
Niewiadoma-Phinney gewinnt Mont-Ventoux-Etappe und übernimmt Führung der Tour de France Femmes
Katarzyna Niewiadoma-Phinney griff auf dem Schlussanstieg der 7. Etappe an, gewann auf dem Mont Ventoux und eroberte das Gelbe Trikot. Sie führt die Tour de France Femmes mit 15 Sekunden Vorsprung vor Demi Vollering an, bei zwei verbleibenden Etappen.
7. Etappe auf dem Mont Ventoux
Katarzyna Niewiadoma-Phinney (Canyon-SRAM) gewann am Freitag, den 7. August, die siebte Etappe der Tour de France Femmes, bezwang den legendären Anstieg zum Mont Ventoux und eroberte das Gelbe Trikot. Die 146,8 km lange Etappe von La Voulte-sur-Rhône zum Gipfel des Mont Ventoux, bekannt als „Riese der Provence“, galt weithin als die schwerste Etappe dieses Jahres. Der Schlussanstieg erstreckte sich über 15 km bei einer durchschnittlichen Steigung von 8,8 %.
Die 31-Jährige startete ihren entscheidenden Angriff innerhalb der letzten 10 km. Die PAP berichtete, sie sei 8 km vor dem Ziel davongezogen, während andere Quellen von etwa 10 km sprachen. Zuvor hatte Vollering 11 km vor dem Ziel angegriffen, wobei nur Niewiadoma-Phinney und Reusser folgen konnten. Die polnische Fahrerin beschleunigte dann etwa 9,5 km vor dem Gipfel allein und ließ beide Rivalinnen hinter sich. Sie überquerte die Ziellinie in 4:22:53 Stunden, 1 Minute und 16 Sekunden vor Vollering. Elisa Longo Borghini (UAE Team L'Imad) wurde Dritte mit 1:42 Minuten Rückstand, Reusser Vierte mit 1:46, Paula Blasi Cairol (UAE Team ADQ) Fünfte mit 1:48 und Antonia Niedermaier (Canyon-SRAM) Sechste mit derselben Zeit.
Gesamtwertung und polnische Beteiligung
Der Etappensieg katapultierte Niewiadoma-Phinney an die Spitze der Gesamtwertung. Sie hat 15 Sekunden Vorsprung vor Vollering und 39 Sekunden vor Reusser, bei zwei verbleibenden Etappen. Dominika Włodarczyk (UAE Team ADQ) beendete die Etappe als Achte mit 3:26 Minuten Rückstand und liegt in der Gesamtwertung mit 5:13 Minuten Rückstand auf Rang acht. Fünf polnische Fahrerinnen beendeten die Etappe: Neben Niewiadoma-Phinney und Włodarczyk belegte Karolina Perekitko (Mayenne Monbana My Pie) den 33. Platz mit 17:56 Minuten Rückstand, Agnieszka Skalniak-Sójka den 80. und Malwina Mul den 99. Platz. Der Sieg ist Niewiadoma-Phinneys erster Etappenerfolg seit 2019, als sie eine Etappe der Tour of Britain gewann. Zuvor gewann sie 2024 die Gesamtwertung der Tour de France Femmes und wurde im folgenden Jahr Zweite.
- Niewiadoma-Phinney
- 0 s
- Vollering
- 76 s
- Longo Borghini
- 102 s
- Reusser
- 106 s
- Blasi Cairol
- 108 s
- Włodarczyk
- 206 s
Reaktionen
Im Ziel traf Niewiadoma-Phinney überraschend auf ihre Eltern.
Es ist schwer zu beschreiben, was ich fühle. Mir fehlen die Worte. Ich empfinde immense Dankbarkeit. Dieser Sieg ist das Werk so vieler Menschen, die mich unterstützen. Ich bin müde und überwältigt von dem, was passiert ist. Im Ziel sah ich meine Eltern. Es war ein unerwarteter Besuch. Ich wollte, dass sie stolz auf mich sind. Ich danke meinem Team, das weiß, wie viel Mühe ich in diesen Sieg gesteckt habe.
Später postete sie in den sozialen Medien: „Kneift mich! Wir haben gerade auf dem Mont Ventoux gewonnen.“ Der polnische Premierminister Donald Tusk schrieb auf X: „Kasia Niewiadoma-Phinney führt die Tour de France nach einem brillanten Etappensieg an!“ Die französische Zeitung L'Équipe stellte fest, dass Vollering und Reusser so sehr damit beschäftigt waren, sich gegenseitig zu beobachten, dass sie die anderen Rivalinnen vergaßen, und dass Niewiadoma-Phinney nur einen Angriff brauchte, um beide GC-Führerinnen abzuhängen.
Was bleibt
- Etappe 7: Niewiadoma-Phinney gewinnt auf dem Mont Ventoux (146,8 km) und übernimmt das Gelbe Trikot
- Etappe 8: Sisteron nach Nizza (171,9 km), Flachetappe, die Sprintern entgegenkommen dürfte
- Etappe 9 (Finale): Das Rennen endet in Nizza
Das Rennen geht am Samstag mit der achten Etappe von Sisteron nach Nizza weiter, einer 171,9 km langen Flachetappe, die Sprintern entgegenkommen dürfte. Die Tour de France Femmes endet am Sonntag, den 9. August, mit einer letzten Etappe in Nizza. Niewiadoma-Phinney hat die Chance, ihren Gesamtsieg von 2024 zu wiederholen.


