Wahlen · Lima
Fujimori lehnt gemeinsame Nachzählung ab, peruanisches Gericht blockiert Sánchez' Antrag auf Annullierung von 2.400 Wahllokalen
Nur 4.000 Stimmen trennen die Präsidentschaftskandidaten nach der Stichwahl am Sonntag. Der linke Roberto Sánchez schlug eine gemeinsame Nachzählung vor, doch die rechte Keiko Fujimori lehnte ab, und ein separater Antrag auf Annullierung von 2.400 Wahllokalen wurde aus formalen Gründen abgewiesen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von France 24, europa press, Deutsche Welle und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Sánchez bat Fujimori, eine gemeinsame vollständige Nachzählung zu beantragen; ihr Vizepräsidentschaftskandidat Galarreta lehnte ab und erklärte, Nachzählungen folgten rechtlichen Verfahren.
Das Wahlgericht wies Sánchez' Anfechtung von 2.400 Wahllokalen ab, da seine Partei den Zahlungsbeleg nicht beigefügt hatte.
Bei 98,3 % Auszählung führt Fujimori mit nur 4.308 Stimmen von über 18 Millionen abgegebenen Stimmen, eine Aufteilung von 50,01 % zu 49,99 %.
Fujimori erklärte, ihr Lager werde das endgültige ONPE-Ergebnis abwarten, und rief zur Geduld auf, während Sondergerichte die angefochtenen Stimmen prüfen.
ONPE-Direktor Bernardo Pachas deutete an, dass die endgültige Klärung aufgrund der laufenden Überprüfung umstrittener Stimmzettel bis Ende Juni dauern könnte.
- 7.06.Stichwahl zwischen Keiko Fujimori und Roberto Sánchez.
- 12.06.Sánchez schlägt gemeinsame Nachzählung vor; Fujimoris Kampagne lehnt ab.
- 13.06.JEE erklärt Sánchez' Annullierung von 2.400 Wahllokalen für unzulässig.
- 30.06.Erwarteter Abschluss der Stimmenauszählung und rechtlichen Anfechtungen, laut ONPE-Direktor.
Hauchdünner Vorsprung
Sechs Tage nach der peruanischen Präsidentschaftsstichwahl vom 7. Juni zeigen offizielle Ergebnisse der ONPE, dass Keiko Fujimori Roberto Sánchez nach Auszählung von 98,3 % der Stimmen mit nur 4.308 Stimmen Vorsprung führt, wie aus am frühen Samstag veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Fujimori hat 9.043.383 Stimmen, Sánchez 9.039.075, was einer Aufteilung von 50,01 % zu 49,99 % entspricht. Früher im Zählprozess, als 98,27 % der Wahlprotokolle verarbeitet waren, betrug der Vorsprung etwa 1.600 Stimmen, was die Volatilität des Endergebnisses unterstreicht.
Sánchez schlägt gemeinsame Nachzählung vor, Fujimori-Lager lehnt ab
Am Freitag berief Sánchez eine Pressekonferenz ein und forderte seinen Rivalen auf:
„Ich schlage vor, dass wir gemeinsam eine erschöpfende Überprüfung, eine Nachzählung des gesamten Prozesses beantragen, insbesondere dort, wo es mutmaßliche Anzeichen dafür gibt, dass die Transparenz nicht wie erforderlich gewährleistet war.“
„Eine Nachzählung erfolgt nicht einfach, weil jemand sie vorschlägt. Wir werden respektieren, was die Wahlregeln sagen.“
„Wir verfolgen die Anhörungen vor den Sondergerichten; das erfordert Geduld, schafft aber Vertrauen zwischen den Kandidaten. Wir werden auf das endgültige Ergebnis warten.“
Gericht weist Annullierungsantrag aus formalen Gründen ab
Das Sonderwahlgericht (JEE) erklärte Sánchez' Versuch, 2.400 Wahllokale – 1.751 in Peru und 649 im Ausland – zu annullieren, für „unzulässig“, nachdem seine Partei es versäumt hatte, die Originalquittung für die erforderliche Wahlgebühr beizufügen. In einer Stellungnahme stellte das Nationale Wahlgericht (JNE) fest, dass diese Anforderung „unbehebbar“ sei, sodass Sánchez der von ihm angestrebte unmittelbare Rechtsweg verschlossen blieb. Sein Anwalt Carlos Zafra hatte „schwere und systematische Anzeichen von Wahlbetrug“ behauptet und auf eine angeblich exakte Wiederholung von Stimmmustern aus der ersten Runde verwiesen. Der Rechtschef von Fuerza Popular, Luis Dyer, konterte:
„Wenn Sie einen Nichtigkeitsantrag stellen, müssen Sie Beweise vorlegen.“
Was als Nächstes passiert
Während die ONPE die verbleibenden Stimmzettel weiter auszählt, prüfen 60 Sonderwahlgerichte in öffentlichen Anhörungen Tausende von angefochtenen Stimmen – einige davon sind mit beleidigenden Phrasen gegen beide Kandidaten versehen. ONPE-Direktor Bernardo Pachas sagte Reportern, dass sich der Prozess bis „Ende Juni“ hinziehen könnte. Das endgültige Ergebnis – sofern es nicht durch die anhängigen rechtlichen Anfechtungen gekippt wird – wird darüber entscheiden, ob Peru unter Fujimori weiter nach rechts rückt oder mit Sánchez, dem politischen Erben des ehemaligen Präsidenten Pedro Castillo, eine Linkswende vollzieht.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- France 24Perú: Sanchez pide recuento de votos, Fujimori se niega
- europa pressEl JEE rechaza el recurso de Sánchez para invalidar más de 2.000...
- Deutsche WelleSánchez propone a Fujimori revisar "todos los votos" en Perú
- Notícias ao MinutoCandidato às presidenciais no Peru propõe recontagem da segunda volta
- Roberto Sánchez
- Linker Präsidentschaftskandidat für Juntos por el Perú, der nach der Stichwahl vom 7. Juni eine gemeinsame Nachzählung vorschlug.
- Keiko Fujimori
- Rechte Präsidentschaftskandidatin für Fuerza Popular, mit schmalem Vorsprung führend; Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori.
- Luis Galarreta
- Fujimoris Vizepräsidentschaftskandidat, der Sánchez' Nachzählungsvorschlag ablehnte.
- Luis Dyer
- Rechtschef von Fuerza Popular, der argumentierte, Sánchez' Nichtigkeitsantrag entbehre der Beweise.
- Carlos Zafra
- Anwalt von Sánchez' Juntos por el Perú, der Wahlbetrug behauptete.
- Víctor Arbulú
- Magistrat, der dem JEE Lima Oeste 3 vorsitzt und angefochtene Stimmen prüft.
- Bernardo Pachas
- Direktor der ONPE, sagte, die endgültige Auszählung könnte sich bis Ende Juni erstrecken.
- Alberto Fujimori
- Ehemaliger Präsident Perus (1990-2000), genannt als Keiko Fujimoris Vater.
- Orte
- Lima
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