Wirtschaft · New York und Washington
Musk verliert über 100 Milliarden Dollar, während Tech-Aktien nach Wahlsiegen der Demokraten einbrechen
Tesla und SpaceX haben nach Angaben von Dow Jones Market Data innerhalb von zwei Handelstagen rund 456 Milliarden Dollar an Marktwert verloren, nachdem die Demokraten bei den Zwischenwahlen am 3. November sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat gewonnen hatten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von rts.ch, Focus, BFMTV und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Dow Jones Market Data, berichtet von MarketWatch, beziffert den gemeinsamen Verlust in zwei Handelstagen auf 456 Milliarden Dollar, davon 216 Milliarden bei Tesla und rund 240 Milliarden bei SpaceX.
Der Bloomberg Billionaires Index zeigt für Musk am Donnerstag, dem 5. November, einen Verlust von fast 80 Milliarden Dollar nach einem Minus von 33,5 Milliarden Dollar am Mittwoch; sein Vermögen liegt damit bei 785 Milliarden Dollar.
Eine NBC-Umfrage ergab, dass Rechenzentren für ein Viertel der Wähler entscheidend waren; mehr als zwei Drittel der Amerikaner lehnen sie inzwischen ab, so die Historikerin Maya Kandel.
Die Demokraten erringen ab dem 3. Januar Mehrheiten in beiden Kammern und kontrollieren dann Ausschüsse, die Tech-Chefs zur Aussage zwingen können; Trumps Veto gilt bis Januar 2029.

- 3.11.Zwischenwahlen; die Demokraten gewinnen das Repräsentantenhaus und den Senat
- 4.11.Musks Vermögen verliert 33,5 Milliarden Dollar, als die Aktien von Tesla und SpaceX fallen
- 5.11.Musks Vermögen sinkt um fast 80 Milliarden Dollar; Nasdaq um 16:50 GMT 4,31 Prozent im Minus
Die Demokraten erobern den Kongress, der Tech-Sektor reagiert
Die Demokraten haben bei den Zwischenwahlen am 3. November sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat gewonnen, was das Machtgefüge in Washington verschiebt. Ihre Mehrheiten treten am 3. Januar in Kraft; von da an kontrollieren sie die Ausschüsse, die Unternehmenschefs zur Aussage zwingen oder zur Herausgabe interner Dokumente verpflichten können. Präsident Donald Trump behält sein Veto bis Januar 2029, die Demokraten müssen also noch eine zerstrittene Partei für sich gewinnen, bevor sie Gesetze verabschieden können.
Rechenzentren werden zum Wahlkampfthema
Eine von RTS zitierte NBC-Umfrage ergab, dass die Frage der Rechenzentren für ein Viertel der Wähler entscheidend war. Mehr als zwei Drittel der Amerikaner lehnen sie inzwischen ab – eine deutliche Kehrtwende gegenüber dem Vorjahr. Maya Kandel, Historikerin und Forscherin an der Sorbonne Nouvelle, sagte, die Hauptsorgen der Öffentlichkeit seien die Energiekosten und die Umwelt, einschließlich der Wasserversorgung, die diese Zentren beanspruchen.
„Vor einem Jahr waren die Amerikaner beim Bau von Rechenzentren gespalten. Heute lehnt sie eine Mehrheit von mehr als zwei Dritteln ab.“
In Indiana, wo Microsoft und Amazon mehrere Projekte betreiben, verlor der Trump-nahe Kandidat. In Texas wurde die Demokratin Gina Hinojosa Gouverneurin, nachdem sie gegen den Einfluss großer Technologiekonzerne Wahlkampf gemacht hatte; sie sagte, sie wolle, dass der Bundesstaat seine entgegenkommende Haltung gegenüber Rechenzentren aufgebe. In Michigan gewann Abdul El-Sayed einen Senatssitz, obwohl America PAC, ein von Elon Musk finanzierter Ausschuss, mehr als fünf Millionen Dollar gegen ihn ausgab.
Tech-Aktien fallen nach der Wahl deutlich
Am Mittwoch, dem 4. November, hatte Musks Vermögen bereits 33,5 Milliarden Dollar verloren, als die Aktien von Tesla und SpaceX fielen. Am Donnerstag, dem 5. November, verkauften Anleger Technologieaktien in großem Umfang. Um 16:50 GMT lag der Nasdaq 4,31 Prozent im Minus, der S&P 500 war um 3,15 Prozent gefallen und der Dow Jones hatte 2,31 Prozent verloren. Der Bloomberg Billionaires Index bezifferte Musks Verlust an diesem Tag auf fast 80 Milliarden Dollar und seit den Wahlen auf mehr als 100 Milliarden Dollar, womit sein Vermögen bei 785 Milliarden Dollar liegt. Er bleibt der reichste Mensch der Welt, vor Jeff Bezos mit 370 Milliarden Dollar. Die 500 Personen auf der Liste verloren am Donnerstag zusammen 185 Milliarden Dollar.
Dow Jones Market Data, berichtet von MarketWatch, errechnete, dass Tesla in den beiden Handelstagen 216 Milliarden Dollar und SpaceX rund 240 Milliarden Dollar verlor. Allein am Donnerstag fielen die Tesla-Aktien um etwa 11 Prozent und die SpaceX-Aktien um etwa 9 Prozent.
