tsipras' ELAS tauschten am 30. Juli heftige Vorwürfe über 1,16 Milliarden Euro gemeinsame Schulden von Nea Dimokratia und PASOK aus, wobei jede Seite der anderen vorwarf, Bankeninteressen zu dienen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NEWS 24/7, in.gr, iefimerida.gr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Athen · Griechenland
Wie es dazu kam
  1. 30.07.PASOK: Koufonikolakou brauchte 7 Stunden zur Antwort, verkaufte heiße Luft
  2. 30.07.ELAS: ND und PASOK werden niemals mit Bankeninteressen kollidieren
  3. 30.07.PASOK: Lösung ist weder Mitsotakis noch Tsipras

Schuldenzahlen und Bankabhängigkeit

Am 30. Juli veröffentlichte die Griechische Linkskoalition (ELAS) von Alexis Tsipras Zahlen, die zeigen, dass die gemeinsamen Schulden der regierenden Nea Dimokratia (ND) und der größten Oppositionspartei PASOK im Jahr 2025 1,16 Milliarden Euro erreichten, wobei der größte Teil den Banken geschuldet wird. Die Verbindlichkeiten der ND beliefen sich auf 602,14 Millionen Euro und die der PASOK auf 565,14 Millionen Euro. ELAS-Sprecherin Theoni Koufonikolakou sagte in einer Videobotschaft, die beiden Parteien „schulden nicht nur, sie gehören den Banken“.

„Man kann den Bürgern nicht dienen, wenn man sein politisches Überleben den Banken verdankt.“

Theoni Koufonikolakou

ELAS argumentierte, dass Banken schutzbedürftige Kreditnehmer mit Zwangsvollstreckungen und Versteigerungen behandeln, während Parteischulden keinem solchen Druck ausgesetzt seien. Die Partei zitierte auch Gesundheitsminister Adonis Georgiadis, der gesagt hatte, die ND werde weiterhin „auf der Gesundheit der Trottel parasitieren“. ELAS bezeichnete die Bilanz der ND als Ausweis „fauler Kredite“, die nie zurückgezahlt würden, und sagte, die Partei wäre geschlossen worden, wenn sie ein Unternehmen wäre.

Parteischulden bei BankenMio. €
Nea Dimokratia
602.14 Mio. €
PASOK
565.14 Mio. €

Daten aus dem Artikeltext

PASOKs Gegenangriff und Finanzierungsfragen

PASOK reagierte innerhalb weniger Stunden und beschuldigte ELAS, einen „Zweifrontenkrieg“ zu führen, um Premierminister Kyriakos Mitsotakis an der Macht zu halten. Die Partei erklärte, sie habe seit 2010 keinen neuen Bankkredit aufgenommen und ihre Verpflichtungen unter den Führern Fofi Gennimata und Nikos Androulakis umstrukturiert, wobei sie zur Rückzahlung staatliche Mittel verwendet habe. „Sie schuldet niemandem einen einzigen Euro“, hieß es in der Erklärung.

PASOK forderte Tsipras auf, zu antworten, wer seine Partei finanziere, und bezeichnete sie als eine „privat genutzte“ Einheit mit unklaren Mitteln. Die Partei stellte fest, dass ELAS an dem Tag, an dem Griechenland drei tote Feuerwehrleute betrauerte, als einzige öffentliche Stellungnahme einen Angriff auf PASOK veröffentlichte.

„Das Land braucht einen ehrlichen und konsequenten Premierminister, keinen Strohmann für Interessen und keinen permanenten politischen Sponsor der Nea Dimokratia und von Herrn Mitsotakis.“

Pressestelle der PASOK

Tsipras' Gesetzesbilanz in der Kritik

PASOK richtete den Angriff auf Tsipras' eigene Bilanz und listete Gesetze auf, die während seiner Regierungszeit 2015–2019 verabschiedet wurden und nach eigener Aussage den Banken nützten. Dazu gehörten das Gesetz 4353/2015, das Kreditdienstleister schuf und Fonds den Kauf notleidender Kreditportfolios ermöglichte; das Gesetz 4472/2017 über elektronische Versteigerungen; und das Gesetz 4592/2019, das den Schutz des Erstwohnsitzes abschaffte und den Weg für Massenzwangsvollstreckungen ebnete. PASOK fragte wiederholt, wem Tsipras mit diesen Maßnahmen gefallen wolle.

Die Partei wies auch auf eigene Gesetzesinitiativen hin, darunter eine Änderung vom 22. April zur Beschleunigung der Tilgung von Steuerstundungen systemrelevanter Banken und einen Vorschlag zur Besteuerung von Bankengewinnen und zur Abschaffung undurchsichtiger Gebühren. PASOK erklärte, die Regierung Tsipras-Kammenos habe die Tilgungsfrist verlängert, um den Banken zu gefallen.

Eskalation über den Tag

Der Schlagabtausch verschärfte sich am 30. Juli. Nach ELAS' erstem Angriff gab PASOK am späten Vormittag eine scharfe Antwort. ELAS veröffentlichte dann um 16:42 Uhr Ortszeit ein Video, in dem die Schuldenzahlen und die Behauptung wiederholt wurden, ND und PASOK seien „den Banken hörig“. PASOKs nächste Stellungnahme um 18:12 Uhr besagte, Koufonikolakou habe sieben Stunden gebraucht, um die Frage „Wer finanziert euch?“ zu beantworten, und sei am Ende „heiße Luft verkauft“ worden. Eine weitere PASOK-Erklärung um 18:57 Uhr erklärte, die Lösung für Griechenlands Zukunft sei „weder Mitsotakis der Korruption noch Tsipras der Verstrickung“, und der politische Wandel werde nicht von „abgenutzten Materialien kommen, die in neuer Verpackung von Interessen serviert werden“.

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