
Nordkorea feuert ballistische Raketen ins Japanische Meer, nachdem es die IAEA-Resolution abgelehnt hat
Pjöngjang hat am Sonntag mehrere Geschosse von Wonsan aus abgefeuert, nachdem es eine Resolution der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) abgelehnt hatte, die sein Atomprogramm verurteilt.
Sonntag: Starts von Wonsan
Nordkorea hat am Sonntag, den 20. September 2026, eine nicht identifizierte ballistische Kurzstreckenrakete von seiner Ostküste ins Japanische Meer abgefeuert. Südkoreanische Militärbeobachter entdeckten den Start aus dem Gebiet von Wonsan um etwa 15:00 Uhr Ortszeit (08:00 Uhr in Brüssel). Nur Stunden nach der ersten Entdeckung meldeten die südkoreanischen Vereinigten Stabschefs, dass Pjöngjang ein zweites nicht identifiziertes Projektil in dasselbe Seegebiet abgefeuert habe, das Südkorea als Ostmeer bezeichnet. Die aufeinanderfolgenden Tests stellen eine weitere Runde in einer wiederkehrenden Serie von Waffendemonstrationen vor der koreanischen Halbinsel dar.
Unsere Streitkräfte haben eine ballistische Rakete entdeckt, die aus der Region Wonsan in Nordkorea gegen 15:00 Uhr in Richtung Ostmeer abgefeuert wurde.
Regionale Reaktionen und Notfallkoordination
Die Raketenstarts führten zu schnellen diplomatischen und sicherheitspolitischen Konsultationen in den Nachbarhauptstädten. In Seoul berief das Präsidiale Amt für Nationale Sicherheit eine Dringlichkeitssitzung ein, um die unmittelbaren nationalen Sicherheitsrisiken zu bewerten und eine operative Antwort zu formulieren. Die südkoreanische Regierung rief die Behörden in Pjöngjang auf, alle ballistischen Raketentests sofort einzustellen, und bezeichnete die Starts als schwerwiegenden Akt, der direkt gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstößt. Verteidigungs- und Diplomatiebeamte aus Südkorea, den Vereinigten Staaten und Japan hielten engen Kontakt, um Verfolgungsinformationen über die Flugbahn des Projektils auszutauschen. In Tokio veröffentlichte das Büro des japanischen Premierministers eine Erklärung auf der Social-Media-Plattform X, die den Start einer oder mehrerer mutmaßlicher ballistischer Raketen von nordkoreanischem Territorium bestätigte. Das japanische Verteidigungsministerium bestätigte anschließend, dass das Projektil seinen Flug bereits beendet hatte und ins Meer gestürzt war.
- Nordkorea führt seinen ersten Atomtest durch.
- Der Atomwaffenstatus wird in der nordkoreanischen Verfassung verankert.
- Pjöngjang feuert mehrere ballistische Kurzstreckenraketen während einer Feuerkraftübung ab.
- Nordkorea lehnt eine IAEA-Resolution ab, die seine nukleare Entwicklung verurteilt.
- Eine ballistische Rakete wird aus der Region Wonsan in Richtung Ostmeer abgefeuert.
Ablehnung der IAEA-Resolution
Die Raketenstarts am Sonntag erfolgten einen Tag, nachdem Nordkorea eine Resolution der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) abgelehnt hatte, die die Ausweitung seines Atomwaffenprogramms formell verurteilte. Pjöngjang erklärte, die Maßnahme der Atombehörde habe keinerlei Gewicht und werde keinen Einfluss auf seine militärische Entwicklung haben. Am Samstag, den 19. September 2026, gab das nordkoreanische Außenministerium eine offizielle Antwort heraus, die über die staatliche Koreanische Zentrale Nachrichtenagentur (KCNA) verbreitet wurde. In der Erklärung bezeichneten nordkoreanische Beamte die Resolution als ungültiges politisches Manöver, das von ausländischen Mächten verfasst wurde, und betonten, dass das Land, das aus der IAEA ausgetreten und nicht konform mit deren Aufsicht sei, nicht an ihre Entscheidungen gebunden sei.
Dieser von den USA und dem Westen zusammengestellte Text hat keine Wirkung und ist illegal, da das Land kein IAEA-Mitglied ist.
Fortlaufende Waffentests und Atomstatus
Die Abschüsse am Wochenende folgen auf eine Reihe von Militärübungen, die Pjöngjang im gesamten September durchgeführt hat. Eine Woche vor den Starts am Sonntag feuerte Nordkorea mehrere ballistische Kurzstreckenraketen ins Ostmeer ab, was die Staatsmedien später als Feuerkraftangriffsübung bezeichneten. Nordkorea führte 2006 seinen ersten unterirdischen Atomtest durch und hat in den folgenden zwei Jahrzehnten eine vielfältige Palette ballistischer Raketen aufgebaut. Im Jahr 2023 verankerte die Führung in Pjöngjang ihren Status als Atomwaffenstaat formell in der nationalen Verfassung und schloss damit Denuklearisierungsgespräche aus.


