Konflikte · Wonsan, Pjöngjang und Seoul

Südkorea: Nordkorea feuert rund zehn ballistische Kurzstreckenraketen ins Meer

Der Abschuss erfolgte am Donnerstag, 29. Oktober, nahe Wonsan – fünf Tage nach Kim Jong Uns China-Besuch und Wochen, nachdem eine Landminenexplosion drei südkoreanische Soldaten verletzt hatte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von De Morgen, Deutsche Welle, Handelsblatt und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Wonsan, Pjöngjang, Seoul · Nordkorea, Südkorea
Wie es dazu kam
  1. 21.09.Landminenexplosion in der entmilitarisierten Zone verletzt drei südkoreanische Soldaten
  2. 3.10.Ballistische Rakete abgefeuert, von KCNA als Hyperschallrakete bezeichnet
  3. 12.10.Mehrere ballistische Kurzstreckenraketen abgefeuert
  4. 29.10.Etwa zehn ballistische Kurzstreckenraketen aus der Region Wonsan abgefeuert

Der Abschuss

Der Generalstab in Seoul meldete, dass am Donnerstag, 29. Oktober, etwa zehn ballistische Kurzstreckenraketen in Gewässer vor der Ostküste Nordkoreas abgefeuert wurden. Der Abschuss erfolgte gegen 12.30 Uhr Ortszeit (03.30 GMT) aus einem Gebiet nahe Wonsan. Zunächst machte das südkoreanische Militär keine Angaben zum Waffentyp. Japans Verteidigungsministerium erklärte unter Berufung auf Yonhap, die Raketen seien außerhalb der eigenen ausschließlichen Wirtschaftszone niedergegangen, während die japanische Küstenwache mitteilte, das Geschoss könne eine ballistische Rakete sein, die bereits ins Meer gestürzt sei. Der Abschuss erfolgte fünf Tage, nachdem Kim Jong Un über eine neu eröffnete Brücke zwischen beiden Ländern nach China gereist war.

Der Grenzstreit

Die Beziehungen zwischen beiden Koreas haben sich seit dem 21. September verschlechtert, als Landminen in der entmilitarisierten Zone drei südkoreanische Soldaten verletzten. Eine gemeinsame Untersuchung von Seoul und den Vereinten Nationen kam Anfang Oktober zu dem Schluss, dass Nordkorea die Minen mehr als ein Jahr zuvor südlich der militärischen Demarkationslinie vergraben hatte. Pjöngjang bestreitet die Verantwortung und hat für den Fall einer Provokation Vergeltung angedroht. Ende Oktober kündigte der Norden Pläne an, die Propagandasendungen entlang der Grenze wieder aufzunehmen und neue Waffensysteme in der Region zu stationieren. Kim Yo Jong, die Schwester von Machthaber Kim Jong Un, verurteilte die südkoreanische Forderung nach einer Entschuldigung und lehnte ein südkoreanisches Angebot medizinischer Ausrüstung ab. Seoul hat Gespräche zur Klärung des Grenzverlaufs und zur Vermeidung versehentlicher Zusammenstöße vorgeschlagen, doch Pjöngjang hatte nach den Berichten vom Donnerstag noch nicht geantwortet.

Raketentests in diesem Jahr

Pjöngjang hat 2026 bei mehr als zehn Gelegenheiten Raketen getestet. Eine am 3. Oktober abgefeuerte ballistische Rakete wurde von den staatlichen Medien KCNA als Hyperschallrakete bezeichnet, die unter Aufsicht von Kim Jong Un getestet worden sei. Am 12. Oktober wurden mehrere ballistische Kurzstreckenraketen abgefeuert, und ein Sprecher des Generalstabs brachte diese Abschüsse mit dem eigenen Hyperschalltest Seouls in Verbindung. Anfang Oktober verfolgte Präsident Lee Jae Myung persönlich den ersten Testabschuss einer südkoreanischen Hyperschallrakete – eine seltene öffentliche Zurschaustellung eines Waffentests durch ein südkoreanisches Staatsoberhaupt. Der Sprecher beschrieb die Abschüsse vom 12. Oktober so:

„Die Raketenabschüsse vom 12. Oktober wirkten wie eine Machtdemonstration als Reaktion auf den erfolgreichen Testabschuss unserer Hyperschallrakete.“

Südkoreas Generalstab

Diplomatie und die Vereinigten Staaten

Die Sorge in Seoul dreht sich um die Möglichkeit, bei künftigen Atomverhandlungen mit Nordkorea übergangen zu werden – angesichts der Avancen Donald Trumps gegenüber Pjöngjang. Seoul ist ein enger Verbündeter Washingtons, doch Trumps Vorgehen hat seine Rolle in möglichen künftigen Gesprächen ungewiss gemacht. UN-Sanktionen, die seit 2006 gelten, sollen Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm stoppen. Nach den UN-Resolutionen darf Nordkorea ballistische Raketen jeder Reichweite nicht starten, und solche Waffen können je nach Bauart Atomsprengköpfe tragen.

Fragen zu diesem Text

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