Diplomatie · Warschau, Peking und Bukarest
Sikorski: Präsident Nawrocki hat Botschafter persönlich zum Rücktritt gedrängt
Der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Radosław Sikorski sagte am Montag, 2. November, Präsident Karol Nawrocki habe die Botschafter selbst zum Rücktritt aufgefordert, und korrigierte damit seine frühere Aussage, das Präsidialamt habe dies getan. Zwei Gesandte, Jakub Kumoch und Paweł Soloch, haben wegen des Streits um das Verfassungsgericht bereits ihre Posten aufgegeben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rzeczpospolita und TVP Info. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am Montag, 2. November, sagte Sikorski, Präsident Karol Nawrocki habe die Botschafter persönlich zum Rücktritt gedrängt, und korrigierte damit seine Äußerung vom Samstag, 31. Oktober, bei TVN24, das Personal des Präsidenten habe dies getan.
Jakub Kumoch (China) und Paweł Soloch (Rumänien) traten wegen der Lage am Verfassungsgericht zurück; Soloch gab seine Entscheidung am Samstag, 31. Oktober, bekannt.
Andrzej Duda sagte gegenüber Kanał Zero, Kumoch habe sich geweigert, einer diplomatischen Note zu folgen, während ein Sprecher des Außenministeriums bestritt, dass eine solche Note existiert.
Sikorski sagte, der Sejm und nicht der Präsident wähle die Richter des Verfassungsgerichts, und auch Botschafter könne der Präsident nicht auswählen.

Sikorskis Korrektur
Der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Radosław Sikorski sagte am Montag, 2. November, vor Journalisten im Sejm, Präsident Karol Nawrocki habe die Botschafter persönlich zum Aufgeben ihrer Posten gedrängt. Er habe zuvor das Personal des Präsidenten für diesen Druck verantwortlich gemacht und müsse diese Äußerung nun korrigieren. Am Samstag, 31. Oktober hatte Sikorski dem Sender TVN24 gesagt, die Botschafter würden von Personen aus dem Umfeld des Präsidenten unter Druck gesetzt. Auf die Frage, woher seine Informationen stammten, sagte er, das Ministerium selbst verfüge über dieses Wissen. Er sagte zudem, es sei keine Rolle, die der Präsident rechtmäßig ausüben dürfe, polnische Botschafter zum Rücktritt zu drängen.
„Ich dachte, es sei das Personal des Präsidenten gewesen, das die Botschafter zum Rücktritt von ihren Posten und zum Aufgeben ihrer Missionen gedrängt habe. Es stellte sich heraus, dass der Präsident es selbst getan hat.“
Zwei Rücktritte
Zwei polnische Botschafter haben wegen der Lage am Verfassungsgericht ihre Posten aufgegeben: Jakub Kumoch, Botschafter in China, und Paweł Soloch, Botschafter in Rumänien. Soloch gab am Samstag, 31. Oktober, bekannt, dass er zurückgetreten sei, und beschrieb seine Entscheidung als Reaktion auf den Versuch, das Gericht rechtswidrig zu übernehmen. Er habe sowohl den Außenminister als auch den Präsidenten über seine Entscheidung informiert. Auch Kumoch trat zurück, und die Berichterstattung bringt seinen Abgang mit demselben Streit um das Gericht in Verbindung.
Umstrittene diplomatische Note
Altpräsident Andrzej Duda sagte gegenüber Kanał Zero, Kumoch sei nicht bereit gewesen, einer diplomatischen Note zu folgen, mit der die Regierung das Chaos am Gericht erklären wollte. Ein Sprecher des Außenministeriums bestritt, dass ein solches Dokument existiert. Sikorski nannte auf die Frage nach der Quelle seiner Informationen kein konkretes Dokument, und die Position des Ministeriums steht in direktem Widerspruch zu Dudas Darstellung. Beide Versionen bleiben in der bisherigen Berichterstattung damit ungeklärt.
Richter, Botschafter und die Grenzen des Präsidentenamts
Sikorski legte im Sejm die Gewaltenteilung dar und betonte, dass der Sejm und nicht der Präsident die Richter des Verfassungsgerichts wählt. Er wies darauf hin, dass er als ehemaliger Marschall des Sejm spreche und dass dem Präsidenten im Staat bestimmte protokollarische Rollen zukommen. Diese Rollen gäben dem Präsidenten keine Grundlage, Polen zu regieren, argumentierte er. Die von ihm beschriebenen Grenzen waren eindeutig:
„Der Präsident kann nach eigenem Gutdünken jemandem einen Orden verleihen, jemandem die polnische Staatsbürgerschaft verleihen oder ihn begnadigen, aber er kann keine Richter wählen und er kann keine Botschafter wählen.“
Nach seiner Auffassung gilt dieselbe Grenze für die Ernennung und Abberufung von Botschaftern – der Punkt, an dem er nach eigenen Worten seine frühere Aussage korrigiert hat.
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Was sich seit diesem Eintrag geändert hat:
- 02.11Sikorski erklärt, Nawrocki habe persönlich Botschafter zum Rücktritt gedrängt; Kumoch und Soloch sind zurückgetreten
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Quellen und Kontext
- RzeczpospolitaSikorski greift Nawrocki wegen der Botschafter an. „Er tat es persönlich“Sikorski uderza w Nawrockiego ws. ambasadorów. "Robił to osobiście" · Original auf Polnisch
- TVP Info„Präsident drängte Botschafter persönlich zum Rücktritt“"Prezydent osobiście nakłaniał ambasadorów do rezygnacji · Original auf Polnisch
- TVP InfoSikorski: Präsident drängte Botschafter persönlich zum RücktrittSikorski: prezydent osobiście nakłaniał ambasadorów do rezygnacji · Original auf Polnisch
- Karol Nawrocki
- Präsident Polens, den Sikorski beschuldigt, Botschafter persönlich zum Rücktritt gedrängt zu haben
- Radosław Sikorski
- Stellvertretender Ministerpräsident und Außenminister Polens, ehemaliger Marschall des Sejm
- Jakub Kumoch
- Polnischer Botschafter in China, der wegen der Lage am Verfassungsgericht zurücktrat
- Paweł Soloch
- Polnischer Botschafter in Rumänien, der am Samstag, 31. Oktober, seinen Rücktritt bekannt gab
- Andrzej Duda
- Ehemaliger Präsident Polens, der gegenüber Kanał Zero von einer diplomatischen Note sprach
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