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Gesundheit & Bildung·vor 3 Std.

Brasilien untersucht mutmaßlichen Ebola-Fall in São Paulo, während Ausbruch im Kongo 1.000 Infektionen übersteigt

Die Gesundheitsbehörden in São Paulo untersuchen eine mutmaßliche Ebola-Infektion bei einem Mann, der kürzlich aus der Demokratischen Republik Kongo zurückgekehrt ist, wo ein Ausbruch des Bundibugyo-Stammes mindestens 223 Todesopfer gefordert hat.

Der mutmaßliche Fall

Die Gesundheitsbehörden des brasilianischen Bundesstaates São Paulo gaben am Samstag bekannt, dass sie einen mutmaßlichen Ebola-Fall untersuchen. Ein Mann aus der Demokratischen Republik Kongo zeigte Fieber nach einem kürzlichen Besuch des afrikanischen Landes, das derzeit mit einem Ausbruch des Virus kämpft. Der Patient wird im Instituto Emílio Ribas de Doenças Infecciosas isoliert, einem Krankenhaus, das auf die Versorgung von Patienten mit mutmaßlichen oder bestätigten viralen und infektiösen Krankheiten während Epidemiephasen spezialisiert ist.

Das Verfahren umfasst Isolierung, sofortige Meldung, Laboruntersuchung und Überwachung.

Labortests haben den Fall noch nicht bestätigt, aber die Untersuchung wurde „vorsorglich“ nach Auftreten der Symptome gemäß den medizinischen Protokollen eingeleitet. Die Behörden stuften das Risiko einer Einschleppung der Krankheit nach Brasilien als „sehr gering“ ein, mit Verweis auf das Fehlen einer lokalen Übertragung und das Fehlen von Direktflügen zwischen dem südamerikanischen Land und der betroffenen afrikanischen Region.

Der Ausbruch im Kongo

Der aktuelle Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo wird durch den Bundibugyo-Stamm verursacht, der eine Sterblichkeitsrate zwischen 30 % und 50 % aufweist und für den es keinen zugelassenen Impfstoff oder keine spezifische Behandlung gibt. Die Weltgesundheitsorganisation meldete am Freitag, dass in der DRK 906 wahrscheinliche Ebola-Infektionsfälle registriert wurden, mit 223 mutmaßlichen Todesfällen. Unterdessen verzeichneten am Donnerstag veröffentlichte Daten des Africa CDC, der Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union, 246 Todesfälle und mehr als 1.000 wahrscheinliche Fälle.

Gemeldete Ebola-Fälle und Todesfälle in der DRK (aktueller Ausbruch) · count
WHO wahrscheinliche Fälle
906 count
Africa CDC wahrscheinliche Fälle
1000 count
WHO mutmaßliche Todesfälle
223 count
Africa CDC Todesfälle
246 count

Regionale Ausbreitung

Im Nachbarland Uganda wurden ebenfalls sieben bestätigte Fälle entdeckt. Die ersten beiden betrafen Reisende, die aus der DRK zurückkehrten, und seitdem wurden auch lokale Übertragungen registriert, darunter bei Gesundheitspersonal. Einer der Patienten in Uganda ist gestorben.

Historischer Kontext

Ebola hat in den letzten 50 Jahren nach Angaben der Associated Press mehr als 15.000 Menschen in Afrika getötet. Der tödlichste Ausbruch in der DRK, der zwischen 2018 und 2020 stattfand, forderte fast 2.300 Todesopfer. Der aktuelle Bundibugyo-Ausbruch stellt aufgrund des Fehlens zugelassener Impfstoffe oder Behandlungen für diesen speziellen Stamm eine erhebliche Herausforderung dar.

Reaktion und Vorsichtsmaßnahmen

Die brasilianischen Gesundheitsbehörden haben empfohlen, dass Gesundheitsdienste Personen überwachen, die Fieber und eine kürzliche Reisegeschichte in die Demokratische Republik Kongo aufweisen, sowie deren enge Kontakte. Der Patient bleibt in Isolation, während die Laboruntersuchungen fortgesetzt werden, und die Beamten betonten, dass die Vorsichtsprotokolle wie vorgesehen funktionieren.

São Paulo · Kinshasa · Kampala

5 Quellen

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