Sicherheit · Siena, Florenz und Brescia
Florentiner Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft eröffnet Mordermittlungen zum Tod von David Rossi 2013
Die Staatsanwaltschaft Florenz hat ein Mordermittlungsverfahren zum Tod des früheren Kommunikationschefs der Monte dei Paschi, David Rossi, eröffnet und damit die Suizidfeststellung aus Siena gekippt. Auch Brescia und Bologna sollen beteiligt sein.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rai news, Adnkronos und il Giornale.it. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die DDA Florenz hat eine Mordakte zum Tod von David Rossi eröffnet, die nach einer Beschwerde seiner Ehefrau Antonella Tognazzi und seiner Tochter Carolina Orlandi aus Siena übermittelt wurde.
Der im März 2026 vorgelegte Zwischenbericht der parlamentarischen Untersuchungskommission schloss Suizid als Hypothese aus; seine Unterlagen wurden der Florentiner Akte beigefügt.
Die Ermittler prüfen die Sponsoringausgaben der MPS, die Berichten zufolge bei etwa 50 Millionen Euro jährlich lagen und kurz vor Rossis Tod um rund 10 Millionen gekürzt wurden.
Kommissionschef Gianluca Vinci benannte Giuseppe Mussari und Gabriele Ceccherelli als angebliche Anstifter und Organisatoren einer Einschüchterung; beide bestreiten die Vorwürfe, gegen sie wird laut Bericht nicht ermittelt.
- 6.03.David Rossi stürzt aus dem Fenster seines Büros im Palazzo Salimbeni in Siena
- März 2026Zwischenbericht der parlamentarischen Kommission schließt Suizid aus
- 28.10.Mordermittlungen der DDA Florenz werden bekannt
Fall nach zwei Suizidfeststellungen neu aufgerollt
Staatsanwälte der Florentiner Anti-Mafia-Direktion (DDA) haben ein Mordermittlungsverfahren zum Tod von David Rossi eröffnet, dem früheren Kommunikationschef der Monte dei Paschi di Siena (MPS). Rossi stürzte am 6. März 2013 aus dem Fenster seines Büros im Palazzo Salimbeni. Die Staatsanwaltschaft Siena hatte den Fall zweimal als Suizid abgeschlossen. Die Akte gelangte nach einer Beschwerde von Rossis Ehefrau Antonella Tognazzi und der gemeinsamen Tochter Carolina Orlandi nach Florenz, die seit Langem weitere Prüfungen gefordert hatten. Justizkreisen zufolge begannen die Ermittlungen bereits in den Monaten vor diesem Bericht.
Parlamentarische Kommission und das weitere Verfahren
Die parlamentarische Untersuchungskommission legte im März 2026 einen Zwischenbericht vor, der Suizid ausschloss. Ihre Unterlagen wurden der Florentiner Akte beigefügt, und mehrere Zeugen sollen von den Ermittlern gehört worden sein, einige davon bereits von der Kommission befragt. Die Ermittler untersuchen Verletzungen am Körper Rossis und mögliche Verbindungen zur organisierten Kriminalität, darunter Personen, die dem Clan Grande Aracri nahestehen sollen. Auch die Staatsanwaltschaft Brescia soll eine Akte eröffnet haben. Einem Bericht zufolge ist auch die DDA Bologna Teil des Bildes und es wurde ein Koordinierungstreffen der drei Behörden unter der nationalen Anti-Mafia-Direktion von Giovanni Melillo erwogen. Die Kommission hat offengelegt, dass es geschwärzte Passagen (omissis) in Zeugenaussagen gibt, und diese sollen für das neue Material zentral sein.
Sponsoringgelder im Visier
Die Ermittler prüfen zudem das Sponsoring-System der MPS. Berichten zufolge lag das jährliche Sponsoringbudget der Bank bei etwa 50 Millionen Euro, das kurz vor Rossis Tod um rund 10 Millionen gekürzt wurde. Die Ermittler wollen klären, wohin das Geld floss und wer von den Kürzungen profitierte. Ein Bericht bringt die Sponsoringströme mit einem Konto in Viadana in der Provinz Mantua in Verbindung, das angeblich auf den Namen eines Strohmanns des Clans Grande Aracri laufen soll. Dieser Zusammenhang ist bislang nicht bewiesen und wird als Ermittlungsansatz dargestellt.
Vorwürfe gegen Mussari und Ceccherelli
Der Vorsitzende der Kommission, Gianluca Vinci, hat den früheren MPS-Präsidenten Giuseppe Mussari und den Florentiner Gabriele Ceccherelli als angebliche Anstifter und Organisatoren einer Einschüchterung gegen Rossi benannt, die sich seiner Darstellung zufolge später verselbstständigt habe. Nach Vincis Schilderung war das ursprüngliche Ziel, Rossi zur Annahme bestimmter Bedingungen zu drängen. Beide Männer bestreiten die Vorwürfe. Die bislang berichteten Erkenntnisse zeigen nicht, dass gegen einen von ihnen ermittelt wird. Ceccherelli, der angeboten hatte, von der Kommission gehört zu werden, soll seinen Kurs geändert haben und verteidigt sich nun unter Berufung auf die omissis, so sein Anwalt Federico Bagattini. Ein Geschäftsmann, der derzeit in Bologna in Haft sitzt, soll auf Mussari hingewiesen haben, doch der Artikel nennt frühere Fälle, die seine Glaubwürdigkeit infrage stellen. Eine zweite Quelle, ein brasilianischer Staatsbürger, der wegen eines Tötungsdelikts in Haft sitzt, soll ebenfalls Ceccherelli beschuldigen.
Was noch zu klären ist
Die Ermittler müssen das bisher gesammelte Material prüfen und klären, ob es die Mordhypothese stützt. Die Berichte bezeichnen diese Angaben als Ermittlungshypothesen, die noch überprüft werden müssen. Vorerst stützt sich die Mordlinie auf Spuren, die die Ermittler noch nicht geprüft haben.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Rai newsTod von David Rossi, Mordermittlungen: Akten in Florenz und BresciaMorte David Rossi, indagini per omicidio: fascicoli a Firenze e Brescia · Original auf Italienisch
- AdnkronosDavid Rossi, Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft Florenz ermittelt wegen MordesDavid Rossi, Procura antimafia di Firenze indaga per omicidio · Original auf Italienisch
- il Giornale.itDavid Rossi, drei DDA eröffnen eine Akte zum MordDavid Rossi, tre Dda aprono un fascicolo sull'omicidio · Original auf Italienisch
- David Rossi
- Früherer Kommunikationschef der Monte dei Paschi di Siena, dessen Tod 2013 Gegenstand von Mordermittlungen ist
- Gianluca Vinci
- Vorsitzender der parlamentarischen Untersuchungskommission, der Mussari und Ceccherelli benannte
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