Makroökonomie · Warschau
Polens Zentralbank lässt Zinsen unverändert, Gouverneur deutet mögliche Anhebung im Januar an
Der Rat für Geldpolitik hat die Zinssätze am Donnerstag, 5. November 2026, unverändert gelassen, während NBP-Präsident Adam Glapiński sagte, eine Anhebung könnte nötig sein. Er verwies auf den November und die regulatorischen Entscheidungen der Regierung als die Faktoren, die über den Ausgang entscheiden werden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von pb.pl, polsatnews.pl, Rzeczpospolita und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Der Rat ließ die Zinsen am Donnerstag, 5. November 2026, unverändert. Glapiński sagte, eine Anhebung sei möglich, die frühestmögliche Entscheidung falle nach Neujahr.
Laut der von Glapiński angeführten GUS-Schnellschätzung sank die Inflation im Oktober auf 3,5 Prozent im Jahresvergleich, nach 4,1 Prozent im September.
Glapiński sagte, die Energierohstoffmärkte und die Regelungen der Regierung zu Energie- und Kraftstoffpreisen würden die nächste Entscheidung des Rates prägen.
Zinsen unverändert, Anhebung wieder auf dem Tisch
Der Rat für Geldpolitik (RPP) hat die Zinssätze am Donnerstag, 5. November 2026, unverändert gelassen, nach einer – wie NBP-Präsident Adam Glapiński es formulierte – sehr hitzigen Debatte. Er sagte, die Auffassungen der Mitglieder seien gemischt, Tauben und Falken säßen gemeinsam im Rat, und dessen Haltung sei restriktiver geworden als im Oktober. Glapiński sagte, der Rat befürchte, dass die Zinsen möglicherweise angehoben werden müssten, doch er könne nicht sagen, ob eine Anhebung ein einmaliger stabilisierender Schritt oder der Beginn eines Straffungszyklus wäre – oder ob sie überhaupt erfolge. Der Gouverneur legte den frühestmöglichen Schritt auf die Zeit nach Neujahr und nannte die Januar-Entscheidung ein großes Fragezeichen. Er fügte hinzu, er sei nur eines von zehn Mitgliedern, die die Entscheidung treffen.
„Wir befürchten, dass die Zinsen angehoben werden müssen.“
Inflation fällt zurück in den Zielkorridor
Laut der Schnellschätzung von GUS, die Glapiński anführte, sank die Inflation im Oktober auf 3,5 Prozent im Jahresvergleich, nach 4,1 Prozent im September, womit sie wieder innerhalb des Zielbereichs der NBP liegt. Ein Teil des Rückgangs ging auf regulatorische Faktoren zurück, nämlich die Rückkehr des CPN-Programms. Auch die Kerninflation sei offenbar gesunken, was der Gouverneur als unerwartet bezeichnete, wenngleich sie nur leicht über ihrem Niveau zu Jahresbeginn liege.
- 2026-09
- 4.1 %
- 2026-10
- 3.5 %
Daten aus dem Artikeltext
Glapiński sagte, die Kraftstoffpreiserhöhungen hätten sich noch nicht auf andere Teile der Wirtschaft ausgebreitet. Seiner Ansicht nach können Unternehmen höhere Kosten angesichts schwächerer Nachfrage und starken Wettbewerbs nur begrenzt auf die Preise abwälzen. Das Lohnwachstum bleibe moderat, und Umfragedaten deuteten darauf hin, dass in den Unternehmen kein Lohndruck entsteht. Dennoch warnte er, die Phase erhöhter Inflation sei noch nicht vorbei.
Rohstoffpreise und die November-Entscheidung
Glapiński knüpfte den Ausblick an die hohen Rohstoffpreise im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten, die seiner Aussage nach die Preise in weiten Teilen der Welt nach oben treiben. Je länger diese Preise hoch blieben, desto größer sei das Risiko, dass sie auf andere Waren und Dienstleistungen übergreifen. Er nannte zwei Bereiche, die die nächsten Entscheidungen des Rates prägen werden: die Energierohstoffmärkte und die innerstaatlichen Regelungen zu Strom- und Kraftstoffpreisen. Der Rat werde die endgültige Wirkung dieser nationalen Maßnahmen auf die Inflation bewerten, was für die Zentralbank wichtiger sei als deren Kosten für den Staatshaushalt. Glapiński nannte den November den entscheidenden Monat und sagte, der Rat müsse vermeiden, zu früh oder zu spät zu handeln.
„Wenn diese Inflationsrisiken wachsen, hat der Rat mich ermächtigt zu sagen, dass er bereit ist zu handeln. Er wird nicht zögern.“
Wachstumsrisiken bis 2027
Glapiński wies zudem auf ein langsameres Wirtschaftswachstum im Jahr 2027 hin, das mit einem geringeren Investitionsimpuls aus EU-Mitteln zusammenhängt, darunter der Nationale Aufbauplan (KPO) und das Instrument SAFE. Die schwache Konjunktur im Ausland, insbesondere im Euroraum und in Deutschland, Polens wichtigstem Handelspartner, erhöhe die Unsicherheit. Er sagte, der Rat sehe diese Risiken klar und habe sie ausführlich erörtert. Er merkte außerdem an, dass die Zinsen im Dezember selten geändert würden, es sei denn, es träten außergewöhnliche Umstände ein, und dass die Entscheidungen des Rates von den Regelungen der Regierung und den globalen Rohstoffpreisen abhängen würden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- pb.plWird es Zinserhöhungen geben? Adam Glapiński: Ich bin kein OptimistCzy będą podwyżki stóp procentowych? Adam Glapiński: nie jestem optymistą · Original auf Polnisch
- polsatnews.plWerden die Preise wieder steigen? NBP-Präsident über den „entscheidenden Monat“Ceny znowu pójdą w górę? Prezes NBP o "decydującym miesiącu" · Original auf Polnisch
- Rzeczpospolita„Historische Leistung“. Polnische Goldreserven haben eine symbolische Grenze überschritten."Historyczne osiągnięcie". Polskie rezerwy złota przebiły symboliczną granicę. · Original auf Polnisch
- rmf24.plGlapiński behauptet, dass die Zinssätze möglicherweise angehoben werden müssenGlapiński twierdzi, że stopy procentowe być może trzeba będzie podnieść · Original auf Polnisch
- Adam Glapiński
- Präsident der NBP und Vorsitzender des Rates für Geldpolitik (RPP)
- Orte
- Warschau
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen