
Nordkorea startet Kurzstreckenrakete von Wonsan ins Japanische Meer
Das Geschoss landete am Sonntag außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans und war der neunte Raketentest Pjöngjangs im Jahr 2026. Er folgte auf gemeinsame Militärmanöver der USA, Südkoreas und Japans.
Flugbahn und Küstenstartplatz
Nordkorea führte am Sonntagnachmittag einen Raketentest durch und startete eine Kurzstreckenrakete aus der Nähe der Küstenstadt Wonsan an seiner Ostküste. Das Geschoss flog ostwärts über die Koreanische Halbinsel und fiel ins Japanische Meer, das von den Behörden in Seoul auch als Ostmeer bezeichnet wird. Das japanische Verteidigungsministerium berichtete, dass die Rakete in offenen Gewässern außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans niedergegangen sei. Das südkoreanische Militärkommando erfasste den Flug zunächst als nicht identifiziertes Projektil, bevor es bestätigte, dass das nordkoreanische Militär eine ballistische Waffe abgefeuert hatte. Der südkoreanische Generalstab und das Nationale Sicherheitsbüro berichteten, dass technische Experten die Flugdistanz, Höhe und detaillierte technische Parameter der Waffe analysieren.
Notfallanweisungen und regionale Reaktionen
Japanische Überwachungssysteme verfolgten das Geschoss unmittelbar nach dem Start, und Verteidigungsbeamte in Tokio bestätigten schnell seinen Absturz ins Meer.
Es wird geschätzt, dass das Objekt, bei dem es sich um eine ballistische Rakete handeln könnte, bereits gefallen ist.
Nach dem Aufprall bestätigte die japanische Küstenwache, dass keine Schiffe oder Flugzeuge beschädigt wurden, riet jedoch Schiffen im Japanischen Meer zur Vorsicht. Das Büro des japanischen Premierministers wies die zuständigen Regierungsstellen an, sich auf unvorhergesehene Umstände vorzubereiten, alle Anstrengungen auf die Sammlung und Analyse von Informationen zu konzentrieren und der Öffentlichkeit genaue Informationen zu liefern. In Seoul verurteilte das südkoreanische Nationale Sicherheitsbüro den Vorgang und erklärte, Pjöngjang müsse die Raketentests, die die regionale Sicherheit destabilisieren, sofort einstellen.
Der Start einer ballistischen Rakete durch Nordkorea stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates dar.
Startrhythmus und die Freedom-Edge-Manöver
Der Sonntagstest ist Nordkoreas zweiter Raketenstart innerhalb von acht Tagen, nach einem vorherigen Test am 12. September 2026. Bei diesem früheren Test feuerte das nordkoreanische Militär mehrere Kurzstreckenraketen ins Japanische Meer. Diese Salve erfolgte einen Tag nachdem die USA, Südkorea und Japan die trilateralen gemeinsamen Militärmanöver mit dem Codenamen Freedom Edge abgeschlossen hatten. Das Regime von Kim Jong-un hat die Freedom-Edge-Übungen wiederholt kritisiert und die gemeinsamen Manöver als direkte Provokationen und Vorbereitungen für eine bewaffnete Invasion gegen Nordkorea dargestellt. Der japanische öffentlich-rechtliche Sender NHK stellte fest, dass, wenn Verteidigungsanalysten das Sonntagsgeschoss als ballistische Waffe bestätigen, dies Pjöngjangs neunter ballistischer Raketentest im Jahr 2026 wäre.
- Die USA, Südkorea und Japan schließen die trilateralen Freedom-Edge-Militärmanöver ab.
- Nordkorea startet mehrere Kurzstreckenraketen in Richtung Japanisches Meer.
- Pjöngjang lehnt eine IAEA-Resolution ab und erklärt seinen Nuklearstatus für irreversibel.
- Nordkorea feuert eine Kurzstreckenrakete von Wonsan ins Japanische Meer.
IAEA-Resolution und Nuklearstatus-Erklärung
Die Raketenaktivität am Sonntag fiel mit zunehmenden Spannungen zwischen Pjöngjang und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über das Atomprogramm des Landes zusammen. Die internationale Atombehörde verabschiedete kürzlich eine Resolution, die die Entwicklung von Atomwaffen durch Nordkorea verurteilt und zur Einhaltung internationaler Nichtverbreitungsstandards aufruft. Die Behörden in Pjöngjang erhoben starke Einwände gegen die Maßnahme und bekräftigten ihre Weigerung, Waffensysteme abzubauen. Am Samstag, den 19. September 2026, erklärte das nordkoreanische Regime, sein Nuklearstatus sei "irreversibel und dauerhaft im höchsten Staatsgesetz verankert". Militärbeamte in Seoul und Tokio stellten fest, dass ihre Überwachungseinheiten die weitere Überwachung auf weitere Starts entlang der Ostküste Nordkoreas aufrechterhalten werden.


