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Klima·vor 3 Std.

Obduktion des Buckelwals Timmy auf dänischer Insel ergibt keine eindeutige Todesursache, bestätigt, dass das Tier weiblich war

Ein Expertenteam verbrachte mehr als sechs Stunden damit, den berühmten Buckelwal am Strand von Anholt, Dänemark, zu sezieren. Die Untersuchung bestätigte, dass das Tier weiblich war, konnte jedoch nicht feststellen, warum es starb.

Das Obduktionsverfahren

Am Donnerstagnachmittag begann ein Team von Experten in Schutzanzügen die Obduktion des als Timmy bekannten Buckelwals am Strand der dänischen Insel Anholt. Der gelblich-braune Kadaver wurde zunächst untersucht und vermessen. Anschließend wurde er mit einem langen Messer aufgeschnitten, um Luft aus dem stark aufgeblähten Körper zu lassen. In den folgenden Stunden wurde der Wal geöffnet und Stück für Stück seziert, wobei Organe und Eingeweide um das Tier herum ausgelegt wurden. Ein Bagger hob nach und nach Teile des Kadavers in vorbereitete Behälter. Am späten Abend waren nur noch Knochen und Hautstücke übrig.

Wir haben Gewebeproben entnommen, die nun analysiert werden.

Erkenntnisse zu Geschlecht und Trächtigkeit

Ein eindeutiger Befund kam zutage: Timmy, der bei seiner ersten Sichtung vor der deutschen Ostseeküste zunächst für ein junges Männchen gehalten wurde, ist weiblich. Während der Untersuchung wurde eine Gebärmutter entdeckt. Der Wal war in den letzten Monaten nicht trächtig, so das Team.

Todesursache bleibt unklar

Während der Untersuchung konnte keine eindeutige Todesursache festgestellt werden. Die dänische Biologin Charlotte Bie Thøstesen, die bei der Obduktion anwesend war, sagte Reportern, dies sei nicht ungewöhnlich, da es oft sehr schwierig sei, bei Kadavern in diesem Zustand eine Todesursache zu ermitteln. Es war keine Verletzung sichtbar, obwohl die fortgeschrittene Verwesung des seit Wochen toten Tieres möglicherweise Anzeichen überdeckt hat. Parasiten wurden gefunden, waren aber nicht todesursächlich. Eine Untersuchung von Maul und Magen ergab keine Netze oder andere Fremdkörper.

Es ist oft sehr schwierig, bei Kadavern wie diesem eine eindeutige Todesursache festzustellen.

Gewebeproben und nächste Schritte

Das Team entnahm Proben von Nieren, Leber und anderen Geweben. Ergebnisse der Laboranalyse werden erst in mehreren Monaten erwartet. Die Behälter mit den Überresten sollen Anfang der folgenden Woche abtransportiert werden, da die begrenzten Öffnungszeiten der zuständigen Entsorgungsunternehmen eine Abholung am Wochenende unpraktisch machen, so Morten Abildstrøm von der dänischen Naturschutzbehörde. Die Experten selbst sollten die Insel am Freitagmorgen verlassen.

Die Vorgeschichte

Timmy wurde erstmals Anfang März in der Ostsee gesichtet und strandete mehrfach entlang der deutschen Ostseeküste, beginnend am Timmendorfer Strand, der dem Wal seinen Namen gab. Eine private Initiative transportierte das geschwächte Tier entgegen dem Rat von Experten auf einem Lastkahn in Richtung Nordsee und setzte es frei. Der Rettungsversuch schien zunächst erfolgreich, aber später wurde ein toter Wal vor Anholt angespült und als Timmy identifiziert. Der Kadaver hatte vor der Obduktion mehr als zwei Wochen im Wasser getrieben.

Anholt · Timmendorfer Strand

8 Quellen

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