Diplomatie · Madrid, Barcelona und Teneriffa
Papst Leon XIV. Besuch in Spanien als Erfolg gefeiert – riesige Menschenmengen und politischer Appell gegen Polarisierung
León XIV. erste Reise in eine große westliche Nation lockte riesige Menschenmengen an und übermittelte deutliche Botschaften zu Einwanderung, Polarisierung und Würde – auch wenn eine verspätete Rückreise die traditionelle Pressekonferenz an Bord verhinderte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaVanguardia und EL PAÍS. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Massive Teilnehmerzahlen in Madrid, Katalonien und auf den Kanarischen Inseln übertrafen die Erwartungen des Vatikans, obwohl ein technischer Defekt am Iberia-Flugzeug die Rückkehr verzögerte und die Pressekonferenz ausfiel.
In Reden im Königspalast und vor dem Parlament forderte León XIV. die Aufgabe spaltender Narrative, den Schutz der Würde von Migranten und die Ablehnung von „nationalen Prioritäts“-Politiken.
Ein kurzfristiger Streit über die Verwendung des Katalanischen in der Sagrada-Família-Zeremonie wurde beigelegt, nachdem lokale Bischöfe und vatikanische Diplomaten eingriffen; der Papst verwendete mehr Katalanisch als ursprünglich geplant.
Der Papst traf Opfer, bot aber keine konkreten Reformen an, vermied das Wort Pädophilie in seiner Rede an die Bischöfe und ließ offen, welchen Weg die Kirche in der Krise in Spanien einschlagen wird.
- 8.06.Rede vor dem spanischen Kongress und Senat: Den Abgeordneten wird gesagt, dass Diskriminierung die Menschenwürde verletze, was Konservative sichtlich unwohl zurücklässt.
- 9.06.Katalonien-Etappe beginnt; Zeremonien in Montserrat und der Sagrada Família verlaufen nach Beilegung des Sprachenstreits ohne Zwischenfälle.
- 13.06.Rückflug wegen technischen Defekts stundenlang in Teneriffa Nord verspätet; Pressekonferenz abgesagt, aber Vatikan erklärt Besuch für erfolgreich.
Eine Reise, die die Erwartungen übertraf
Papst Leon XIV. kehrte am Freitag nach einer einwöchigen Spanienreise nach Rom zurück, die der Vatikan bereits als Erfolg bezeichnet – trotz eines technischen Defekts an der Iberia-Maschine, der die päpstliche Delegation mehrere Stunden am Flughafen Teneriffa Nord festsetzte und die Absage der Pressekonferenz an Bord erzwang. Begleitbeamte des Pontifex sagten, der Empfang habe alle Prognosen übertroffen. „Der Empfang für den Papst hat unsere Erwartungen übertroffen. Die Straßen waren voll, und die Zeremonien wurden mit großer Sorgfalt organisiert“, sagte Erzbischof Paul Richard Gallagher, Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten des Heiligen Stuhls, vor Bekanntgabe der Panne zu Reportern an Bord.
