
Leiche in fortgeschrittener Verwesung in Pagkrati-Wohnung gefunden; 63-jähriger Bruder zur Befragung mitgenommen
Die Polizei entdeckte die Leiche eines Mannes in fortgeschrittenem Verwesungszustand in einer Wohnung in der Astydamantos-Straße, nachdem Nachbarn einen starken Geruch gemeldet hatten. Der 63-jährige Bruder des Mannes wurde lebend in der Wohnung aufgefunden und wird befragt.
Entdeckung
Am Sonntag, 5. Juli 2026, gegen 17:00 Uhr ging bei der Griechischen Polizei (EL.AS) ein Notruf von einem Bewohner eines Apartmentgebäudes in der Astydamantos-Straße im Athener Stadtteil Pagkrati ein. Der Anrufer meldete einen intensiven, unerträglichen Geruch, der aus einer benachbarten Wohnung drang. Beamte trafen ein und verschafften sich gewaltsam Zutritt zur Wohnung, wo sie die Leiche eines Mannes in fortgeschrittenem Verwesungszustand fanden, in Bettlaken eingewickelt. Im selben Raum trafen sie auf den 63-jährigen Bruder des Verstorbenen, der lebend und anwesend in der Wohnung war.
Hintergrund der Brüder
Die beiden Männer hatten für einen unbestimmten Zeitraum zusammen in der Wohnung gelebt. Nachbarn sagten Reportern, dass beide Brüder unter ernsthaften psychischen Problemen litten und eine ständige Angstquelle im Gebäude darstellten. Eine Bewohnerin behauptete, das Paar sei ehemalige Polizisten und andere Mieter hätten zuvor versucht, sie zu vertreiben, aber ihre Bemühungen seien gescheitert. Sie beschrieb die Brüder als "die Angst und den Schrecken des Wohnblocks" und behauptete, dass der Tod ein Tötungsdelikt sei, und erklärte, das Opfer sei "abgeschlachtet" worden. Der 63-Jährige, geboren 1962, befand sich Berichten zufolge in einem Zustand der Verwirrung und des Deliriums, als die Polizei eintraf.
Ermittlungen
Der 63-jährige Bruder wurde zur Befragung auf eine Polizeiwache gebracht, im Rahmen einer vorläufigen Untersuchung. Die Behörden haben noch nicht bekannt gegeben, ob sichtbare Anzeichen von Gewalt an der Leiche vorhanden waren. Ein Rechtsmediziner wurde beauftragt, eine Autopsie durchzuführen, um die Todesursache zu bestimmen und festzustellen, ob eine strafbare Handlung vorlag. Die Polizei hält alle Möglichkeiten offen, einschließlich eines Todes aus pathologischen Gründen. Ein Nachbar schätzte, dass der Tod drei bis vier Tage zuvor eingetreten sein könnte, basierend auf der Entwicklung des Geruchs. Die Ermittlungen dauern an.


