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Novaya Gazeta schließt Moskauer Büros und schaltet am 9. November die Server ab

Die Moskauer Zeitung will am 9. November ihre Büros schließen und ihre Server abschalten – nach einer Räumungsanordnung und Jahren staatlichen Drucks. UN-Menschenrechtschef Volker Türk nannte die Schließung einen neuen Schlag gegen unabhängige Medien in Russland.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ΣΚΑΪ, in.gr, Ειδήσεις und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Moskau · Russland
Wie es dazu kam
  1. Oktober 2026Sergei Sakalov zur Vernehmung vorgeladen, seine Wohnung durchsucht
  2. 30.10.Schließung angekündigt, Räumungsanordnung und Spenden deaktiviert
  3. 9.11.Geplantes Datum für die Schließung der Büros und das Abschalten der Server

Die Ankündigung der Schließung

Novaya Gazeta teilte am Freitag, dem 30. Oktober 2026, mit, dass sie ihren Betrieb einstellen wird. Die Redaktion kündigte an, am 9. November ihre Büros im Zentrum Moskaus zu schließen, die Server abzuschalten und das Gebäude zu verlassen, das sie drei Jahrzehnte lang genutzt hat. Es liegt eine Räumungsanordnung vor, und das System, über das Leserspenden gesammelt wurden, ist deaktiviert. Die Zeitung machte die russischen Behörden und die Sicherheitsdienste dafür verantwortlich, dass ihr Team die Arbeit einstellen muss.

In einem auf YouTube veröffentlichten Video verlas Direktor Sergei Sakalov (in einem Bericht von Skai wird der Name als Sokolov wiedergegeben) die Botschaft selbst.

„Am 9. November schalten wir das Licht aus in dem Haus, in dem wir 30 Jahre lang gelebt haben, schließen unsere Server und gehen. Die Zeitung existiert nicht mehr.“

Sergei Sakalov

Hintergrund und sechs Todesfälle

Gegründet 1993 mit Geld aus dem Friedensnobelpreis, den Mikhail Gorbachev erhalten hatte, wurde die Zeitung durch Recherchen zu Korruption, politischer Macht und Menschenrechtsverletzungen bekannt. Sechs Journalisten und Mitarbeiter wurden wegen ihrer Arbeit getötet. Unter ihnen war Anna Politkovskaya, die Kriegsverbrechen in Tschetschenien dokumentierte und 2006 in Moskau erschossen wurde. Dmitry Muratov, Mitgründer und früherer Chefredakteur, erhielt 2021 den Friedensnobelpreis und widmete ihn den sechs getöteten Kollegen. Bereits Anfang 2026 hatte das russische Justizministerium die Zeitung als „ausländischen Agenten“ eingestuft.

Druck seit dem Einmarsch 2022

Nach dem umfassenden Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 nahm der Druck auf unabhängige Medien zu. Die russischen Behörden verabschiedeten strengere Zensurgesetze, für bestimmte Berichte sind mehrjährige Haftstrafen vorgesehen. Die Zeitung, die sich offen gegen den Krieg gestellt hatte, verlor 2022 ihre Lizenz und stellte ihre Printausgabe ein, veröffentlichte aber weiterhin online aus ihrem Moskauer Büro. Muratov bezeichnete die Schließung gegenüber AFP als Teil einer „gigantischen Militärkampagne“ des Kremls und sagte, die Zeitung sei ein Element, das die Behörden zerstören mussten.

„Wir sind nicht gestorben, sie haben uns getötet, zusammen mit der Verfassung.“

Dmitry Muratov

Muratov fügte hinzu, es bleibe nur noch, über Artikel 29 der Verfassung zu lachen, der besagt, dass Zensur verboten ist.

Strafverfahren gegen Mitarbeiter

Im April 2026 durchsuchten die russischen Behörden die Räume der Zeitung, nachdem ein Strafverfahren gegen den Journalisten Oleg Roldugin eröffnet worden war. Er wurde festgenommen und vernommen, er steht unter Hausarrest und wartet auf seinen Prozess. Einem Bericht zufolge wird ihm illegaler Zugriff auf computergespeicherte Informationen vorgeworfen. Mitte Oktober wurde Sergei Sakalov im selben Fall zur Vernehmung vorgeladen, und seine Wohnung wurde durchsucht.

Reaktionen und wie es weitergeht

Das Norwegische Nobelkomitee verurteilte die erzwungene Einstellung der Zeitung. UN-Hochkommissar für Menschenrechte Volker Türk erklärte in einer Stellungnahme, die Schließung sei ein weiterer Schlag gegen unabhängige Medien, und forderte die russischen Behörden auf, Maßnahmen zu beenden, die die Berichterstattung über ernste Fragen von öffentlichem Interesse verhindern.

„Es ist ein neuer harter, verheerender Schlag gegen die unabhängigen Medien, die in der Russischen Föderation noch existieren.“

Volker Türk, UN-Hochkommissar für Menschenrechte

Die Redaktion schrieb, mehr als 30 Jahre Arbeit endeten damit, dass ihre Journalisten auf der Straße stünden, ohne Lebensgrundlage und unter ständiger Drohung der Repression. Die Schließung ist für den 9. November 2026 angesetzt.

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