Regierung · Warschau

Nawrocki beruft Nationalen Sicherheitsrat ein, während der Streit um das Verfassungsgericht eskaliert

Polens Präsident Karol Nawrocki hat am Dienstag, 3. November, den Nationalen Sicherheitsrat eröffnet, wobei der Streit um das Verfassungsgericht ganz oben auf der Tagesordnung stand. Er warf Ministerpräsident Donald Tusk vor, das Gericht rechtswidrig übernehmen zu wollen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von rmf24.pl, naTemat.pl, wpolityce.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Warschau · Polen
Wie es dazu kam
  1. 30.10.Das Vorgehen der Regierung gegenüber dem Verfassungsgericht beginnt, das Nawrocki als beispiellos seit 1989 bezeichnet
  2. Nacht vor AllerheiligenMenschen, die sich selbst als Richter des Tribunals bezeichnen, werden laut Nawrocki in das Gericht gebracht
  3. 3.11.Der Nationale Sicherheitsrat wird im Präsidentenpalast einberufen

Der Streit um das Tribunal bestimmt die Sitzung

Präsident Karol Nawrocki berief am Dienstag, 3. November, den Nationalen Sicherheitsrat (RBN) im Präsidentenpalast ein. Geplant war die Sitzung eigentlich, um Zustand und Zukunft der polnischen Sicherheit zu erörtern, einschließlich der strategischen Bedeutung einer dauerhaften Stationierung von US-Truppen in Polen. Der Konflikt um das Verfassungsgericht (TK) zog jedoch nach Beginn der Beratungen die größte Aufmerksamkeit auf sich.

Nawrocki sagte in der Runde, das Vorgehen der Regierung seit Freitag, 30. Oktober, habe eine Lage geschaffen, wie es sie seit 1989 nicht gegeben habe. Die Regierung habe politisch entschieden, das Tribunal rechtswidrig zu übernehmen, und habe gehandelt, während er sich außer Landes befand. Er habe eine Auslandsreise abgebrochen und sei nach Warschau zurückgekehrt.

„Wegen der Lage um das Verfassungsgericht werde ich nicht zur Tagesordnung übergehen.“

Karol Nawrocki, Präsident Polens

Er werde alle seine Vorrechte und das Mandat nutzen, das er von der Gesellschaft ableite, um das zu stoppen, was er einen Versuch nennt, die verfassungsmäßige Ordnung umzustürzen.

Vorwürfe gegen den Ministerpräsidenten

Nawrocki sagte, die Regierung habe die Nacht vor dem Allerheiligenfest gewählt, um Menschen in das Tribunal zu bringen, die sich selbst als Richter des Gerichts bezeichneten, es nach dem Gesetz aber nicht seien. Er machte Ministerpräsident Donald Tusk dafür verantwortlich und erklärte, Tusk trage die volle Verantwortung für das, was er als rechtswidrige Handlungen beschrieb, darunter die Suspendierung von Richtern, rechtswidrige Anordnungen und den Zugang zum Tribunal von Seiten der Kanzlei des Ministerpräsidenten (KPRM). Er warf Tusk zudem an, ein Verbrechen gegen die polnische verfassungsmäßige Ordnung zu begehen, und sagte, der Ministerpräsident wisse bereits, dass er einen Fehler gemacht habe. Die früheren Verbündeten des Ministerpräsidenten stünden nicht mehr an seiner Seite, ihm bleibe nur noch die Gewalt – ein Vorwurf, der bereits in den einleitenden Worten des Präsidenten auftauchte.

„Das Vorgehen der Regierung gegenüber dem Verfassungsgericht ist beispiellos.“

Karol Nawrocki, Präsident Polens

Wer im Raum war

Auf Seiten der Regierung und des Parlamentslagers saßen Generalstabschef Wiesław Kukuła, Innen- und Verwaltungsminister Marcin Kierwiński, Finanz- und Wirtschaftsminister Andrzej Domański, Koordinator für die Sonderdienste Tomasz Siemoniak, Sejmmarschall Włodzimierz Czarzasty und Senatsmarschallin Małgorzata Kidawa-Błońska dabei. Die Parteien entsandten ihre Vorsitzenden oder Delegierten: Jarosław Kaczyński und Mariusz Błaszczak für die PiS, Zbigniew Konwiński für die KO, Krzysztof Bosak für die Konfederacja und Krzysztof Paszyk für die PSL. Paulina Hennig-Kloska vertrat den Klub Centrum, Anna Maria Żukowska den Klub Lewica und Adrian Zandberg den Kreis Razem, während Mateusz Morawiecki und Marcin Horała für Rozwój Plus teilnahmen.

Die Einladung von Politikern, die mit Grzegorz Braun verbunden sind, stieß auf Seiten der Regierung auf Widerspruch. Regierungssprecher Adam Szłapka sagte, deshalb würden bei dem Treffen nur bereits öffentlich bekannte Informationen präsentiert.

Tagesordnung und geschlossenes Format

Bartosz Grodecki, Leiter des Nationalen Sicherheitsbüros (BBN), hatte das Treffen Ende Oktober angekündigt. Er sagte, die geschlossene Sitzung solle aktuelle Fragen der nationalen Sicherheit und den Bau einer dauerhaften US-Militärbasis in Polen behandeln. Nach der Zusammensetzung des Rates gehören ihm die Marschälle von Sejm und Senat, der Ministerpräsident, die Minister für Verteidigung, Inneres und Auswärtiges, der Koordinator für die Sonderdienste, der Leiter der Kanzlei des Präsidenten und der BBN-Leiter an. Auch Parteivorsitzende, deren Gruppierungen über einen Parlamentsklub oder -kreis verfügen, können teilnehmen oder an ihrer Stelle Abgeordnete, Senatoren oder Europaabgeordnete entsenden.

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