Stromnetz · Effingham County
OpenAI verspricht Mitsprache vor Ort, volle Stromkosten und keine NDAs für Rechenzentren
OpenAI erklärte am Donnerstag, 5. November, das Unternehmen werde die vollen Kosten für seinen Stromverbrauch und die Netzausbauten tragen und Wasser- sowie Stromverbrauch für jeden Standort veröffentlichen – zwei Tage, nachdem Wähler bei den US-Zwischenwahlen Grenzen für Rechenzentren befürwortet hatten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, LesEchos.fr, PÚBLICO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Jeder künftige Campus, den OpenAI besitzt und betreibt, erhält eine eigene lokale Vereinbarung und einen jährlichen öffentlichen Bericht – so sieht es ein Pakt vor, den das Unternehmen am 5. November ankündigte.
OpenAI trägt die vollen Kosten für den selbst verbrauchten Strom und die nötigen Netzausbauten und hinterlegt finanzielle Garantien, damit Haushalte und Unternehmen nicht für Ausbauten zahlen, falls ein Projekt abgesagt wird.
OpenAI veröffentlicht Wasser- und Stromverbrauch für jeden Standort und verlangt von Amtsträgern keine Geheimhaltungsvereinbarungen mehr, mit eng begrenzten Ausnahmen für Sicherheit und Geschäftsgeheimnisse. Eine solche Vereinbarung im Effingham County in Georgia wurde im Juli annulliert.
Der Compute Campus Policy Blueprint fordert staatliche Energieversorger auf, große Stromkunden zur Übernahme der von ihnen verursachten Netzkosten zu verpflichten und bei hoher Nachfrage die Stromzufuhr drosseln zu dürfen, verbunden mit öffentlicher Berichterstattung über Wasser, Energie, Lärm und offene Stellen.
- JuliOpenAI annulliert eine Geheimhaltungsvereinbarung mit einem Amtsträger im Effingham County in Georgia
- 3.11.Zwischenwahlen; die Wähler unterstützen Volksabstimmungen, die den Bau von KI-Rechenzentren begrenzen sollen
- 5.11.OpenAI veröffentlicht seinen National Community Compact und den Compute Campus Policy Blueprint
Was OpenAI angekündigt hat
Am Donnerstag, 5. November, stellte OpenAI ein Paket von Zusagen vor – zwei Tage, nachdem die Wähler bei den Zwischenwahlen am Dienstag, 3. November, in breitem Maß Volksabstimmungen unterstützt hatten, die den KI-Bauboom begrenzen sollen. Das Unternehmen bezeichnet seine Rechenzentren inzwischen als „Compute Campus“. In einem Dokument, das es „National Community Compact“ nennt, soll jeder künftige Campus, den OpenAI besitzt und betreibt, eine eigene lokale Vereinbarung und einen jährlichen öffentlichen Bericht erhalten. Zudem veröffentlichte OpenAI einen „Compute Campus Policy Blueprint“, der sich an lokale, bundesstaatliche und föderale Amtsträger richtet.
Strom, Wasser und Kostenschutz
OpenAI erklärte, es werde die volle Rechnung für den Strom bezahlen, den seine Standorte verbrauchen, ebenso für die Netzausbauten und -erweiterungen, die seine Energieversorger benötigen, um sie zu versorgen. Damit die Anwohner diese Kosten nicht tragen müssen, will das Unternehmen finanzielle Garantien hinterlegen, sodass Haushalte und Unternehmen nicht für Ausbauten zahlen müssen, falls ein Projekt abgesagt wird. Außerdem plant das Unternehmen für jede Gastgeberkommune einen Wasserplan und will geschlossene Kreisläufe oder wassersparende Kühlung bevorzugen, bei der das Wasser in einem abgedichteten Kreislauf zirkuliert und nicht verbraucht wird. Laut Bloomberg erklärte OpenAI, man habe monatelang an diesen Neuerungen gearbeitet und sie bereits vor dem Ergebnis der Zwischenwahlen geplant.
