Diplomatie · Frankfurt am Main
Pahlavi nimmt in Frankfurt den Freiheitspreis entgegen – Tausende Anhänger demonstrieren
Der im Exil lebende Sohn des 1979 gestürzten Schahs nahm in der Paulskirche den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung für das iranische Volk entgegen. Die Polizei zählte am Mittag stadtweit rund 5.000 Demonstranten, die meisten davon seine Anhänger.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, newsORF.at, Süddeutsche Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Reza Pahlavi erhielt am Samstag, 7. November 2026, in der Paulskirche den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung stellvertretend für das iranische Volk und erklärte, er werde ihn eines Tages in Teheran an das Volk weitergeben.
Die Polizei schätzte am Mittag stadtweit rund 5.000 Demonstranten in Frankfurt, davon etwa 3.000 auf dem Römerberg und rund um die Paulskirche.
Nach Angaben der Stadt hatten sich 30.000 Menschen für eine große Kundgebung im Ostpark angemeldet, die am Nachmittag beginnen sollte.
Die Polizei nahm im Bereich der Kundgebungen einen Mann fest, nachdem ein Hinweis auf einen Livestream eingegangen war, in dem er mutmaßlich Straftaten angekündigt hatte.
Feierstunde in der Paulskirche
Reza Pahlavi nahm am Samstag, 7. November 2026, in Frankfurt am Main den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung entgegen. Die Stiftung, die der FDP nahesteht, zeichnete damit das iranische Volk für seinen Freiheitswillen aus, und Pahlavi nahm den Preis als dessen Vertreter entgegen. Die Zeremonie fand in der Paulskirche statt, einem Ort, der die deutsche Demokratie symbolisiert. Pahlavi ist der Sohn des 1979 gestürzten Schahs und lebt im Exil in den Vereinigten Staaten, wo er sich als Übergangsregierungschef angeboten hat, sollte die Regierung in Teheran fallen.
Was Pahlavi sagte
Pahlavi kündigte an, er werde den Preis eines Tages an das iranische Volk weitergeben – allerdings in dessen Hauptstadt Teheran und nicht auf ausländischem Boden. Seine eigene Rolle beschrieb er als die eines Brückenbauers. Er machte deutlich, dass er das derzeitige System ablehnt.
„Die Islamische Republik ist nicht die legitime Regierung Irans.“
Das Publikum, überwiegend iranischer Herkunft, übertönte die Zeremonie immer wieder mit Sprechchören wie „Lang lebe der Schah, lang lebe Iran!“
Kritik und Unterstützung
Marie-Agnes Strack-Zimmermann, FDP-Abgeordnete im Europäischen Parlament, betonte, Pahlavi habe stets gesagt, das iranische Volk entscheide selbst über seine Zukunft. In Berichten wurde darauf hingewiesen, dass nicht alle die Auszeichnung für den Sohn des Schahs befürworten. Strack-Zimmermann reagierte mit einer Bemerkung, die beim Publikum eine Reaktion auslöste.
„Dann weiß man immer, dass man auf dem richtigen Weg ist.“
Pahlavi hat dennoch viele Unterstützer. Viele Beobachter sehen ihn wegen der Monarchie kritisch, die sein Vater vor 1979 autokratisch führte.
Demonstrationen und Polizeieinsatz
Die Polizei gab am Mittag stadtweit rund 5.000 Demonstranten an, davon etwa 3.000 auf dem Römerberg und rund um die Paulskirche. Eine große Kundgebung im Ostpark sollte am Nachmittag beginnen, nach Angaben der Stadt hatten sich 30.000 Menschen dafür angemeldet. Die Polizei setzte ein großes Aufgebot an Einsatzkräften in der Stadt ein. Im Bereich der Kundgebungen nahmen die Beamten einen Mann fest, nachdem ein Hinweis auf einen Livestream eingegangen war, in dem er mutmaßlich Straftaten angekündigt hatte.
Einige Anhänger sollen die Nacht auf dem Römer verbracht haben, andere reisten aus Zypern und Griechenland an. Die genannten Zahlen sind Polizei- und Stadtangaben vom Mittag und beschreiben nicht die endgültige Teilnehmerzahl.
- Polizeizählung, stadtweit, mittags
- 5000 Personen
- Polizeizählung, Römerberg und Paulskirche, mittags
- 3000 Personen
- Anmeldungen für Kundgebung im Ostpark, Angabe der Stadt
- 30000 Personen
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- HandelsblattFreiheitspreis: Schah-Sohn erhält Preis für Irans Volk - Demonstrationen
- newsORF.atFreiheitspreis an Schah-Sohn in D: Demonstrationen
- Süddeutsche ZeitungSchah-Sohn erhält Preis für Irans Volk - Demonstrationen
- N-tvSchah-Sohn in Frankfurt: Pahlavi-Fans demonstrieren "mit einer unfassbaren Energie"
- Reza Pahlavi
- Iranischer Oppositionspolitiker und Sohn des 1979 gestürzten Schahs, der in Frankfurt den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung entgegennahm
- Marie-Agnes Strack-Zimmermann
- FDP-Abgeordnete im Europäischen Parlament, die sich zu Pahlavi und der Auszeichnung äußerte
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen