Sicherheit · Orange
Mutter von fünf toten Babys in Orange (Frankreich) des Mordes angeklagt; Vater ohne Anklage freigelassen
Eine 32-jährige Frau wurde des Mordes an fünf Säuglingen angeklagt und in Untersuchungshaft genommen, die am Montag tot in einer Wohnung in Orange, Frankreich, aufgefunden wurden. Ihr Partner, der die Überreste entdeckte und die Behörden alarmierte, wurde ohne Anklage freigelassen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von RTBF, Le Monde.fr, Franceinfo und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Polizei entdeckte am Montag, 27. Juli, die Knochen von vier Neugeborenen und einen verwesenden Körper eines fünften in Kartons in der Wohnung des Paares.
Die 32-jährige Mutter Marie B. wurde am Freitag, 31. Juli, wegen Mordes an einem Minderjährigen unter 15 Jahren angeklagt und in Untersuchungshaft genommen.
Während der Haft beharrte sie darauf, dass alle Babys Totgeburten waren und dass die Nabelschnur um ihren Hals gewickelt war; forensische Untersuchungen laufen.
Der 32-jährige Vater, der die Behörden nach dem Fund der Überreste alarmierte, wurde am Donnerstag, 30. Juli, freigelassen; sein Anwalt sagte, er habe nichts gewusst.
Die beiden älteren Kinder des Paares im Alter von 8 und 9 Jahren sind bei Verwandten untergebracht; der neugeborene Junge wird vorübergehend vom Jugendamt betreut.
- 29.07.Mutter bei Krankenhausentlassung verhaftet und in Gewahrsam genommen; Partner ebenfalls in Gewahrsam genommen.
- 30.07.Partner ohne Anklage freigelassen.
- 31.07.Mutter des Mordes an fünf Minderjährigen unter 15 Jahren angeklagt und in Untersuchungshaft genommen.
Die Entdeckung
Am Sonntag, 26. Juli, brachte eine 32-jährige Frau in Orange (Vaucluse) zu Hause einen gesunden Jungen zur Welt, während ihr Partner mit ihren beiden älteren Kindern (8 und 9 Jahre) unterwegs war. Laut einer von mehreren Medien zitierten Polizeiquelle hatte der Partner das Haus verlassen, damit sie sich wegen Bauchschmerzen ausruhen konnte. Als er zurückkam, fand er das Neugeborene und alarmierte das Krankenhaus. Beunruhigt über die späte Entdeckung der Schwangerschaft (das Paar hatte zuvor bereits Schwangerschaften verleugnet), durchsuchte der Mann die Wohnung und fand in einem Karton, was wie menschliche Überreste aussah: ein verwesendes Neugeborenes. Er kontaktierte das Krankenhauszentrum von Orange, das die Staatsanwaltschaft Carpentras informierte. Die Polizei durchsuchte das Haus am Montagabend und entdeckte vier weitere Säuglingsleichen, einige davon bereits skelettiert. Ein Gerichtsmediziner stellte fest, dass die Knochen und der verwesende Körper zu fünf Säuglingen gehörten.
Die Anklage
Die Mutter wurde nach der Geburt ins Krankenhaus eingeliefert und am Mittwoch, 29. Juli, bei ihrer Entlassung verhaftet. Sie wurde in Avignon in Polizeigewahrsam genommen und vernommen. Der Partner wurde ebenfalls am Mittwochmorgen in Gewahrsam genommen, aber am Donnerstagabend ohne Anklage freigelassen. Am Freitag, 31. Juli, wurde die Mutter einem Ermittlungsrichter in Avignon vorgeführt und unter formelle Untersuchung (mise en examen) wegen „Mordes an einem Minderjährigen unter 15 Jahren“ gestellt. Der stellvertretende Staatsanwalt Jean-François Mayet erklärte, dass der Tatzeitraum von April 2018 bis Oktober 2025 reicht. Die Mutter, die von Le Parisien als „schweigsam“ beschrieben wurde, gab zu, die Säuglinge heimlich zur Welt gebracht zu haben, beharrte jedoch darauf, dass es sich jeweils um Totgeburten handelte. Sie sagte den Ermittlern: „Alle diese Babys waren Totgeburten“ und bestritt jede Handlung des Erstickens. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Nabelschnur noch um den Hals der Säuglinge gewickelt war und sie möglicherweise nie geatmet haben. Forensische Untersuchungen laufen, um festzustellen, ob eines von ihnen geatmet hat.
Die Aussage des Vaters
Der 32-jährige Partner, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, wird nicht angeklagt. Sein Anwalt Hayet El Aouadi sagte gegenüber France Bleu Vaucluse, sein Mandant sei „ein zerstörter Vater, der sich auf seine beiden Kinder konzentriert“ und „er ist im Schockzustand, der Himmel ist ihm auf den Kopf gefallen.“ Er beteuert, von den Schwangerschaften oder Geburten nichts gewusst zu haben. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der Mann angab, völlig ahnungslos bezüglich möglicher Schwangerschaften gewesen zu sein. Er war bei früheren Geburten ihrer beiden Kinder anwesend, fehlte jedoch bei der Entbindung am Sonntag.
„Er wusste überhaupt nichts.“
Maßnahmen zum Kindeswohl
Die drei überlebenden Kinder des Paares – die beiden älteren im Alter von 8 und 9 Jahren und der neugeborene Junge – sind Gegenstand dringender Kinderschutzmaßnahmen. Die Staatsanwaltschaft Carpentras hat die Kinder- und Jugendhilfe (ASE) beauftragt, eine schnelle Bewertung der Situation der älteren Kinder vorzunehmen; sie werden derzeit von Verwandten betreut. Der Neugeborene wurde vorübergehend in Obhut genommen, bis ein Familiengericht entscheidet. Die Ermittlungen stehen nun unter der Aufsicht des Ermittlungsrichters von Avignon.
Historische Parallelen
Der Fall weckt Vergleiche mit der Affäre um Dominique Cottrez aus dem Jahr 2010, bei der acht Neugeborenenleichen in einem Garten und einer Garage in Nordfrankreich vergraben gefunden wurden. Cottrez wurde 2015 zu neun Jahren Haft verurteilt. Dieser Fall bleibt der schwerste dokumentierte Kindstötungsfall in Frankreich.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- RTBFCorps de bébés retrouvés à Orange en France : la mère mise en examen pour meurtre et placée en détention - RTBF Actus
- Le Monde.frLa mère des cinq bébés morts découverts à Orange a été mise en examen et placée en détention provicoire
- FranceinfoAprès la découverte de cinq nouveau-nés morts à Orange, la mère de famille mise en examen et placée en détention provisoire
- Ouest FranceBébés retrouvés morts à Orange : la mère mise en examen pour meurtre sur cinq mineurs de moins de 15 ans
- Jean-François Mayet
- stellvertretender Staatsanwalt (procureur adjoint), der die Anklage bekannt gab
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