
Niederländische Bibliotheksmitgliedschaft wächst landesweit um 3 %, angeführt von jungen Erwachsenen, während lokale Lücken bestehen bleiben
Die landesweite Bibliotheksmitgliedschaft in den Niederlanden stieg im vergangenen Jahr um 3 %, angetrieben durch einen Anstieg von 22 % bei jungen Erwachsenen, obwohl Gemeindedaten von CBS und KB große Unterschiede bei den Anmeldungen Erwachsener, der Reisedistanz und dem Haushaltseinkommen zeigen.
Nationales Wachstum und Zugänglichkeitsmaßnahmen
Daten der niederländischen Nationalbibliothek KB und des Statistischen Amtes der Niederlande (CBS) zeigen, dass die Bibliotheksmitgliedschaft in den Niederlanden im vergangenen Jahr um 3 % zugenommen hat. Der stärkste Anstieg war bei jungen Erwachsenen zu verzeichnen, wo die Anmeldungen um 22 % stiegen. Landesweit stieg die Jugendmitgliedschaft bei Personen unter 18 Jahren um 2,4 %, während die Erwachsenenmitgliedschaft um 4 % zunahm. Die Mitgliedschaft bleibt für alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre kostenlos, und über drei Viertel der öffentlichen Bibliotheken boten 2025 kostenlose oder ermäßigte Karten für erwachsene Mitglieder an.
Staatssekretärin für Bildung und Emanzipation Tielen äußerte sich zu der landesweiten Entwicklung.
Die Bibliothek ist im Aufwind, und das sind gute Nachrichten! Denn die Bibliothek hilft Kindern und Erwachsenen, zu wachsen. Man kann dort lernen, neue Ideen gewinnen, andere treffen und natürlich Bücher ausleihen und lesen.
- Junge Erwachsene
- 22 %
- Erwachsene
- 4 %
- Jugendliche (unter 18)
- 2.4 %
- Gesamt
- 3 %
Unterschiedliche Trends in niederländischen Gemeinden
Die Gemeindedaten zeigen erhebliche Abweichungen vom landesweiten Durchschnitt. In Zaltbommel besaßen etwa 15 % der Einwohner eine Bibliotheksmitgliedschaft, aber die Erwachsenenmitgliedschaft sank um 22,0 %, während die Jugendmitglieder um 6 % zunahmen. Zutphen verzeichnete eine stabile Gesamtbeteiligung von nahezu 20 %, mit einem Anstieg der Erwachsenenmitglieder um 10,0 % und einem Rückgang der Jugendmitglieder um 6 %. In Arnhem, wo etwa jeder fünfte Einwohner Mitglied war, schrumpfte die Jugendmitgliedschaft um 8 %, während die Erwachsenenmitglieder um 3,0 % zunahmen.
Andere Gemeinden spiegelten die landesweiten Zuwächse wider oder übertrafen sie. Die Jugendmitgliedschaft stieg in Leiden um 10 %, wo 13 % der Bevölkerung eine Karte besitzen und die Erwachsenenbeteiligung um 2,0 % wuchs. Ede verzeichnete einen Anstieg der Jugendkarteninhaber um 8 % bei einem gleichzeitigen Anstieg der Erwachsenen um 5,0 %, wobei die Mitgliederquote bei etwa 20 % blieb. In Nijmegen wuchsen die Jugendmitglieder um 5 % und die Erwachsenen um 2,0 %, während Groningen ein Jugendwachstum von 2 % und ein Erwachsenenwachstum von 4,0 % verzeichnete, bei einer Gesamtmitgliederquote von 16 %. In Almelo machten Bibliotheksmitglieder etwa 14 % der Bevölkerung aus.
Auswirkungen von Reisedistanz und Haushaltseinkommen
Die räumliche Nähe korreliert mit den lokalen Bibliotheksbeteiligungsmustern in den untersuchten Gemeinden. Die Einwohner von Leiden wohnen am nächsten an den Einrichtungen und radeln durchschnittlich 1,2 Kilometer zur nächsten Zweigstelle, was näher ist als in den umliegenden Gebieten. Die Bewohner von Groningen, Arnhem und Nijmegen legen durchschnittlich 1,4 Kilometer zurück, während Zutphen im Durchschnitt 1,5 Kilometer liegt. Die Einwohner von Almelo radeln durchschnittlich 2,5 Kilometer, und Zaltbommel verzeichnete mit 3,5 Kilometern die längste Reisedistanz, beide repräsentieren größere Entfernungen als in den Nachbargebieten.
Erna Winters, Netzwerkmanagerin für öffentliche Bibliotheken bei der KB, sprach über die Rolle der Nähe für den Zugang.
Es besteht immer ein Bedarf an einem physischen Ort, an dem Menschen zusammenkommen können. Deshalb muss die Entfernung zur Bibliothek geringer sein.
- Leiden
- 1.2 km
- Arnhem
- 1.4 km
- Groningen
- 1.4 km
- Nijmegen
- 1.4 km
- Zutphen
- 1.5 km
- Almelo
- 2.5 km
- Zaltbommel
- 3.5 km
Auch das Haushaltseinkommen korreliert mit den Beteiligungsquoten in jeder untersuchten Gemeinde. In Zaltbommel, Arnhem und Nijmegen war der Anteil der Karteninhaber in Haushalten mit hohem Einkommen etwa doppelt so hoch wie in Haushalten mit niedrigem Einkommen. In Leiden hatten Haushalte mit hohem Einkommen mehr als doppelt so häufig eine Karte wie Haushalte mit niedrigem Einkommen. Die Unterschiede waren in Zutphen, Almelo und Ede geringer, wo der Anteil der Karteninhaber unter den einkommensstarken Einwohnern leicht höher blieb als unter den einkommensschwächeren Gruppen.