Transparenz und der politische Blueprint
OpenAI will den Wasser- und Stromverbrauch für jeden Standort veröffentlichen, ebenso Baupläne und unabhängige Studien zu Verkehr, Lärm und Beleuchtung. Diese Unterlagen sollen vor Betriebsbeginn und danach jährlich vorgelegt werden. Das Unternehmen will außerdem nicht länger verlangen, dass Amtsträger Geheimhaltungsvereinbarungen unterzeichnen, behält jedoch Ausnahmen für legitime Sicherheitsinformationen, Geschäftsgeheimnisse und kommerziell sensible Materialien bei. Eine solche Vereinbarung im Effingham County in Georgia sei im Juli annulliert worden, hieß es. Chris Lehane, OpenAIs Chef für globale Angelegenheiten, sagte laut Reuters vor Reportern, die Standorte brächten langfristige Arbeitsplätze, da installierte Geräte alle drei bis fünf Jahre ersetzt werden müssten. Der Blueprint fordert die staatlichen Energieversorger auf, große Stromkunden dazu zu verpflichten, die von ihnen verursachten Netzkosten zu tragen, und andere Kunden zu schützen, falls ein Projekt scheitert. Zudem sollen die Versorger die Stromzufuhr zu Rechenzentren bei Nachfragespitzen drosseln dürfen; außerdem fordert er von Entwicklern öffentliche Berichte über Wasser, Energie und Lärm sowie über zu erwartende offene Stellen.
Politischer Hintergrund
Die Ankündigung folgte auf Zugewinne der Demokraten bei den Zwischenwahlen. Engadget berichtete, mehrere ausgesprochene Kritiker der KI-Expansion hätten Sitze gewonnen und befürworteten bundesweite Regeln für Rechenzentrumsaktivitäten. Laut Data Centers on the Ballot unterstützten die Wähler 39 Maßnahmen, die Rechenzentren in irgendeiner Form einschränken. Publico berichtete, viele deuteten die Zugewinne der Demokraten als Ablehnung der Branchenpläne, Rechenzentren im ganzen Land zu bauen, und Les Echos beschrieb eine Gegenreaktion in Teilen der amerikanischen Bevölkerung. Le Monde berichtete, Elon Musk, der in Texas lebende Chef von SpaceX, habe in der Nacht vom 3. auf den 4. November scherzhaft gesagt, Rechenzentren im Weltraum sähen im Moment attraktiv aus – nach dem Sieg der Demokraten. OpenAIs Zusagen richten sich an Amtsträger auf allen Regierungsebenen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The New York TimesOpenAI verspricht Einheimischen mehr Mitspracherecht bei RechenzentrumsprojektenOpenAI Pledges to Give Locals More Say in Data Center Projects · Original auf Englisch
- LesEchos.frOpenAI verspricht nach den Midterms guten Willen bei seinen RechenzentrumsprojektenOpenAI promet de montrer patte blanche pour ses projets de data centers après les midterms · Original auf Französisch
- PÚBLICOOpenAI versucht nach der Niederlage bei den US-Midterms die Meinung der Wähler zu Rechenzentren zu ändernOpenAI tenta mudar opinião dos eleitores sobre centros de dados após derrota na intercalares norte-americanas · Original auf Portugiesisch
- engadgetOpenAI sagt, es werde lokale Ressourcen schützen und über die Auswirkungen seiner Rechenzentren berichtenOpenAI says it will protect local resources and report on the impact of its data centers · Original auf Englisch
- Chris Lehane
- OpenAIs Chef für globale Angelegenheiten, der vor Reportern sagte, die Rechenzentren brächten langfristige Arbeitsplätze
- Elon Musk
- SpaceX-Chef mit Wohnsitz in Texas, der nach den Zugewinnen der Demokraten bei den Zwischenwahlen scherzte, Rechenzentren im Weltraum seien derzeit attraktiv
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