
Tödliche Messerattacke in Palermo: Verdächtiger verbarrikadiert sich, dreht Gas auf, erzwingt Räumung des Gebäudes, bevor er sich ergibt
Ein 53-jähriger Mann wurde am Sonntag in einer Palermoer Wohnung erstochen. Der Verdächtige verbarrikadierte sich daraufhin, drehte die Gasventile auf und drohte, das Gebäude in die Luft zu sprengen, was eine Evakuierung und eine angespannte Belagerung auslöste, die mit seiner Kapitulation endete.
Die Messerattacke
Francesco Spataro (53) wurde am Morgen des Sonntags, 5. Juli 2026, in einer Wohnung in der Via Sampolo 486 in Palermo mit einem Messer getötet. Die Tat ereignete sich am Ende eines hitzigen Streits, der ersten Berichten zufolge auf banale Motive und vermutlich eine Nachbarschaftsstreitigkeit zurückging. Spataro teilte sich die gemietete Wohnung im zweiten Stock mit zwei anderen Männern. Einer von ihnen war zum Zeitpunkt der Tat einkaufen, während der andere, der 38-jährige Francesco Cusumano, in der Wohnung blieb.
Gasleck und Evakuierung
Als die Feuerwehr am Ort eintraf, stellte sie ein starkes Gasleck aus der Wohnung fest, in der sich Cusumano verbarrikadiert hatte. Aus Angst vor einer Explosion ordneten sie die sofortige Evakuierung des gesamten Gebäudes an. Bewohner, darunter Touristen, die in einer Frühstückspension im Gebäude übernachteten, wurden ins Freie gebracht. Die Gasversorgung des Gebäudes wurde in einem Notverfahren abgestellt, und Techniker von Amg Energia versiegelten später die Hauptgasleitung, um ein versehentliches Wiederaufdrehen zu verhindern.
Belagerung und Kapitulation
Die Carabinieri riegelten die Via Sampolo ab und sperrten sie für den Verkehr. Sprengstoffexperten wurden vorsorglich hinzugezogen. Ein spezialisierter Verhandlungsexperte versuchte stundenlang, Cusumano zu überzeugen, die Tür zu öffnen und die gefährliche Situation zu beenden. Am Abend ergab sich der Mann nach langen Verhandlungen und wurde zur Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft in die Carabinieri-Kaserne gebracht.
- Francesco Spataro (53) wird bei einem Nachbarschaftsstreit in der Via Sampolo erstochen.
- Der Verdächtige Francesco Cusumano schließt sich in der Wohnung ein und dreht die Gasventile auf, wobei er eine Explosion androht.
- Die Feuerwehr stellt ein starkes Gasleck fest und ordnet die sofortige Evakuierung des gesamten Gebäudes an.
- Die Carabinieri sperren die Via Sampolo für den Verkehr; Sprengstoffexperten treffen vorsorglich ein.
- Ein spezialisierter Verhandlungsexperte beginnt stundenlange Gespräche, um Cusumano zur Aufgabe zu bewegen.
- Am Abend ergibt sich Cusumano und wird zur Vernehmung in die Carabinieri-Kaserne gebracht.
Ermittlungen
Frühere Berichte gaben widersprüchliche Altersangaben für das Opfer; einige Quellen beschrieben ihn zunächst als 68 Jahre alt. Spätere Aktualisierungen bestätigten seine Identität als den 53-jährigen Francesco Spataro. Der Tatverdächtige Francesco Cusumano wurde festgenommen und wird verhört. Der dritte Mitbewohner, der zum Zeitpunkt des Angriffs nicht anwesend war, wird zur Zeugenaussage gesucht. Die Carabinieri der Piazza Verdi leiten die Ermittlungen.


