Diplomatie · Danzig
Polnisch-ukrainischer diplomatischer Graben vertieft sich – Selenskyj sagt Teilnahme am Wiederaufbaugipfel in Danzig ab
Der ukrainische Präsident wird nicht an der dieswöchigen Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Danzig teilnehmen, nach einem erbitterten Streit mit Polen über eine nach nationalistischen Kämpfern aus dem Zweiten Weltkrieg benannte Militäreinheit.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von TVN24, wnp.pl, FAKT24.pl und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Präsident Selenskyj gab einer Militäreinheit den Namen von UPA-Helden, einer nationalistischen Gruppe aus dem Zweiten Weltkrieg, die für die Tötung von Zehntausenden Polen verantwortlich gemacht wird.
Als Reaktion entzog Präsident Nawrocki Selenskyj den Orden des Weißen Adlers; Selenskyj gab ihn symbolisch zurück und kritisierte die Geste.
Selenskyj sagt, er habe ein Treffen mit Nawrocki vorgeschlagen; die polnische Seite behauptet, die Ukraine habe sich von ernsthaften Gesprächen zurückgezogen.
Statt Selenskyj führt Premierministerin Swyrydenko die ukrainische Delegation bei der hochrangigen Wiederaufbaukonferenz in dieser Woche an.
Kommissionspräsidentin von der Leyen wird die Veranstaltung eröffnen; Brüssel bot Vermittlung an und betonte, dass der Streit nur Russland nütze.
- 22.06.Selenskyj sagt, er habe Treffen vorgeschlagen; Polen sagt, Ukraine habe sich zurückgezogen
- 23.06.Selenskyj bestätigt Nichtteilnahme; Premierministerin Swyrydenko führt Delegation an
- 25.06.URC 2026 beginnt in Danzig
Ursprünge der Krise
Am 27. Mai benannte Präsident Selenskyj eine ukrainische Militäreinheit nach den „Helden der UPA“ (Ukrainische Aufständische Armee), einer nationalistischen Formation, die Polen für das Massaker an Zehntausenden Polen während des Zweiten Weltkriegs verantwortlich macht. Die Entscheidung wurde in Polen verurteilt. Am 19. Juni gab Präsident Karol Nawrocki bekannt, dass er beschlossen habe, Selenskyjs Orden des Weißen Adlers, Polens höchste staatliche Auszeichnung, zu entziehen. Am nächsten Tag gab Selenskyj den Orden zurück und schrieb, wenn Nawrocki glaube, dass das Symbol bei Katharina II. oder Benito Mussolini bleiben könne, werde die Ukraine nicht darüber diskutieren.
„Wenn Nawrocki glaubt, dass dieses besondere Symbol bei Katharina II., Benito Mussolini und Gerhard Schröder bleiben kann, werden wir in der Ukraine nicht darüber diskutieren.“
Gescheiterte diplomatische Versuche
In einem Interview am Sonntag sagte Selenskyj, er habe ein Treffen mit Präsident Nawrocki und eine gemeinsame Pressekonferenz vorgeschlagen. Er behauptete, sein Stabschef und sein Stellvertreter seien nach Polen gereist und hätten mit der Präsidentschaftskanzlei, dem Team des Premierministers und dem Marschall des Sejm gesprochen, seien aber mit der Überzeugung zurückgekehrt, dass die polnische Seite die Auszeichnung dennoch entziehen würde. Marcin Przydacz, Leiter des Büros für Internationale Politik der polnischen Präsidentschaft, bestätigte am Montag, dass Gespräche stattgefunden hätten, sagte aber, die ukrainische Seite habe sich zurückgezogen und kein Interesse an einer echten Diskussion gezeigt.
Konferenz findet ohne Selenskyj statt
Am Dienstag gab die ukrainische Premierministerin Julia Swyrydenko bekannt, dass sie die Delegation bei der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz (URC 2026) in Danzig am 25. und 26. Juni leiten werde. Sie erklärte, das Team wolle konkrete Vereinbarungen zur Stärkung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeiten und zum Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit erreichen. Die Konferenz, die erste in Polen, wird von der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, eröffnet. Ein Kommissionssprecher bezeichnete die Veranstaltung als wichtiges Signal der Unterstützung für die Ukraine und rief zur Einheit auf, wobei er betonte, dass der Einzige, der über die derzeitige Situation erfreut sei, Wladimir Putin sei.
„Alles beginnt mit Präsident Selenskyjs falscher Entscheidung.“
Reaktionen polnischer Amtsträger
Vizepremierminister Władysław Kosiniak-Kamysz sagte, die Krise habe mit Selenskyjs „falscher Entscheidung“ begonnen, und ohne sie würden die Beziehungen auf Freundschaft und Zusammenarbeit aufgebaut. Er betonte, dass die historische Wahrheit und das Gedenken an den Völkermord in Wolhynien unerlässlich seien. Kosiniak-Kamysz äußerte die Hoffnung, dass die beiden Seiten nach Abklingen der Emotionen einen gemeinsamen Weg finden würden, und fügte hinzu: „Ich glaube, dass nach der Nacht der Tag kommt und nach dem Sturm die Ruhe.“ Er betonte auch, dass Polen dafür sorgen werde, dass die Konferenz wirtschaftliche und sicherheitspolitische Vorteile bringe.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- TVN24Odwołane spotkanie Karola Nawrockiego z Wołodymyrem Zełenskim. Co wiemy
- wnp.plUE: KE: Ursula von der Leyen nadal wybiera się do Gdańska na konferencję o odbudowie Ukrainy
- FAKT24.plKonferencja Odbudowy Ukrainy w Gdańsku. Jest wiadomość w sprawie Zełenskiego
- wnp.plKosiniak-Kamysz: Zełenski powinien być na konferencji w Gdańsku, bo jest współorganizatorem i współzapraszającym
- Karol Nawrocki
- Präsident Polens; entzog Selenskyj den Orden des Weißen Adlers
- Wołodymyr Zełenski
- Präsident der Ukraine; benannte Militäreinheit nach UPA-Helden
- Julia Swyrydenko
- Premierministerin der Ukraine; wird die ukrainische Delegation bei der URC 2026 leiten
- Władysław Kosiniak-Kamysz
- Vizepremierminister und Verteidigungsminister Polens
- Ursula von der Leyen
- Präsidentin der Europäischen Kommission; wird die URC 2026 eröffnen
- Marcin Przydacz
- Leiter des Büros für Internationale Politik der polnischen Präsidentschaft
- Orte
- Danzig
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