
Oasis-Dokumentation Don't Look Back in Anger feiert Premiere in London mit der Familie Gallagher
Der abendfüllende Film Don't Look Back in Anger dokumentiert die Live-'25-Tournee nach der 15-jährigen Trennung der Band. Liam und Noel Gallagher erschienen bei der Vorführung am Leicester Square zusammen mit sechs ihrer Kinder.
Londoner Premiere und Familienzusammenkunft
Der Dokumentarfilm Oasis: Don't Look Back in Anger feierte am Montag, dem 7. September 2026, im Cineworld-Kino am Londoner Leicester Square seine Großbritannien-Premiere, nachdem er bereits bei den Filmfestspielen von Venedig uraufgeführt worden war. Die Radiomoderatorin Edith Bowman führte durch den Abend und stellte den Autor Steven Knight sowie die Regisseure Will Lovelace und Dylan Southern vor, bevor Liam und Noel Gallagher die Bühne betraten. Auf dem Roten Teppich waren unter anderem die Musiker David Gilmour, Johnny Marr, Bobby Gillespie und Dan Smith sowie die Schauspielerin Sienna Miller und der Fußballer Jack Grealish zu sehen. Die Veranstaltung war auch ein öffentliches Treffen der Familie Gallagher: Der 59-jährige Noel und der 53-jährige Liam erschienen zusammen mit sechs ihrer Kinder. Noel wurde von seiner Tochter Anaïs (26) und den Söhnen Donovan (18) und Sonny (15) begleitet, Liam von seiner Tochter Molly (28) und den Söhnen Lennon (26) und Gene (25). Knight warnte die Anwesenden vor der Vorführung vor dem Ton des Films.
Die Warnung ist... es ist sehr emotional
Proben und Studio-Dynamik
Der Film zeigt die sechs Wochen der Vorbereitung auf die 41 Konzerte umfassende Live-'25-Tour und gewährt Einblick in den ersten gemeinsamen Proberaum der Brüder seit 15 Jahren. Noel Gallagher leitete zunächst die Begleitband und arbeitete die Songarrangements gemeinsam mit Bassist Andy Bell, den Gitarristen Gem Archer und Paul „Bonehead“ Arthurs sowie Schlagzeuger Joey Waronker durch. Liam Gallagher stieß nach mehreren Wochen getrennter Vorbereitung zu den Sessions, betrat das Studio, hinterfragte Waronkers Schlagzeug-Abschirmungen und trat direkt ans Mikrofon. Die Gruppe probte Columbia als ersten kompletten Song, bevor sie einen zweistündigen Durchlauf ihrer geplanten Setlist absolvierte. Die Filmemacher stellten fest, dass Liam direkt nach dem Durchlauf ging und Noel sowie die Crew den abrupten Wiederbeginn ihrer gemeinsamen Routine verarbeiten mussten.
Von Cardiff in globale Stadien
Die Wiedervereinigungstour startete am 4. Juli 2025 im Principality Stadium in Cardiff, Wales, bevor sie in Stadien in Manchester, London, Dublins Croke Park, Seoul und São Paulo führte. Lovelace und Southern richteten die Kameras während des Eröffnungsabends auf die Reaktionen des Publikums und hielten emotionale Momente langjähriger Fans fest, als die Band gemeinsam die Bühne betrat. Noel Gallagher gab während der Dreharbeiten zu, dass die Intensität der Publikumsreaktion seine Erwartungen übertraf und ihn bei den ersten Terminen zu Tränen rührte. Die Sicherheitskoordinatoren in Cardiff verglichen die Stadionatmosphäre mit einem Sportereignis, bei dem beide Seiten gemeinsam feierten. Southern sprach gegenüber BBC Radio Wales über die Szene in Wales.
Man sah erwachsene Männer, die wahrscheinlich selten ihre Gefühle zeigen, wie sie weinten und sich umarmten.
- Oasis zerbricht hinter der Bühne beim Rock-en-Seine-Festival in Paris.
- Die 41 Konzerte umfassende Live-'25-Tour beginnt im Principality Stadium in Cardiff.
- Don't Look Back in Anger feiert Premiere im Cineworld Leicester Square in London.
Die fünfzehnjährige Kluft dokumentieren
Die Dokumentation stellt Aufnahmen der 2025er Konzerte Archivmaterial der Bandauflösung vom 28. August 2009 beim Rock-en-Seine-Festival bei Paris gegenüber. Nach einer Auseinandersetzung backstage in Frankreich veröffentlichte Noel Gallagher eine Online-Erklärung, in der er seinen sofortigen Ausstieg aus der Band nach 18 gemeinsamen Jahren bestätigte. Der Film lässt die lange Phase der Entfremdung hinter sich und konzentriert sich auf die Interaktionen der Brüder auf der Bühne, die häufig zeigen, wie Liam Noels Arm vor vollen Arenen hochhält. Editor George Cragg schnitt Archivclips aus den 1990er Jahren gegen moderne Stadionsequenzen aus Europa, Asien, Lateinamerika und Australien. Die Gallagher-Brüder merkten im Film an, dass ihre jeweiligen Kinder während der Welttournee Zeit miteinander verbracht hätten.


