Musik · Paris und Salzburg
Sieben unbekannte Mozart-Stücke für Flöte und Harfe in Paris entdeckt, erste öffentliche Aufführung am Sonntag
Ein 44-seitiges Notizbuch mit sieben unveröffentlichten Stücken für Flöte und Harfe des 22-jährigen Wolfgang Amadeus Mozart wurde in der Französischen Nationalbibliothek aufgestöbert. Die Werke, die er während seines Aufenthalts als Hauslehrer in Paris im Jahr 1778 schrieb, werden am 21. Juni, dem Fête de la Musique, erstmals öffentlich aufgeführt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Figaro.fr, Courrier international, RTVE.es und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Kurator François-Pierre Goy fand das anonyme Notizbuch am 2. Februar 2026 in der BnF und erkannte Mozarts Handschrift und Notationsgewohnheiten.
Die Bibliotheca Mozartiana des Mozarteums bestätigte die Echtheit des Manuskripts Ende April und macht es zu einem der bedeutendsten Mozart-Funde seit Jahrzehnten.
Mozart erteilte Marie-Louise-Philippine de Bonnières de Guînes, einer Harfenistin, während seines Pariser Aufenthalts 1778 Kompositionsübungen; sieben Stücke für Flöte und Harfe sind erhalten, das letzte unvollendet.
Mathilde Calderini und Nicolas Tulliez vom Orchestre Philharmonique de Radio France werden das 20-minütige Programm am 21. Juni in der BnF uraufführen.
- 2.02.François-Pierre Goy findet das anonyme Notizbuch in einem BnF-Transferstapel für die Lagerhaltung.
- 30.04.Armin Brinzing vom Mozarteum beglaubigt das Manuskript als Mozarts Autograph.
- 19.06.Die BnF gibt die Entdeckung öffentlich bekannt.
- 21.06.Erste öffentliche Aufführung in der BnF während des Fête de la Musique.
Ein Manuskript von Wolfgang Amadeus Mozart, das der Forschung bis Februar unbekannt war, wurde als echtes Autograph bestätigt und erhält am Sonntag in der Bibliothèque nationale de France (BnF) seine erste öffentliche Aufführung. Das 44-seitige Notizbuch aus dem Jahr 1778 enthält ein Dutzend tägliche Kompositionsübungen und sieben Stücke für Flöte und Harfe.
Entdeckung in den Magazinen
Der Kurator François-Pierre Goy stieß am 2. Februar bei der Neuordnung eines Stapels von Manuskripten, die für die Lagerreserve der Bibliothek bestimmt waren, auf das anonyme Notizbuch. "Ich hätte nie erwartet, was ich finden würde", sagte er der AFP. Er hatte kürzlich Mozarts Lehrmaterial studiert und erkannte die unverwechselbare Handschrift des Komponisten: abgerundete Violinschlüssel nach vorne geneigt, Bassschlüssel entgegen der französischen Konvention gezeichnet und Schlussdoppelstriche mit Fermatenzeichen darüber und darunter.
Goy konsultierte seine Kollegin Laurence Decobert, die eine Mozart-Ausstellung kuratiert hatte und den autographen Stil gut kannte. Später bestätigte Armin Brinzing, Direktor der Bibliotheca Mozartiana der Stiftung Mozarteum in Salzburg, die Zuschreibung Ende April. Das Notizbuch trug weder den Stempel der Bibliothek noch war es katalogisiert; es lag unkatalogisiert unter anonymen Dokumenten des späten 18. Jahrhunderts.
Die täglichen Lektionen eines Hauslehrers
Mozart erteilte den Unterricht zwischen Mai und Juli 1778 Marie-Louise-Philippine de Bonnières de Guînes, der Tochter des Herzogs von Guînes, einem renommierten Flötisten und Mäzen, der das Konzert für Flöte und Harfe in Auftrag gegeben hatte. Das Notizbuch hält Übungen fest, die der junge Komponist seiner Harfenschülerin aufgab. Sieben fertige Stücke sind enthalten, das letzte unvollendet. Die BnF beschreibt einen kollaborativen Prozess: Mozart notierte die Harfenstimme, die Schülerin steuerte die Flötenlinie bei, und dann wechselten die Rollen, "die Hände von Meister und Schülerin in wechselnden Proportionen miteinander verflochten".
Mozarts persönliche Briefe, die Goy zitiert, zeigen wenig Begeisterung für seine Schülerin, die er in einer Nachricht an seinen Vater "dumm und faul" nannte. Dennoch überlebte das Manuskript; es wurde 1794 während der Schreckensherrschaft im Hause Guînes beschlagnahmt und gelangte schließlich in die nationalen Sammlungen.
„Nach Einschätzung der Spezialisten ist diese Entdeckung zweifellos eine der bedeutendsten der letzten Jahrzehnte.“
Die Premiere am Sonntag
Die sieben Stücke mit einer Gesamtspieldauer von etwa zwanzig Minuten werden am 21. Juni vor geladenem Publikum in der BnF von zwei Musikern des Orchestre Philharmonique de Radio France aufgeführt: der ersten Flötistin Mathilde Calderini und dem Harfenisten Nicolas Tulliez. Die Veranstaltung ist Teil des landesweiten Fête de la Musique in Frankreich. Eine Anfang dieser Woche aufgenommene Aufnahme wird am Montag auf France Musique ausgestrahlt.
„Entdeckungen wie diese bei einem so berühmten Komponisten sind fast beispiellos.“
Das Originalmanuskript wird während des Konzerts ausgestellt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Le Figaro.frFête de la Musique : une composition inédite de sept pièces pour flûte et harpe de Mozart jouée à Paris
- Courrier internationalUn manuscrit inédit de Mozart découvert à la Bibliothèque nationale de France
- RTVE.esDescubren una partitura inédita de Mozart en la Biblioteca Nacional de Francia, en París
- FranceinfoUne nouvelle partition de Mozart découverte : elle sera jouée pour la première fois à l'occasion de la Fête de la musique
- François-Pierre Goy
- Kurator der Musikabteilung der Bibliothèque nationale de France, der das Manuskript entdeckte
- Gilles Pécout
- Präsident der Bibliothèque nationale de France
- Armin Brinzing
- Direktor der Bibliotheca Mozartiana der Stiftung Mozarteum in Salzburg, der das Manuskript beglaubigte
- Marie-Louise-Philippine de Bonnières de Guînes
- Tochter des Herzogs von Guînes, Mozarts Harfenschülerin im Jahr 1778
- Mathilde Calderini
- Erste Flötistin des Orchestre Philharmonique de Radio France, die die Uraufführung spielt
- Nicolas Tulliez
- Harfenist des Orchestre Philharmonique de Radio France, der die Uraufführung spielt
- Mathias Auclair
- Direktor der Musikabteilung der Bibliothèque nationale de France
- Laurence Decobert
- Musikwissenschaftlerin an der BnF, die die erste Identifizierung des Mozart-Manuskripts unterstützte
- Orte
- Paris
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