Regierung · Brüssel und Knokke

Brüsseler Stadtrat vergibt Casino-Konzession erneut an Napoleon Games

Am Donnerstag, 5. November 2026, hat der Brüsseler Stadtrat die 15-jährige Konzession für das Casino de Bruxelles erneut an Napoleon Games vergeben, nachdem der Staatsrat seine Entscheidung vom Juli ausgesetzt hatte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Soir, 7sur7 und La Libre.be. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brüssel, Knokke · Belgien
Wie es dazu kam
  1. Ende Oktober 2026Stadt und Viage vereinbaren eine Verlängerung der bestehenden Konzession bis zum 30. Juni 2027
  2. 5.11.Der Stadtrat vergibt die Konzession erneut an Napoleon Games
  3. 1.07.Geplanter Beginn der neuen Konzession

Eine zweite Vergabe nach gerichtlicher Aussetzung

Der Brüsseler Stadtrat hat am Donnerstag, 5. November 2026, erneut Napoleon Games ausgewählt, um das Casino de Bruxelles für die kommenden fünfzehn Jahre zu betreiben. Die Konzession hat einen geschätzten Wert von 750 Millionen Euro, der Vertrag geht an die SA ECK, die Betreibergesellschaft der Marke Napoleon Games. Napoleon Games führt bereits das Casino in Knokke.

Der Stadtrat hatte denselben Vertrag erstmals am 17. Juli 2026 vergeben. Viage, der derzeitige Betreiber, belegte in dieser ersten Runde den zweiten Platz, und sein Eigentümer Casino Austria zog vor den Staatsrat. Am 31. August setzte das Gericht die Vergabe aus und verwies auf Fehler in der Begründung des Stadtrats sowie auf Verstöße gegen die europäischen Pflichten, die den Auftraggeber binden. Der Stadtrat erklärt, er habe nun eine neue Analyse der Angebote vorgenommen, im Einklang mit dem rechtlichen Rahmen und unter Berücksichtigung des Gerichtsurteils.

Eine Übergangsverlängerung für den derzeitigen Betreiber

Ende Oktober 2026 einigten sich die Stadt und Viage darauf, die bestehende Konzession um sechs Monate bis einschließlich 30. Juni 2027 zu verlängern. Die Regelung hält den Casinobetrieb aufrecht und sichert die Arbeitsplätze der 286 Beschäftigten, solange der Streit andauert. Die Verlängerung bedeutet für die Stadt einen Einnahmeverzicht von nahezu 3 Millionen Euro. Die neue Konzession sollte ursprünglich am 1. Januar 2027 beginnen, nun soll sie am 1. Juli 2027 starten. Rund 10 Millionen Euro pro Jahr sollen dem Vertrag zufolge an die Stadt zurückfließen, und die Stadt kann noch nicht bestätigen, dass die Angelegenheit mit dem Ende der Verlängerung im Juni 2027 abgeschlossen sein wird.

Die Reaktion des Betreibers

Philippe Joos, 39, führt Napoleon Games seit drei Jahren. Gegenüber La Libre sagte er, das Unternehmen sei bereit gewesen, das Casino am 1. Januar zu übernehmen. Er erklärte, die Firma werde die Verlängerung nicht anfechten, und argumentierte, Brüssel verdiene als Hauptstadt Belgiens und Sitz Europas Veranstaltungen und Einrichtungen, die diesem Status entsprechen. Seine Haltung formulierte er so:

„Wenn diese Verlängerung im Interesse der Beschäftigten liegt und ihnen Sicherheit gibt, unterstützen wir sie voll und ganz.“

Philippe Joos

Napoleon Games beschäftigt 300 Menschen in Belgien, betreibt neben dem Casino in Knokke 18 Spielsäle und beruft sich auf mehr als 40 Jahre Erfahrung. Joos räumt ein, dass das Online-Spiel inzwischen mehr Umsatz bringt als die stationären Standorte, nennt aber keine Zahl. Er argumentiert, Gäste, die in ein Casino reisen, wollten mehr als Glücksspiel, und verweist auf Gastronomie, Events und Shows in Knokke. Das Unternehmen beruft sich auf die Unterstützung von Marc Coucke und dessen Veranstaltungsfirma Witte Paard sowie auf eine Absichtserklärung von Gary Kasparov.

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