Sicherheit

NATO startet Online-Beschaffungsplattform für Anti-Drohnen-Systeme von fünf Anbietern

Die Verbündeten können Anti-Drohnen-Fähigkeiten nun über das Bündnis bestellen. 16 Verträge wurden mit fünf Rüstungsunternehmen unterzeichnet, die Lieferung soll innerhalb von 90 bis 100 Tagen erfolgen – statt der 9 bis 12 Monate, die ein Vertrag normalerweise in Anspruch nimmt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Soir, BFMTV, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Eine gemeinsame Einkaufsplattform für Anti-Drohnen-Systeme

Die NATO gab am Donnerstag, 5. November 2026, bekannt, eine gemeinsame Plattform gestartet zu haben, über die ihre 32 Mitgliedstaaten Anti-Drohnen-Fähigkeiten schneller und effizienter beschaffen können. Der Schritt reagiert auf die Zunahme von Drohnenzwischenfällen in ganz Europa. Das Bündnis hat die Ausrüstung im Namen der verbündeten Staaten ausgewählt und bietet sie nun über einen einzigen Kanal an. Claudio Palestini, Leiter der Innovationsabteilung des Bündnisses, beschrieb das Konzept gegenüber Journalisten:

„Die Idee ist, eine Art Einkaufserlebnis anzubieten – manchmal als „E-Commerce-Typ“ beschrieben –, um diese Anti-Drohnen-Systeme über einen sehr einfachen Mechanismus zu kaufen.“

Claudio Palestini

Wie die Anbieter ausgewählt wurden

Die NATO führte Ausschreibungen durch, um die leistungsfähigste und zugleich günstigste Ausrüstung zu ermitteln, bevor sie diese den Mitgliedern vorstellte. Rund 80 Angebote gingen ein, 16 Verträge wurden mit fünf Rüstungsunternehmen unterzeichnet. Es handelt sich um Alta Ares aus Frankreich, Quantum Systems aus Deutschland, Northrop Grumman und Axon aus den Vereinigten Staaten sowie OSL Technology aus dem Vereinigten Königreich. Le Soir berichtete, dass mehr als 100 Unternehmen in den Wettbewerb gestellt wurden. LesEchos berichtete, dass Alta Ares unter der Führung von Hadrien Canter gegen Schwergewichte wie MBDA und Lockheed Martin ausgewählt wurde. Die ausgewählten Produkte durchliefen eine mehrere Monate dauernde Bewertung und können nun von allen 32 Mitgliedern direkt gekauft oder langfristig geleast werden.

Was die Systeme leisten und was sie kosten

Die Ausrüstung soll Grenzen und strategische Standorte schützen. Die Optionen reichen von Signalstörung über Abfangdrohnen bis hin zu anderer Bewaffnung wie Artillerie. Die NATO gab an, dass jede Fähigkeit zwischen 1,6 und 25 Millionen Euro kostet. Le Soir listete sechzehn militärische Verwendungszwecke auf, darunter Flughafenverteidigung, Grenzschutz und Überwachung. Cristan Coman, der bei der NATO den Bereich Aufklärung, Überwachung und Zielerfassung leitet, erklärte den Zeitvorteil:

„Jeder Verbündete kann jetzt seine Anfrage einreichen, und die Fähigkeit wird innerhalb von 90 bis 100 Tagen geliefert.“

Cristan Coman

Er stellte dies den 9 bis 12 Monaten gegenüber, die normalerweise für die Unterzeichnung eines Vertrags nötig sind.

Finanzierungszusage und nächste Schritte

Die Verbündeten sagten mindestens 40 Milliarden Dollar – rund 37 Milliarden Euro – über fünf Jahre zu, um ihre Anti-Drohnen-Fähigkeiten zu stärken. Die meisten Medien bringen diese Zusage mit dem Gipfel 2025 in Den Haag in Verbindung, während Le Soir die Verpflichtung auf einen Gipfel in Ankara im Juni datierte. Angesichts der Dringlichkeit werden erste Bestellungen sehr bald erwartet. Palestini sagte, sollte die Plattform erfolgreich sein, könne sie im kommenden Jahr auf den Kauf offensiver Drohnen ausgeweitet werden – nicht nur fliegender Systeme.

Drohnenzwischenfälle an der Ostflanke

Litauen, Lettland und Estland, ehemalige Sowjetrepubliken an der Grenze zu Russland, verzeichnen regelmäßig Drohneneindringlinge in ihr Hoheitsgebiet. Auch Polen und Rumänien waren von ähnlichen Vorfällen betroffen. Notícias ao Minuto verwies zudem auf Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer. Le Soir brachte die Beschaffungsoffensive mit dem Drohnenkrieg in der Ukraine und wiederholten Eindringlingen in verbündetes Territorium in Verbindung, insbesondere an der Ostflanke.

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