Konflikte · Tula, Oleschky und Oslo

Norwegens und Finnlands Regierungschefs rufen Putin an, während die Ukraine ein russisches Chemiewerk angreift

Norwegens Ministerpräsident und Finnlands Präsident führten am 27. Oktober ein 90-minütiges Telefonat mit Wladimir Putin – ein Bruch mit einer lange gepflegten Gewohnheit Westeuropas. Am 28. Oktober griff die Ukraine ein Chemiewerk in der Region Tula an, während in Oleschky ein Waffenstillstand in seinen zweiten Tag ging.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RTP, Diário de Notícias und Notícias ao Minuto. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Tula, Oleschky, Oslo · Russland, Ukraine, Norwegen
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Norwegens und Finnlands Regierungschefs führen ein 90-minütiges Telefonat mit Putin
  2. 28.10.Die Ukraine greift ein Chemiewerk in der Region Tula an; der Waffenstillstand in Oleschky geht in seinen zweiten Tag

Ein Anruf, der eine lange gepflegte Gewohnheit brach

Am 27. Oktober 2026 sprachen Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und Finnlands Präsident Alexander Stubb 90 Minuten lang am Telefon mit Wladimir Putin. Westeuropäische Regierungschefs hatten direkten Kontakt mit dem Kreml lange vermieden, die Unterhaltung wich von dieser Praxis ab. Støre sagte gegenüber dem norwegischen öffentlich-rechtlichen Sender NRK, Ziel sei gewesen, sicherzustellen, dass Putin die europäischen Ansichten dazu höre, wie verhindert werden könne, dass sich ein Krieg über Monate hinzieht und Menschen sterben. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen gehörte zu den Verbündeten, die den Anruf kritisierten. Støre sagte, er erwarte nicht, dass Putin seine Meinung ändere, aber Putin habe Europas Position sehr klar vernommen. Er befürchte zudem, dass einige dieser Botschaften Putin nicht erreichten, wenn die Amerikaner mit ihm sprächen.

Putins Bedingungen und die Territoriumsfrage

Die Regierungschefs sprachen auch mit ihren russischen und ukrainischen Amtskollegen, nach den jüngsten Gesprächen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und amerikanischen Gesandten in Oslo, wie die vier Hauptstädte mitteilten. Putin begrüßte die Wiederaufnahme der Verhandlungen, die seit Februar wegen des Kriegs im Iran ins Stocken geraten waren. In dem Telefonat mit den finnischen und norwegischen Regierungschefs, über das am 28. Oktober berichtet wurde, sagte er, er werde Selenskyj nur in einem Drittland treffen, um ein Friedensabkommen zu unterzeichnen. Støre sagte, Russland kontrolliere fast 20 Prozent des ukrainischen Territoriums und die Ukraine werde niemals ein Abkommen unterzeichnen, das diesen Verlust anerkenne. Er fügte hinzu, die aktuelle Frontlinie als Ausgangspunkt zu behandeln, sei eine andere Frage.

Ukrainischer Angriff auf ein Chemiewerk in Tula

In der Nacht zum 28. Oktober griff die Ukraine nach Angaben lokaler Behörden und unabhängiger russischer und ukrainischer Medien ein Chemiewerk in der Region Tula an, rund 200 Kilometer südlich von Moskau. Gouverneur Dmitri Miljajew schrieb auf Telegram, die Luftabwehr wehre einen massiven Drohnenangriff ab, und herabstürzende Trümmer hätten in Nowomoskowsk die Straßeninfrastruktur, Privathäuser und eine angrenzende Industriezone beschädigt. Den Namen des Unternehmens nannte er nicht. Ein unabhängiger russischer Telegram-Kanal identifizierte das Werk als Asot, Teil der EuroChem-Gruppe und größter russischer Hersteller von Ammoniak und Düngemitteln – Produkte, die sich auch zur Herstellung von Sprengstoff eignen. Asot war bereits am 14. und 26. Juni von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Die ukrainischen Kanäle Exilenova+ und Supernova+ erklärten, auch ein Stahlwerk in Lipezk sei getroffen worden; die russischen Behörden haben dies nicht bestätigt. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe in der Nacht 531 ukrainische Starrflügeldrohnen über 13 russischen Regionen abgefangen und zerstört.

Waffenstillstand in Oleschky

In Oleschky im Süden der Ukraine hält ein seltener Waffenstillstand den zweiten Tag in Folge – in einem Krieg, der fast fünf Jahre alt ist. Vermittler für Russland und die Ukraine bestätigten getrennt voneinander, dass der Waffenstillstand weiter eingehalten wird. Ein ukrainischer Vertreter sagte, in Oleschky seien 30 Stunden ohne einen einzigen Zwischenfall vergangen. Die Pause soll humanitäre Hilfe ermöglichen und Zivilisten, die gehen wollen, die Ausreise erlauben. Eine Rückkehr in das von der Ukraine kontrollierte Gebiet ist in dieser Gegend nahezu unmöglich, weil die Brücken über den Dnipro zerstört sind.

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