Ein politischer Appell in pastoraler Sprache
Bereits in seiner ersten großen Rede im Königspalast am 6. Juni legte der Papst einen Rahmen vor, der weit über das Geistliche hinausging. Er forderte Spanien auf, „spaltende und polarisierende Narrative aufzugeben“ und „von sterilen Vereinfachungen zu einer fruchtbaren Wertschätzung von Komplexität überzugehen“. Die Botschaft wurde zwei Tage später im Abgeordnetenhaus verstärkt, wo er den Abgeordneten sagte: „Wo immer ein Mensch aufgrund seiner nationalen, ethnischen, religiösen oder sprachlichen Herkunft oder aufgrund seiner wirtschaftlichen oder sozialen Lage diskriminiert wird, wird das universelle Prinzip der gleichen Würde aller Menschen schwer verletzt.“ Konservative Politiker im Publikum sagten der El País, der Papst habe sie „kurz angebunden“, insbesondere in der Einwanderungsfrage. Der Verweis auf die kürzlich von der Volkspartei und Vox in drei Regionen unterzeichneten „nationalen Prioritäts“-Abkommen war unverkennbar, und ein PP-Vertreter gab zu: „Nachdem wir den Papst im Kongress gehört hatten, hatten wir alle Grund, uns ein wenig unter unseren Sitzen zu verstecken.“
Katalonien, der nie stattgefundene Sprachenstreit
Eine Woche vor der Ankunft des Papstes war ein Streit über die für die Sagrada-Família-Zeremonie geplante Liturgiesprache ausgebrochen. Die Organisatoren hatten angekündigt, der Papst werde Spanisch verwenden, was in Katalonien Proteste auslöste. Die örtlichen Bischöfe und vatikanischen Diplomaten handelten schnell. Am Ende stellten Beobachter fest, dass dies „der Papst war, der am meisten Katalanisch gesprochen hat“. Der Präsident des katalanischen Parlaments, Josep Rull, der während der Krise mit den Bischöfen in Kontakt stand, lobte das Ergebnis. Die beiden Tage in Katalonien verliefen bei strahlendem Sonnenschein und ohne die politischen Stürme, die viele befürchtet hatten.
Der Missbrauchsskandal bleibt im Hintergrund
Die Krise des sexuellen Missbrauchs durch Kleriker, von einem Opfer als „noch immer offene Wunde“ bezeichnet, stand nicht auf der offiziellen Tagesordnung, drängte sich aber in die Reise. Vor der Landung sagte der Papst der El País, er werde Opfer treffen, auch wenn es „unmöglich sei, alle zu empfangen“. Er sprach das Thema bei den Bischöfen an, jedoch ohne das Wort „Pädophilie“ zu verwenden und ohne die Vertuschungen zu kritisieren. Opferverbände bleiben unzufrieden. Die spanische Bischofskonferenz betrachtet die Angelegenheit als erledigt, doch der Pontifex gab keinen Hinweis darauf, wie er mit den schätzungsweise 440.000 Erwachsenen umzugehen gedenkt, die in Spanien in religiösen Einrichtungen Missbrauch erlitten haben sollen.
Eine globale Strategie nimmt Gestalt an
Die Spanienreise gilt als erster Schritt eines breiteren Programms. Leon XIV. wird den 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten am 4. Juli auslassen und stattdessen nach Lampedusa reisen, dem Symbol der Mittelmeermigration. Ein Besuch in Frankreich ist für September geplant, gefolgt von einer Reise nach Peru, Argentinien und Uruguay Ende des Jahres. Die Wette des Papstes auf Europa als Gegengewicht zum identitären Populismus ist nun explizit, und seine Worte in Madrid und Barcelona waren ebenso eine Botschaft an die politische Klasse des Kontinents wie an die spanischen Gläubigen.
„Niemand kann sich vor dem Herrn niederwerfen und seinen Bruder verachten.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Pope Leon XIV
- Oberhaupt der katholischen Kirche, dessen erster großer Westbesuch in Spanien pastorale Fürsorge mit deutlichen politischen Appellen gegen Identitätspolitik und Diskriminierung verband.
- Paul Richard Gallagher
- Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten des Heiligen Stuhls, der den Empfang für den Papst während der Spanienreise lobte.
- Josep Rull
- Präsident des katalanischen Parlaments, der während der Krise mit den Bischöfen in Kontakt stand, um den liturgischen Sprachenstreit vor dem Papstbesuch in Katalonien beizulegen.
- Isabel Díaz Ayuso
- Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, die an päpstlichen Veranstaltungen teilnahm und später für Äußerungen über Migranten mit Mobiltelefonen kritisiert wurde.
- Donald Trump
- Ehemaliger US-Präsident, erwähnt im Zusammenhang mit einem offenen Zusammenstoß mit dem Papst zwei Monate vor dem Besuch und als Symbol des identitären Populismus, den der Papst ablehnt.
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