Regierung · Siena, Rom und Florenz

Kommission schickt David-Rossi-Fotos an die Staatsanwaltschaften, Mussari reicht Beschwerden gegen Giletti ein

Die parlamentarische Kommission zum Tod von David Rossi will die Carabinieri einen Mann identifizieren lassen, der auf einem Foto aus dem Jahr 2013 in der Gasse am Telefon zu sehen ist. Giuseppe Mussari, früherer Chef der Monte dei Paschi, hat in Rom und Florenz Beschwerden gegen Massimo Giletti eingereicht.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it, Il Fatto Quotidiano, Adnkronos und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Siena, Rom, Florenz, Brescia · Italien
Wie es dazu kam
  1. 19.10.Lo stato delle cose auf Rai3 sendet Aussagen zum Fall
  2. 2.11.Die Sendung zeigt ein Foto eines Mannes am Telefon in der Gasse, das mit Mussari in Verbindung gebracht wird
  3. 3.11.Die Kommission schickt die Fotos an die Staatsanwaltschaften und beauftragt die Carabinieri mit der Identifizierung des Mannes; Mussari reicht Beschwerden in Rom und Florenz ein

Kommission bittet Carabinieri, den Mann am Telefon zu identifizieren

Am Dienstag, 3. November 2026, beschloss die parlamentarische Untersuchungskommission zum Tod von David Rossi, ihre Fotografien an die ermittelnden Staatsanwaltschaften zu schicken und die Provinz-Carabinieri von Siena damit zu beauftragen, den Mann zu identifizieren. Der Präsident der Kommission, Gianluca Vinci, verkündete den Beschluss nach einer Sitzung des Präsidiums. Die Bilder waren bereits am Vorabend, Montag, 2. November, in der Rai3-Sendung Lo stato delle cose zu sehen gewesen. Vinci sagte, der Satz umfasse mehr als 200 Aufnahmen eines Fotografen, die die frühere Kommission erworben habe und die den Bereich der Via dei Rossi nahe dem Vicolo Monte Pio am Abend des 6. März 2013 zeigten. Oberstleutnant Adolfo Gregori, ein ehemaliger Berater der Kommission, wird die Carabinieri unterstützen. Vinci fügte hinzu, die abgebildete Person oder eine ihr nahestehende Person könne sich melden, bevor die Identifizierung abgeschlossen sei.

Vinci erläuterte den Zweck des Ersuchens in einfachen Worten:

„Die Absicht ist herauszufinden, wer an jenem Abend in der Gasse war und auf jenem Foto zu sehen ist.“

Gianluca Vinci, Präsident

Mussaris Beschwerden und Gilettis Reaktion

Giuseppe Mussari, der die Stiftung Monte dei Paschi von 2001 bis 2006 leitete und in der Arbeit der Kommission genannt wird, reichte bei den Staatsanwaltschaften in Rom und Florenz Beschwerde wegen falscher Anschuldigung, schwerer Verleumdung und Verletzung des Amtsgeheimnisses ein. Seine Anwälte Tullio Padovani, Fabio Pisillo und Francesco Marenghi erklärten, die Eingabe umfasse 21 Dokumente. Sie richte sich gegen drei Gruppen: den Urheber von Aussagen, die von den Beratern der Kommission aufgezeichnet wurden und den die Presse als ehemaligen Kronzeugen identifiziert hat; Massimo Giletti wegen eines am 18. Oktober auf Instagram veröffentlichten Videos und wegen Äußerungen in der Sendung vom 19. Oktober; sowie gegen alle, die Inhalte der Protokolle und die Identität der Zeugen weitergegeben haben. Ein zweiter Zeuge, ein Häftling, ist vorsorglich erfasst, für den Fall, dass die vollständigen Protokolle Anschuldigungen gegen Mussari enthalten. Mussari hat beantragt, von den Ermittlungsrichtern angehört zu werden.

Giletti antwortete auf die Beschwerde mit einem einzigen Satz:

„Das ist einmal mehr der Beweis, dass Kämpfe einen Preis haben.“

Massimo Giletti, Journalist und Moderator von Lo stato delle cose auf Rai3

Er sagte, er wolle die Gründe für die Klage verstehen und werde dies vor Gericht tun. Er beteuerte, keine geheimen Informationen preisgegeben zu haben, und wies darauf hin, dass der Vorsitzende der Kommission am Tag nach der angeblichen Versiegelung dieselben Inhalte gegenüber Journalisten wiederholt habe.

Anwälte benennen Luca Anselmi als den Mann auf dem Foto

Die Anwälte Mussaris erklärten, der Mann auf dem Foto sei nicht ihr Mandant, und nannten die Zuschreibung falsch, sie sei ohne Prüfung einem landesweiten Publikum präsentiert worden. Sie argumentierten, Anselmi und Mussari sähen sich nicht ähnlich und ein einfacher Bildvergleich zeige dies. Ein weiterer Anwalt, Lorenzo De Martino, erklärte, sein Mandant Luca Anselmi sei der Mann auf dem Bild, eine in Siena weithin bekannte und wiedererkennbare Persönlichkeit. Laut der Erklärung sei Anselmi in der Sendung fälschlich für jemand anderen gehalten worden und habe den Ort, wie viele andere, erst nach Kenntnis des tragischen Ereignisses erreicht. Er habe diesen Punkt gegenüber allen, die ihn kontaktiert hätten, klargestellt.

Weitere Stränge und nächste Schritte

Die Florentiner Generalstaatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität führt wegen des Todes von Rossi ein Verfahren gegen Unbekannte wegen Totschlags, auch die Antimafia-Direktion in Brescia befasst sich mit dem Fall. Die Kommission hatte zuvor einen ehemaligen Florentiner Fußballspieler als mutmaßlichen Organisator des Hinterhalts bezeichnet, der dem Tod Rossis vorausgegangen sein soll. Der Mann sollte am Dienstag erscheinen, zog seine Bereitschaft zur Aussage jedoch zurück. Vinci sagte, er und sein Anwalt hätten erklärt, sie würden aussagen, wenn sie die Protokolle ohne Auslassungen erhielten, und der Rückzug sei erfolgt, bevor diese Protokolle übergeben werden konnten. Die Kommission will mindestens 30 Tage abwarten, bevor sie entscheidet, ob sie ihn erneut förmlich lädt. In der kommenden Woche wird die Kommission die frühere Sekretärin Rossis im Palazzo Te in Mantua anhören, die über ihre Arbeit in der Region Mantua und anderswo berichten kann. Etwa 15 Tage später will die Kommission den Anwalt Vecoli anhören, der Rossi seinerzeit unterstützte.

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