- Tesla
- 216 Mrd. Dollar
- SpaceX
- 240 Mrd. Dollar
Daten aus dem Artikeltext
Die europäischen Märkte fielen weniger stark. Frankfurt und London verloren am Donnerstag jeweils 0,43 Prozent, Mailand gab 1,03 Prozent nach, und Paris legte 0,34 Prozent zu, da die Technologie in diesen Indizes weniger Gewicht hat.
Musks politische Wette und die Sicht der Analysten
Musk, der in Texas lebt, steckte laut der New York Times 224 Millionen Dollar in den texanischen Wahlkampf, vor allem um den republikanischen Senatskandidaten Ken Paxton zu unterstützen. Paxton wurde nicht gewählt. Tesla und SpaceX haben beide ihren Hauptsitz in Texas, und Focus berichtet, dass eine mögliche Fusion der beiden Unternehmen auf größere politische und regulatorische Hürden stoßen würde. Garrett Nelson, Analyst bei der Research-Firma CFRA, sieht in dem Wahlsieg der Demokraten eine zusätzliche Belastung für die schweren KI-Investitionen der Technologiekonzerne, weil demokratische Politiker den Bau neuer Rechenzentren erschweren könnten. Neil Wilson von Saxo Markets beschrieb den Ausverkauf als einen totalen Zusammenbruch der Tech-Aktien, der das Niveau der Kapitulation erreicht habe.
Tech-Chefs müssen mit Kongressprüfung rechnen
Die Demokraten setzen den Sektor bereits unter Druck. Greg Casar, Anführer des linken Flügels der Demokraten im Repräsentantenhaus, forderte, die Chefs der KI-Unternehmen unter Eid zur Aussage vorzuladen. Senator Ed Markey sagte den Führungskräften, sie müssten neue Wälder pflanzen, um all die Vorladungen zu produzieren, die der Kongress drucken werde. Elon Musk, Sam Altman von OpenAI und Jensen Huang von Nvidia könnten zu den Vorgeladenen gehören. Mehrere dieser Führungskräfte hatten im Januar 2025 an Trumps Amtseinführung teilgenommen und Ende September einen freiwilligen KI-Verhaltenskodex unterzeichnet, den Trump als beinahe eine Verfassung bezeichnete. Kein führender Tech-Manager äußerte sich zur Wahl außer Musk, der zweimal auf X postete, wobei er sich im ersten Beitrag auf eine Verschwörungstheorie bezog.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- rts.chMidterms 2026: Die Anti-KI-Revolte belastet die RepublikanerMidterms 2026 : la fronde anti-IA plombe les républicains · Original auf Französisch
- Focus"Musk-Ausverkauf" verschärft sich: Tesla und SpaceX verzeichnen einen zweitägigen Kurssturz von 456 Milliarden Dollar
- BFMTVRepublikanische Niederlage bei den Midterms: Wie Tech-Bros und das Silicon Valley nach ihrer Treuebekundung zu Donald Trump sich anpassen und lernen müssen, mit den Demokraten zusammenzulebenDéfaite républicaine aux Midterms: comment les "tech bros" et la Silicon Valley, après avoir prêté allégeance à Donald Trump, vont devoir s'adapter et apprendre à cohabiter avec les démocrates · Original auf Französisch
- La Libre.beDie astronomische Summe, die Elon Musk nach der Niederlage der Republikaner bei den Midterms verloren hatLa somme astronomique perdue par Elon Musk après la déroute des républicains aux midterms · Original auf Französisch
- Elon Musk
- Eigentümer von Tesla und SpaceX, dessen Vermögen nach den Zwischenwahlen um über 100 Milliarden Dollar fiel und der republikanische Wahlkämpfe finanzierte
- Gina Hinojosa
- Demokratin, die zur Gouverneurin von Texas gewählt wurde und gegen den Einfluss großer Technologiekonzerne Wahlkampf machte
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Partei bei den Zwischenwahlen an Boden verlor und dessen KI-Verhaltenskodex von Tech-Führungskräften unterzeichnet wurde
- Greg Casar
- Anführer des linken Flügels der Demokraten im Repräsentantenhaus, der forderte, KI-Chefs unter Eid zur Aussage vorzuladen
- Ed Markey
- Demokratischer Senator, der Tech-Manager vor der Zahl der Vorladungen des Kongresses warnte
- Abdul El-Sayed
- Demokrat, der in Michigan zum Senator gewählt wurde und ein vollständiges Moratorium für die Entwicklung der stärksten KI forderte
- Ken Paxton
- Republikanischer Senatskandidat in Texas, von Musk unterstützt, der nicht gewählt wurde
- Jeff Bezos
- Amazon-Gründer, der mit 370 Milliarden Dollar an zweiter Stelle des Bloomberg Billionaires Index steht
- Garrett Nelson
- Analyst bei der Research-Firma CFRA, der zusätzlichen Druck auf die KI-Investitionen der Tech-Konzerne sieht
- Neil Wilson
- Analyst bei Saxo Markets, der den Ausverkauf als Kapitulation beschrieb
- Organisationen
- Tesla, Inc., Amazon, SpaceX
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