KI-generiert·Mehr erfahren
© ANSA.it
Fußball·vor 2 Std.

Kanada verweigert Ghanas Thomas Partey wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Großbritannien das Visum – er verpasst WM-Auftakt gegen Panama

Dem Mittelfeldspieler, der im Vereinigten Königreich mehrfacher Vergewaltigung beschuldigt wird, wird die Teilnahme am ersten WM-Spiel Ghanas 2026 in Toronto verwehrt, nachdem die kanadischen Behörden seinen Visumsantrag abgelehnt haben.

Visum gesperrt

Dem ghanaischen Nationalspieler Thomas Partey wurde die Einreise nach Kanada verweigert, sodass er das WM-Auftaktspiel der Black Stars gegen Panama am Mittwoch, den 17. Juni, verpassen wird. Die Entscheidung, die die FIFA am 12. Juni bestätigte, beruht auf laufenden Vergewaltigungs- und Sexualstrafverfahren, denen sich der 32-Jährige im Vereinigten Königreich gegenübersieht. Partey hielt sich zuvor mit dem ghanaischen Kader in Boston, USA, auf, darf aber nicht nach Toronto zum Spiel im BMO Field reisen.

Die FIFA kann bestätigen, dass der Spieler Thomas Partey nicht vom Base Camp Ghanas in Boston, USA, nach Kanada zu ihrem ersten Spiel gegen Panama am Mittwoch, den 17. Juni, reisen kann, da sein Visumsantrag von der kanadischen Regierung abgelehnt wurde.

FIFA

Die Anklagepunkte

Partey, heute Mittelfeldspieler beim spanischen Klub Villarreal, wurde im Juli 2025 von der Londoner Metropolitan Police wegen fünffacher Vergewaltigung und einer Straftat der sexuellen Nötigung angeklagt. Er plädierte im September 2025 auf nicht schuldig. Zwei weitere Vergewaltigungsanklagen kamen im Februar 2026 hinzu, auf die er im April ebenfalls mit nicht schuldig antwortete. Die mutmaßlichen Taten betreffen vier Frauen und datieren auf die Jahre 2021–2022, als er bei Arsenal spielte. Ein Prozess wird nicht vor Mitte 2027 erwartet.

Parteys rechtlicher Zeitplan in Großbritannien
  1. Anklage wegen fünffacher Vergewaltigung und einer Straftat der sexuellen Nötigung
  2. Pleads not guilty to initial charges
  3. Zwei weitere Vergewaltigungsanklagen hinzugefügt
  4. Pleads not guilty to additional charges; court process begins
  5. Nächste Anhörung angesetzt
  6. Prozess erwartet, Urteil nicht vor Mitte 2027

Kanadas Haltung

Immigration, Refugees and Citizenship Canada (IRCC) erklärte, dass es seine Regeln unabhängig von Nationalität oder Rolle im Turnier konsequent anwende. „Die Sicherheit und Unversehrtheit der Kanadier hat für uns Priorität, während wir FIFA-WM-Teilnehmer und Besucher aus aller Welt willkommen heißen“, hieß es in der Stellungnahme. Kanada ist 2026 gemeinsam mit Mexiko und den USA Co-Gastgeber des Turniers.

Auswirkungen auf das Turnier

Ghanas verbleibende Gruppenspiele finden auf US-amerikanischem Boden statt – gegen England am 23. Juni in Boston und gegen Kroatien in Philadelphia – und Partey wird voraussichtlich für beide Partien spielberechtigt sein. Der ghanaische Kader traf am 4. Juni in Washington, D.C., ein und hatte dort keine Einwanderungsprobleme. Die FIFA betonte, dass sie sich nicht in die Visumspraxis der Gastgeberländer einmischt.

Toronto · Boston

8 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Kultur & Sport