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Migration·vor 2 Std.

Papst León XIV. beendet Spanienbesuch mit Messe auf Teneriffa und fordert gemeinsame Migrationspolitik

Papst León XIV. schloss seine siebentägige apostolische Reise nach Spanien mit einer Freiluftmesse in Santa Cruz de Teneriffa ab. Dabei rief er die europäischen Regierungen auf, die Last der Migration gemeinsam zu tragen, und warnte vor einer auf Handel und Profit reduzierten Wirtschaft.

Abschiedsmesse auf Teneriffa

Mehr als 35.000 Menschen versammelten sich im Hafen von Santa Cruz de Teneriffa zur Abschlussmesse der siebentägigen apostolischen Reise von Papst León XIV. nach Spanien. Der Gottesdienst fand an der Dársena de los Llanos statt, einem Ort, an dem Boote mit Migranten aus dem Senegal ankommen, und wurde durch die historische Anwesenheit des Cristo de La Laguna geprägt – einer verehrten Statue, die erstmals seit über 500 Jahren ihr Heiligtum verließ, um den Altar zu überragen.

Ich kehre nach Rom zurück, bewegt von der großen Zuneigung, die mir entgegengebracht wurde, und getröstet von den Zeugnissen des Glaubens und der Liebe zur Kirche, Ausdruck des großen katholischen Herzens Spaniens.

Der Papstwagen trug das traditionelle Kennzeichen SCV 1, das seit 1930 dem Staatsoberhaupt der Vatikanstadt vorbehalten ist – ein Detail, das die Aufmerksamkeit der Gläubigen auf sich zog.

Appell für gemeinsame Verantwortung in der Migration

In seiner Predigt griff der Papst das Thema Migration erneut auf und bezeichnete die Reise derer, die auf der Suche nach Würde das Meer überqueren, als einen „Ruf zur Begegnung". Er betonte, dass kein Mensch eine Insel sei, und unterstrich die pastoralen Herausforderungen, denen die Kanarischen Inseln als Einfallstor für Tausende von Migranten gegenüberstehen.

Das ist das Geheimnis des Herzens: der innere Ruf zum Aufbruch und zur Begegnung. Kein Hindernis, keine Entfernung, keine Gefahr oder Bedrohung kann jeden von seiner Reise abhalten.

Nach einem Besuch des Migrantenzentrums Las Raíces am selben Tag wurden die Worte des Papstes von Teilnehmern, die selbst Migration erlebt haben, mit Emotionen aufgenommen. Rosa Dávila, Präsidentin des Inselrates, betonte die Notwendigkeit gemeinsamen Handelns:

Kein Territorium kann eine Herausforderung dieser Dimension allein bewältigen; es braucht mehr Menschlichkeit, mehr Zusammenarbeit und mehr Engagement.

Tourismus, Handel und die Würde der Arbeit

León XIV. äußerte sich auch zum Wirtschaftsmodell der Insel und warnte vor einer Denkweise, die „alles auf Handel und Profit reduziert". Er zitierte eine Beobachtung von Papst Franziskus über die Eile, die dazu führt, dass Menschen „alles um sich herum niederwalzen" und verknüpfte dies mit Teneriffas touristischer Berufung.

Was sucht das menschliche Herz? Wie kann man seinen Durst auf nicht-täuschende Weise stillen? Wie wichtig ist es, besonders für diejenigen, die sich vom Evangelium leiten lassen, nicht alles auf Handel und Gewinn zu reduzieren.

Die Tourismusindustrie der Kanarischen Inseln erwirtschaftete 2025 eine Wertschöpfung von 23 Milliarden Euro – 40 % des regionalen BIP – und sicherte 413.000 Arbeitsplätze. Dennoch verzeichnet der Archipel weiterhin einige der niedrigsten Löhne Spaniens und hohe Armuts- und Ausgrenzungsraten, was in den letzten Jahren zu Protesten gegen den Massentourismus führte.

Wirtschaftlicher Fußabdruck des Tourismus auf den Kanarischen Inseln, 2025
Wertschöpfung (Mrd. €)
23
Anteil am BIP (%)
40
Arbeitsplätze (Tsd.)
413

Abschied eines Pontifex und die Heimreise

Als die Messe endete, erteilte der Papst seinen Segen und fuhr ein letztes Mal durch die Menge. Der örtliche Bischof Eloy Santiago sagte ihm: „Der Papst ist auch Kanarier und wird auf diesen Inseln immer ein Zuhause haben." Damit reiste León XIV. nach Rom ab und nahm – in seinen eigenen Worten – die Erinnerung an ein Land mit, das ihn begeistert willkommen geheißen hatte.

Santa Cruz de Tenerife · Vatikanstadt

8 Quellen

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