
Ghana-Mittelfeldspieler Thomas Partey wegen Sexualstrafverfahren kein Kanada-Visum – verpasst WM-Auftakt gegen Panama
Der ghanaische Nationalspieler wurde aufgrund laufender Vergewaltigungs- und Sexualstrafverfahren in England von den kanadischen Behörden abgewiesen und kann nicht nach Toronto zur Partie der Gruppe L reisen.
Ghana muss im ersten Spiel der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 auf einen seiner Schlüsselspieler verzichten. Mittelfeldspieler Thomas Partey wurde die Einreise nach Kanada verweigert, nachdem sein Visumsantrag abgelehnt wurde – eine Entscheidung, die mit mehreren strafrechtlichen Anklagen in England zusammenhängt. Der 57-fache ghanaische Nationalspieler, der derzeit bei Villarreal spielt, verpasst das Spiel am 17. Juni gegen Panama in Toronto.
Strafverfahren in England
Partey wurde im Juli 2025 von der Londoner Metropolitan Police wegen fünffacher Vergewaltigung und einer sexuellen Nötigung angeklagt. Im September desselben Jahres plädierte er auf nicht schuldig. Im Februar 2026 wurden zwei weitere Vergewaltigungsanklagen erhoben, auf die er im April ebenfalls nicht schuldig plädierte. Die Ermittlungen, die zu den Anklagen führten, begannen im Februar 2022. Partey befindet sich weiterhin auf Kaution mit Auflagen, darunter ein Kontaktverbot zu den Klägerinnen und die Verpflichtung, der Polizei jegliche Auslandsreisen zu melden.
Kanadas Einwanderungsentscheidung
Auf der Website der kanadischen Einwanderungsbehörde heißt es, dass Personen, die eine Straftat begangen haben oder einer solchen überführt wurden, als unzulässig eingestuft werden können. Obwohl Partey nicht verurteilt wurde, führten die anhängigen Anklagen zur Ablehnung. Immigration, Refugees and Citizenship Canada (IRCC) teilte The Athletic mit, dass die Regeln konsequent angewendet würden.
Wir können bestätigen, dass die Sicherheit und der Schutz der Kanadier unsere Priorität sind, während wir Teilnehmer und Gäste der Weltmeisterschaft willkommen heißen. Daher wendet IRCC die Regeln konsequent und ausnahmslos an, unabhängig von Nationalität, Status oder Rolle.
FIFAs Reaktion
Die FIFA bestätigte die Situation in einer Erklärung und betonte, dass die Gastgeberländer für die Visumerteilung und Einwanderungsverfahren zuständig seien.
Die FIFA kann bestätigen, dass Thomas Partey nicht nach Kanada reisen kann, um sein erstes Spiel gegen Panama zu bestreiten, da sein Visumsantrag von der Regierung abgelehnt wurde. Die FIFA ist nicht an Einwanderungsverfahren, einschließlich der Visabearbeitung, beteiligt.
Zeitlicher Ablauf der Ereignisse
- Ermittlungen zu den Übergriffsvorwürfen beginnen in England
- Partey wird von der Londoner Metropolitan Police wegen fünffacher Vergewaltigung und einer sexuellen Nötigung angeklagt
- Partey plädiert auf nicht schuldig bei den ersten Anklagen
- Zwei weitere Vergewaltigungsanklagen erhoben
- Partey plädiert auf nicht schuldig bei den neuen Anklagen
- Kanadische Regierung lehnt Parteys Visumsantrag ab
- Ghana spielt gegen Panama in Toronto; Partey kann nicht reisen
Ghanas WM-Weg
Partey befindet sich derzeit mit dem ghanaischen Kader in ihrem Stützpunkt in Boston, USA. Während die Reise nach Kanada gestrichen ist, hindert ihn sein rechtlicher Status nicht daran, in die USA einzureisen. Die beiden folgenden Gruppenspiele Ghanas werden beide auf US-amerikanischem Boden ausgetragen: gegen England in Foxborough und gegen Kroatien in Philadelphia. Es wird erwartet, dass Partey für beide Spiele zur Verfügung steht.


