
Mexikanische Polizei nimmt zwei Verdächtige nach Mord an Camilo-Séptimo-Musiker und Familie in Atizapán fest
Die mexikanischen Behörden haben zwei Verdächtige festgenommen, darunter einen Geschäftspartner, nachdem der Camilo-Séptimo-Keyboarder Jonathan Meléndez, seine schwangere Frau, ihre dreijährige Tochter und eine Hausangestellte in Atizapán de Zaragoza getötet worden waren.
Entdeckung im Wohnkomplex
Die Gemeindepolizei von Atizapán de Zaragoza betrat eine Penthouse-Wohnung im oberen Stockwerk eines gehobenen Wohnblocks, nachdem Nachbarn Notrufe abgesetzt hatten. Anwohner berichteten, sie hätten kurz vor Mitternacht am Dienstag Schreie und mehrere Schüsse aus der Wohnung gehört. Beim Betreten fanden die Einsatzkräfte vier Menschen und den Familienhund tot vor; die Opfer waren mit Klebeband gefesselt. Bei den Toten handelt es sich um den 38-jährigen Musiker Jonathan Meléndez, seine 35-jährige Frau Ana Paola, die etwa im vierten Monat schwanger war, ihre dreijährige Tochter und eine 21-jährige Hausangestellte. Meléndez, seine Frau und das Kleinkind wiesen jeweils Schusswunden am Kopf aus nächster Nähe auf, die Hausangestellte wurde in den Rücken geschossen. Die Einsatzkräfte fanden den sechsjährigen Sohn des Paares lebend und ohne körperliche Verletzungen in einem anderen Raum der Wohnung.
- Jonathan Meléndez gründet die Indie-Synthpop-Band Camilo Séptimo mit
- Camilo Séptimo veröffentlicht das Album Navegantes bei Universal Music México
- Band veröffentlicht Ecos und erhält eine Nominierung für den MTV Miaw Award
- Vier Opfer und das Haustier werden in der Wohnung in Atizapán de Zaragoza getötet
- Behörden nehmen zwei Verdächtige innerhalb von 12 Stunden bei einer koordinierten Aktion fest
- Camilo Séptimo hatte ihren nächsten Auftritt in Ciudad Juárez geplant
Polizeiliche Ermittlungen und Motiv
Eine koordinierte Aktion der Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Mexiko, der Polizeibehörde von Mexiko-Stadt und des föderalen Sekretariats für Sicherheit und Bürgerschutz führte innerhalb von 12 Stunden nach der Entdeckung zu zwei Festnahmen. Die Behörden identifizierten die Verdächtigen als Diego Sebastián „N“ und Gerardo „N“, wobei die Staatsanwaltschaft Diego Sebastián als Haupttäter benannte. Die Ermittler stellten fest, dass Diego Sebastián ein geschäftlicher Partner von Meléndez war, der in den Fallakten mit den Initialen J.S.M.O. geführt wird, und dass er diese berufliche Beziehung nutzte, um mit Zustimmung der Opfer Zutritt zur Wohnung zu erhalten. Bundesquellen bestätigten Nachrichtenagenturen, dass die Ermittler Raub als primäres Tatmotiv ansehen. Mexikos Sekretär für Sicherheit und Bürgerschutz, Omar García Harfuch, äußerte sich in einer offiziellen Stellungnahme zu der Beziehung zwischen dem Verdächtigen und den Opfern.
Die Ermittlungen ergaben, dass einer der Festgenommenen ein Partner eines der Opfer war. Angeblich nutzte er dieses Vertrauensverhältnis aus, um in die Wohnung zu gelangen.
García Harfuch hob die Schnelligkeit der behördenübergreifenden Operation auf Gemeinde-, Staats- und Bundesebene hervor.
Angesichts eines Verbrechens dieser Schwere haben die Institutionen sofort und koordiniert gehandelt.
Karriere von Jonathan Meléndez und nationaler Kontext
Die beiden Festgenommenen wurden der Staatsanwaltschaft überstellt, während die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Mexiko den Tatort bearbeitete, um die formelle Anklage wegen qualifizierten Totschlags vorzubereiten. Meléndez, der unter dem Künstlernamen Honas bekannt war, war Songwriter, Produzent und seit der Gründung der Band im Jahr 2013 eines von drei Kernmitgliedern der Synth-Pop- und Indie-Rock-Gruppe Camilo Séptimo. Seine Synthesizer-Arbeit prägte das Repertoire der Band, darunter die Alben „Navegantes“ (2019) und „Ecos“ (2022) bei Universal Music México, sowie eine Nominierung für den MTV Miaw Award im Jahr 2022. Die Gruppe hatte mit Künstlern wie Ximena Sariñana, Francisca Valenzuela, Porter und Samantha Barrón zusammengearbeitet und sollte später im September in der Grenzstadt Ciudad Juárez auftreten. Die Morde ereigneten sich, während offizielle Bundesstatistiken einen Rückgang der gewaltsamen Tötungsdelikte unter Präsidentin Claudia Sheinbaum verzeichneten, obwohl die Bürgerrechtsorganisation Causa en Común zwischen Januar 2020 und März 2026 3.036 Massaker mit drei oder mehr Opfern dokumentierte, darunter 60 im ersten Quartal 2026.
- Januar 2020 bis März 2026
- 3036 Massaker
- Januar bis März 2026
- 60 Massaker

