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Konflikte·vor 2 Std.

NATO-Jäger schießen Drohne über Ostlettland ab – nach russischer elektronischer Kampfführung

NATO-Kampfjets haben am Montagmorgen eine Drohne über Ostlettland abgeschossen, nachdem sie in den Luftraum des Landes eingedrungen war – der erste derartige Abschuss auf lettischem Gebiet. Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie ukrainischer Drohnen, die aufgrund russischer elektronischer Kampfführung vom Kurs abkamen.

Luftraumverletzung und militärische Reaktion

Die lettischen Streitkräfte gaben am Montagmorgen eine Luftgefahrenwarnung für die östlichen Bezirke Ludza, Balvi, Alūksne und Rēzekne heraus und forderten die Bewohner auf, in Gebäuden zu bleiben. Die Warnung wurde durch mindestens eine aus Russland in den lettischen Luftraum eingedrungene Drohne ausgelöst, so ein Armeesprecher. Als Reaktion wurden in der Region stationierte NATO-Kampfjets alarmiert, um das Objekt abzufangen.

Alliierte Kampfflugzeuge im lettischen Luftraum haben eine in den Luftraum eingedrungene Drohne erfolgreich abgeschossen.

Lettische Nationale Streitkräfte

Der Abschuss wurde laut der lettischen Zeitung Diena von französischen Rafale-Kampfjets durchgeführt, die im Rahmen der NATO-Luftpolizeimission Baltic Air Policing operieren. Das lettische Verteidigungsministerium bestätigte in einer Pressemitteilung, dass die Drohne in der Region Lettgallen abgeschossen wurde. Die Luftgefahrenwarnung wurde um 9:18 Uhr Ortszeit nach Abschluss der Operation aufgehoben.

Elektronische Kampfführung als beitragender Faktor

Die lettischen Streitkräfte erklärten, die Drohne sei „nach russischer elektromagnetischer Kampfführung“ über Lettland geflogen, wie lokale Medien berichten. Die niederländische Zeitung NRC berichtete unter Berufung auf Diena, dass die Drohne aufgrund russischer elektronischer Störung vom Kurs abgekommen sei. Dies ist der jüngste einer Reihe von Vorfällen, bei denen ukrainische Langstreckenangriffsdrohnen, die auf russische Ölverschiffungshäfen in der Ostseeregion abzielten, ihre Ziele verfehlten und in den benachbarten NATO-Luftraum eindrangen.

Ein NATO-Flugzeug hat heute Morgen eine Drohne abgeschossen, die nach russischer elektromagnetischer Kampfführung über Lettland flog.

Lettische Streitkräfte

Ein wachsendes Muster in der gesamten Ostseeregion

Militärische Drohnen, die in den Luftraum Finnlands, Estlands, Lettlands und Litauens abdriften, schüren seit geraumer Zeit die Sorge, dass der Krieg in der Ukraine auf die nördlichen NATO-Grenzen zu Russland übergreift. Da die Ukraine ihre Langstreckenangriffe auf russische Ostsee-Ölverschiffungshäfen intensiviert, haben einige ihrer Drohnen ihre Ziele verfehlt und zu Sicherheitswarnungen in den Nachbarländern geführt. Erst letzten Monat schoss ein NATO-Militärflugzeug eine mutmaßlich ukrainische Drohne über Estland ab.

Am 7. Mai fielen zwei ukrainische unbemannte Luftfahrzeuge, die gegen Ziele in Russland gestartet worden waren, auf lettisches Gebiet und beschädigten ein Öllager in Rēzekne. Der Vorfall am Montag ist das erste Mal, dass die NATO-Luftwaffe eine Drohne im lettischen Luftraum abgeschossen hat.

Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung

Die Behörden wiesen die Bewohner der betroffenen östlichen Bezirke an, sich drinnen in Sicherheit zu bringen und dabei das „Zwei-Wände-Prinzip“ anzuwenden, das zwei Wände zwischen dem Schutzraum und der Außenseite vorsieht, um einen angemessenen Schutz vor möglichen Einschlägen zu gewährleisten. Das Militär warnte die Öffentlichkeit außerdem davor, sich verdächtigen tieffliegenden Objekten zu nähern, und forderte sie auf, unverzüglich den Notruf 112 zu verständigen.

Begeben Sie sich an einen sicheren Ort im Innenbereich, wenden Sie das Zwei-Wände-Prinzip an.

Lettisches Militär

Die erste Warnung wurde um 8:21 Uhr ausgegeben, gefolgt von einer zweiten Mitteilung um 8:55 Uhr mit direkten Anweisungen für die Zivilbevölkerung. Entwarnung wurde gegeben, nachdem die Drohne abgeschossen worden war, und die Behörden bestätigten, dass die Gefahr vorüber sei.

Zeitleiste des Drohnenvorfalls vom 8. Juni über Lettland
  1. Lettisches Militär gibt erste Luftgefahrenwarnung für die östlichen Bezirke heraus.
  2. Zweite Warnung mit direkten Anweisungen für die Zivilbevölkerung, sich in Gebäuden in Sicherheit zu bringen.
  3. Lettische Nationale Streitkräfte geben Ende des Abfangmanövers bekannt.
  4. Nationale Streitkräfte geben Hinweis auf mögliche Luftraumgefahr in den Gemeinden Ludza, Balvi und Alūksne.
Ludza · Balvi · Alūksne · Rēzekne

8 Quellen

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