Kiew kann Waffen, Munition und Ausrüstung über die in Luxemburg ansässige Agentur kaufen, die 32 multinationale Partnerschaften mit mehr als 90 großen Waffensystemen betreut.
Jacqueline Borsboom sagte, der Rahmen biete Beschaffungsexpertise und Skaleneffekte, und nannte als Beispiel eine Anfrage über 30.000 Uniformen.
Anfang Oktober kündigte Trump eine Diesel-Vereinbarung mit Russland an, während sich die Ukraine über Einschränkungen bei der Weitergabe von Geheimdienstinformationen und beim Zugang zum Starshield-System beschwerte.
Kiew kann Waffen, Munition und andere militärische Ausrüstung über die NATO Support and Procurement Agency (NSPA) kaufen, die zentrale Beschaffungsstelle des Bündnisses mit Sitz in Luxemburg. Jacqueline Borsboom, bei der Agentur für die operative Unterstützung zuständig, sagte der Financial Times, die Regelung gebe der Ukraine einen strukturierteren Rahmen, um die Dienste der Agentur zu nutzen – darunter Beschaffungsexpertise, Unterstützungsleistungen und Zugang zu einem etablierten Netzwerk von Rüstungslieferanten. Borsboom sagte, der Mechanismus könne militärische Einkäufe schneller und billiger machen und Skaleneffekte bringen. Sie nannte das Beispiel, dass die Ukraine die Agentur bitten könne, in ihrem Namen 30.000 Uniformen zu beschaffen. Die NSPA betreibt nach eigenen Angaben derzeit 32 multinationale Partnerschaften für logistische Unterstützung, die mehr als 90 große Waffensysteme abdecken, darunter Hubschrauber, Radar, Lenkwaffen, gepanzerte Fahrzeuge und luftgestützte Aufklärungssysteme. Die Agentur beschäftigt rund 1.550 Mitarbeiter und arbeitet mit mehr als 2.500 Auftragnehmern weltweit zusammen.
Die Öffnung baut auf der bereits laufenden Zusammenarbeit zwischen NATO und Ukraine bei der Beschaffung auf. Im Juli 2026 erarbeiteten Vertreter beider Seiten in Ostrava in Tschechien zehn neue Projektideen, mit denen die ukrainische Rüstungsbeschaffung an die Verfahren der westlichen Partner angeglichen werden soll.
Beide Schritte gehören zu einer strategischen Überprüfung der Rüstungsbeschaffung, die auf dem NATO-Gipfel 2024 in Washington vereinbart wurde. Die Überprüfung soll Beschaffung, militärische Planung und Industriepolitik enger verzahnen.
Der Schritt fällt in eine Phase abgekühlter Beziehungen zwischen Washington und Kiew. Anfang Oktober kündigte Präsident Donald Trump eine Vereinbarung mit Russland über Diesel-Lieferungen an, die seiner Darstellung nach die Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten senken soll. Die Ukraine hat sich über Einschränkungen bei der Weitergabe bestimmter Geheimdienstinformationen und bei der Nutzung des Satellitensystems Starshield beschwert, auf das ihre Armee für die Gefechtsfeldkommunikation angewiesen ist. Bei einem Treffen hochrangiger Vertreter in Oslo am Dienstag, 20. Oktober, hätten sich die Teilnehmer darauf verständigt, diese Fragen zu klären, sagte Wolodymyr Selenskyj. Trump sagte am Mittwoch, 21. Oktober, das Ende des Krieges in der Ukraine sei sehr nah, doch die Bemühungen um eine Friedenslösung haben bislang keine Ergebnisse gebracht, da Moskau auf seinen Forderungen beharrt. Auch die Aussetzung der US-Sanktionen gegen Russland durch ein Gesetz namens Lindsey Graham Act sorgt in Kiew und bei seinen Verbündeten für Besorgnis.
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Pollar unterstützenKonflikte · Luxemburg, Ostrava und Oslo
Kiew kann über die NSPA, die Beschaffungsagentur des Bündnisses mit Sitz in Luxemburg, Waffen, Munition und militärische Ausrüstung kaufen. Die Regelung fällt in eine Phase abgekühlter Beziehungen zwischen Kiew und Washington.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von SAPO, Berliner Zeitung, Digi24 und weiteren Medien. Veröffentlicht .