
NASA veröffentlicht Orbiter-Bilder des Mondkraters, der durch den Einschlag einer SpaceX Falcon 9 entstanden ist
Die NASA hat vom Lunar Reconnaissance Orbiter aufgenommene Fotos veröffentlicht, die einen 18 Meter breiten Krater zeigen, der entstand, als eine SpaceX Falcon 9-Boosterstufe am 5. August 2026 mit dem Mond kollidierte.
Bilder aus der Mondumlaufbahn
Die NASA veröffentlichte am Dienstag, dem 18. August 2026, neue Orbitalfotos, die einen frischen Einschlagskrater dokumentieren, der durch eine SpaceX-Raketenkomponente auf dem Mond entstanden ist. Die Bilder wurden zwischen dem 11. und 12. August vom Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) aufgenommen, einem amerikanischen Roboter-Raumschiff, das seit 2009 in Betrieb ist. Der Orbiter umkreist den Mond alle zwei Stunden von Pol zu Pol, während sich der Mondkörper langsam unter seinem Flugweg dreht. Die Fotos dokumentieren die Folgen eines Einschlags, der sich am 5. August 2026 ereignete, als eine ausgediente Raketenstufe auf der Oberfläche aufschlug. Die südkoreanische Raumfahrtbehörde hatte zuvor am 6. August vorläufige Bilder desselben Einschlagsgebiets aufgenommen und veröffentlicht.
Physikalische Eigenschaften des Einschlagskraters
Wissenschaftler der Behörde bestimmten die Struktur des Kraters, indem sie die Länge des Schattens maßen, der über die Vertiefung geworfen wurde. Die daraus resultierenden Messungen zeigen, dass der Krater einen Durchmesser von 18 Metern hat und weniger als 3 Meter tief ist. Hochauflösende Fotos, die aus mehreren Blickwinkeln aufgenommen wurden, zeigen kontrastierende helle und dunkle Streifen, die radial über das umliegende Gelände ausstrahlen. Laut NASA bestehen die dunkleren Streifen aus Oberflächenstaub und Gestein, die über längere Zeiträume durch Sonnenstrahlung und Weltraumverwitterung verändert wurden, bevor sie aus etwa 45 Zentimetern Tiefe unter der Oberfläche herausgeschleudert wurden. Im Gegensatz dazu bestehen die helleren radialen Bänder entlang des Kraters aus unverwittertem Material, das bei dem heftigen Einschlag aus tieferen unterirdischen Schichten herausgeholt wurde.
Die dunkleren Strahlen bestehen aus Oberflächenstaub und Gestein, die im Laufe der Zeit durch Sonnenwind, galaktische kosmische Strahlung und Mikrometeoriteneinschläge verändert wurden.
Missionshintergrund und Raketenflugbahn
Die Raketenstufe, die den Krater verursachte, gehörte zu einer Falcon-9-Rakete, die am 15. Januar 2025 startete. Dieser Start brachte den Mondlander Blue Ghost 1 von Firefly Aerospace ins All, eine kommerzielle Mission, die später eine sanfte Landung auf dem Mondgelände erreichte. Nachdem sie sich getrennt und den Roboterlander auf sein Ziel geschickt hatte, blieb die ausgediente Oberstufe auf einer Umlaufbahn im zislunaren Raum. Die Boosterstufe reiste mehr als achtzehn Monate durch den Weltraum, bevor ihre Flugbahn sie im August 2026 in eine direkte Kollision mit der Mondoberfläche führte.
- Der Lunar Reconnaissance Orbiter nimmt seinen Betriebsdienst in der Mondumlaufbahn auf.
- SpaceX startet die Falcon 9 mit dem Blue-Ghost-1-Lander von Firefly Aerospace.
- Die ausgediente Falcon-9-Oberstufe kollidiert mit der Mondoberfläche.
- Die südkoreanische Raumfahrtbehörde veröffentlicht vorläufige Bilder der Einschlagstelle.
- Der Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA nimmt hochauflösende Fotos des Kraters auf.
- Die NASA veröffentlicht Fotos und geologische Analysen der Kraterstelle.
Betriebliche Manöver und Zeitgenauigkeit
Die Aufnahme der Bilder erforderte eine heikle Planung und Manöver durch die Bodenteams, die den Lunar Reconnaissance Orbiter steuern. Das Raumfahrzeug musste sechs Tage nach dem Absturz warten, bis sich der Mond ausreichend gedreht hatte, um die Einschlagskoordinaten in den Sichtbereich der optischen Sensoren zu bringen. Als der Orbiter etwa 100 Kilometer über dem Mondgelände flog, kippten die Kontrolleure das Raumfahrzeug, um seine Hauptkamera direkt auf die Einschlagstelle auszurichten. Die Bildsequenz erforderte eine präzise zeitliche Ausführung während des Orbitaldurchgangs, da selbst eine geringfügige Abweichung den Krater aus dem Bildfeld verschoben hätte.
Hätte das Raumfahrzeug das Foto nur 10 Sekunden früher oder später aufgenommen, hätte sich das Ziel um etwa 16 Kilometer relativ zur Bildmitte verschoben.


