Konflikte · Pjöngjang und Seoul

Nordkorea testet Streumunitionsgefechtskopf für taktische ballistische Raketen – volles Arsenal bis Jahresende geplant

Pjöngjang zufolge kann der Gefechtskopf eine Zielzone von 12 bis 13 Hektar verwüsten, und seine Einheiten sollen bis Jahresende alle vier Gefechtskopf-Typen einsetzen können. Die Ankündigung folgt auf etwa zehn Kurzstreckenraketenstarts am 29. Oktober und eine Explosion an der Grenze im September, bei der drei südkoreanische Soldaten verletzt wurden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Spiegel Online, Digi24, der Standard und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Pjöngjang, Seoul · Nordkorea, Südkorea
Wie es dazu kam
  1. 30.10.Vereinigte Staaten, Südkorea und Japan bekräftigen die Forderung nach vollständiger Denuklearisierung
  2. 31.10.Test eines Streumunitionsgefechtskopfs für taktische ballistische Raketen unter Aufsicht von General Kim Jong Sik
  3. 1.11.KCNA veröffentlicht die Testergebnisse

Ein Streumunitionsgefechtskopf für taktische Raketen

Nordkorea hat am Sonntag, 1. November, erklärt, seine Verteidigungsforschungsinstitute hätten einen Streumunitionsgefechtskopf für taktische ballistische Raketen getestet. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA datierte den Test auf Samstag, 31. Oktober und erklärte, er habe bewerten sollen, wie gut sich der Gefechtskopf für den Kampfeinsatz anpassen lässt und wie groß seine Wirkung ist. Die Agentur schrieb die Aufsicht über den Test General Kim Jong Sik zu. Laut KCNA kann ein Gefechtskopf des Standardtyps 2 bei Einsatz in höchster Dichte eine Zielzone von 12 bis 13 Hektar verwüsten. Streumunition öffnet sich im Flug und verteilt Dutzende oder Hunderte kleiner Submunition über ein weites Gebiet – genau dieser Mechanismus sollte bei dem Test bewertet werden.

Angegebenes Zielgebiet des StreumunitionsgefechtskopfsHektar
Unteres Ende der angegebenen Spanne
12 Hektar
Oberes Ende der angegebenen Spanne
13 Hektar

Daten aus dem Artikeltext

Vier Gefechtskopf-Typen und eine Frist zum Jahresende

KCNA zufolge hat die Raketenverwaltung Streumunitionsgefechtsköpfe in vier Kategorien eingeteilt, die Sonder- und Standardtypen umfassen. Ihr Generaldirektor sagte, im Laufe dieses Jahres würden Einheiten alle diese Typen je nach Operationsziel und den Eigenschaften der Ziele auswählen und einsetzen können. Die von der Agentur veröffentlichten Fotos zeigen einen Start von einem mobilen Startfahrzeug und mehrere Einschlagpunkte auf einer Insel. Kim Jong Un nahm an diesem Test nicht teil, obwohl er einen ähnlichen Streumunitionstest im April begleitet hatte.

Raketenstarts und Spannungen an der Grenze

Am Donnerstag, 29. Oktober, feuerte Nordkorea eine Gruppe von Kurzstreckenraketen in Richtung Ostmeer, wobei Berichte die Zahl mit etwa zehn bis einem Dutzend angeben. Die Starts erfolgten, während die Spannungen entlang der stark befestigten Grenze zunahmen. Im September wurden bei einer Explosion dort drei südkoreanische Soldaten verletzt. Seoul geht davon aus, dass nordkoreanische Landminen die Explosion verursacht haben, und erklärt, Pjöngjang habe die Sprengsätze auf der Südseite der Militärischen Demarkationslinie platziert; vergangene Woche schickte es einen Beschwerdebrief an den UN-Sicherheitsrat. Pjöngjang bestreitet jede Beteiligung und hat Seoul vor dem Sicherheitsrat beschuldigt, die Umstände zu verzerren, um seine Grenzbefestigungsarbeiten zu behindern.

Diplomatischer Hintergrund

Am Freitag, 30. Oktober bekräftigten die Vereinigten Staaten, Südkorea und Japan ihre Forderung, dass Nordkorea sein Atomwaffenprogramm im Rahmen einer vollständigen Denuklearisierung aufgibt. Donald Trump traf Kim Jong Un während seiner ersten Amtszeit dreimal und sagte im August, er wolle ihn in diesem Jahr erneut treffen. Die Hoffnungen auf eine Denuklearisierungsvereinbarung haben sich nicht erfüllt. Nordkorea bleibt wegen seiner Atom- und Raketenprogramme umfassenden internationalen Sanktionen unterworfen und soll über bis zu 120 Atomwaffen verfügen. Zudem sammelte es Erfahrung mit moderner Kriegsführung, indem es Truppen zur Unterstützung Russlands im Krieg in der Ukraine entsandte.

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