
Netflix streamt ab 3. August Kurzvideos von BuzzFeed, Condé Nast, Rolling Stone und weiteren
Ab dem 3. August können Netflix-Abonnenten in sechs Ländern Kurzvideos von BuzzFeed, Condé Nast, Rolling Stone, Variety und anderen Digitalverlagen direkt auf der Plattform ansehen.
Netflix gab am Dienstag eine Reihe von Lizenzvereinbarungen bekannt, die Kurzvideos großer Digitalverlage in den Streaming-Dienst bringen. Der Schritt markiert die jüngste Expansion des Unternehmens über traditionelle Serien und Filme hinaus, nachdem es zuvor bereits in Spiele, Podcasts und Live-Events eingestiegen war.
Der Deal
Ab dem 3. August finden Abonnenten in den Vereinigten Staaten, Kanada, dem Vereinigten Königreich, Irland, Australien und Neuseeland Publisher-Videos auf der Netflix-Startseite. Die Inhalte umfassen eine Mischung aus lizenzierten Archivfolgen und neuen fortlaufenden Serien, wobei die Episodenlängen von etwa zwei bis drei Minuten bis zu über 20 Minuten reichen.
- Netflix kündigt Lizenzvereinbarungen mit Digitalverlagen an
- Publisher-Videos werden für Abonnenten in sechs Ländern verfügbar
- Weitere Verlagspartnerschaften werden angekündigt
Was Abonnenten sehen werden
Das Angebot umfasst bekannte Webserien wie Architectural Digests „Open Door“, Vanity Fairs „Lügendetektor-Test“, BuzzFeed Celebs „30 Fragen“, Varietys „Wie gut kennen sie sich?“, Rolling Stones „The Breakdown“ und „Mein Leben in 10 Songs“ sowie Billboards „24 Stunden mit“. Die Themen reichen von Essen, Reisen, Mode, Unterhaltung, Design, Wellness bis hin zu Promi-Porträts.
Warum Netflix dies tut
Die Ankündigung folgt auf einen Bloomberg-Bericht, der ergab, dass Netflix Schwierigkeiten hat, Zuschauer zwischen den Staffeln von Top-Serien zu halten, wobei einige bis zu 70 Prozent ihres Publikums aus der ersten Staffel verlieren. Das Unternehmen sieht sich zudem mit einem Wandel der Sehgewohnheiten konfrontiert, da es mit YouTube und TikTok um die Aufmerksamkeit für Kurzvideos konkurriert. Netflix hat bereits eine TikTok-ähnliche „Clips“-Funktion eingeführt, und die Publisher-Deals bieten eine risikoarme Möglichkeit, die Nachfrage nach webnativen Formaten zu testen, die günstiger und schneller zu produzieren sind als Drehbuchserien.
Mitglieder wollen nicht nur eine Serie oder einen Film ansehen und dann weitermachen – sie wollen die Geschichten und Persönlichkeiten, die sie lieben, noch lange nach dem Abspann weiter erkunden. Diese Partnerschaften helfen uns, die Fangemeinde zu vertiefen und mehr Möglichkeiten zu schaffen, damit Mitglieder diese Geschichten den ganzen Tag bei sich tragen können.
Wie es weitergeht
Netflix bezeichnete die Gruppe der Partner als „erste Welle“ und kündigte an, dass zu einem späteren Zeitpunkt weitere Digitalverlage bekannt gegeben werden. Zur ersten Riege gehören BuzzFeed Studios, Condé Nast, Hearst Magazines, People Inc., Tastemade und die PMX-Marken von Penske Media (Variety, The Hollywood Reporter, Billboard, Rolling Stone, Eater und Indiewire).


