Wahlen · Lima

Fujimori lehnt gemeinsame Nachzählung ab, peruanisches Gericht blockiert Sánchez' Antrag auf Annullierung von 2.400 Wahllokalen

Nur 4.000 Stimmen trennen die Präsidentschaftskandidaten nach der Stichwahl am Sonntag. Der linke Roberto Sánchez schlug eine gemeinsame Nachzählung vor, doch die rechte Keiko Fujimori lehnte ab, und ein separater Antrag auf Annullierung von 2.400 Wahllokalen wurde aus formalen Gründen abgewiesen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von France 24, europa press, Deutsche Welle und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lima · Peru
Wie es dazu kam
  1. 7.06.Stichwahl zwischen Keiko Fujimori und Roberto Sánchez.
  2. 12.06.Sánchez schlägt gemeinsame Nachzählung vor; Fujimoris Kampagne lehnt ab.
  3. 13.06.JEE erklärt Sánchez' Annullierung von 2.400 Wahllokalen für unzulässig.
  4. 30.06.Erwarteter Abschluss der Stimmenauszählung und rechtlichen Anfechtungen, laut ONPE-Direktor.

Hauchdünner Vorsprung

Sechs Tage nach der peruanischen Präsidentschaftsstichwahl vom 7. Juni zeigen offizielle Ergebnisse der ONPE, dass Keiko Fujimori Roberto Sánchez nach Auszählung von 98,3 % der Stimmen mit nur 4.308 Stimmen Vorsprung führt, wie aus am frühen Samstag veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Fujimori hat 9.043.383 Stimmen, Sánchez 9.039.075, was einer Aufteilung von 50,01 % zu 49,99 % entspricht. Früher im Zählprozess, als 98,27 % der Wahlprotokolle verarbeitet waren, betrug der Vorsprung etwa 1.600 Stimmen, was die Volatilität des Endergebnisses unterstreicht.

Sánchez schlägt gemeinsame Nachzählung vor, Fujimori-Lager lehnt ab

Am Freitag berief Sánchez eine Pressekonferenz ein und forderte seinen Rivalen auf:

„Ich schlage vor, dass wir gemeinsam eine erschöpfende Überprüfung, eine Nachzählung des gesamten Prozesses beantragen, insbesondere dort, wo es mutmaßliche Anzeichen dafür gibt, dass die Transparenz nicht wie erforderlich gewährleistet war.“

Roberto Sánchez, Linker Präsidentschaftskandidat für Juntos por el Perú
Der linke Kandidat argumentierte, Fujimoris Partei versuche, Stimmen im Süden Perus zu annullieren, während sein eigenes Lager Unregelmäßigkeiten in Lima und bei den Auslandsstimmen feststelle, wo Fujimori stark abgeschnitten habe. Fujimoris Vizepräsidentschaftskandidat Luis Galarreta wies den Vorschlag zurück.

„Eine Nachzählung erfolgt nicht einfach, weil jemand sie vorschlägt. Wir werden respektieren, was die Wahlregeln sagen.“

Luis Galarreta, Fujimoris Vizepräsidentschaftskandidat
Fujimori selbst rief zur Geduld auf und sagte Reportern:

„Wir verfolgen die Anhörungen vor den Sondergerichten; das erfordert Geduld, schafft aber Vertrauen zwischen den Kandidaten. Wir werden auf das endgültige Ergebnis warten.“

Keiko Fujimori, Rechte Präsidentschaftskandidatin für Fuerza Popular

Gericht weist Annullierungsantrag aus formalen Gründen ab

Das Sonderwahlgericht (JEE) erklärte Sánchez' Versuch, 2.400 Wahllokale – 1.751 in Peru und 649 im Ausland – zu annullieren, für „unzulässig“, nachdem seine Partei es versäumt hatte, die Originalquittung für die erforderliche Wahlgebühr beizufügen. In einer Stellungnahme stellte das Nationale Wahlgericht (JNE) fest, dass diese Anforderung „unbehebbar“ sei, sodass Sánchez der von ihm angestrebte unmittelbare Rechtsweg verschlossen blieb. Sein Anwalt Carlos Zafra hatte „schwere und systematische Anzeichen von Wahlbetrug“ behauptet und auf eine angeblich exakte Wiederholung von Stimmmustern aus der ersten Runde verwiesen. Der Rechtschef von Fuerza Popular, Luis Dyer, konterte:

„Wenn Sie einen Nichtigkeitsantrag stellen, müssen Sie Beweise vorlegen.“

Luis Dyer, Rechtschef von Fuerza Popular

Was als Nächstes passiert

Während die ONPE die verbleibenden Stimmzettel weiter auszählt, prüfen 60 Sonderwahlgerichte in öffentlichen Anhörungen Tausende von angefochtenen Stimmen – einige davon sind mit beleidigenden Phrasen gegen beide Kandidaten versehen. ONPE-Direktor Bernardo Pachas sagte Reportern, dass sich der Prozess bis „Ende Juni“ hinziehen könnte. Das endgültige Ergebnis – sofern es nicht durch die anhängigen rechtlichen Anfechtungen gekippt wird – wird darüber entscheiden, ob Peru unter Fujimori weiter nach rechts rückt oder mit Sánchez, dem politischen Erben des ehemaligen Präsidenten Pedro Castillo, eine Linkswende vollzieht.

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