Diplomatie · Moskau

Russland eröffnet in Moskau den Russland-Afrika-Gipfel – Handel bleibt hinter Putins 40-Milliarden-Ziel zurück

In Moskau kommen am Mittwoch, 28. Oktober, 48 afrikanische Delegationen zum dritten Russland-Afrika-Gipfel zusammen, 22 davon unter Leitung von Staatschefs. Der Warenhandel mit dem Kontinent erreichte 2025 27,1 Mrd. Dollar und liegt damit deutlich unter dem 40-Milliarden-Ziel, das Putin 2019 ausgegeben hatte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Libre.be, Deutsche Welle, Al Jazeera Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Moskau · Russland
Wie es dazu kam
  1. Oktober 2019Gipfel in Sotschi bringt 92 Abkommen; Putin verspricht, den Jahreshandel auf 40 Mrd. Dollar zu verdoppeln
  2. Juli 2023Gipfel in St. Petersburg bringt 161 Vereinbarungen und einen Aktionsplan 2023–2026
  3. 28.10.Dritter Gipfel beginnt in Moskau mit 48 afrikanischen Delegationen

Auftakt in Moskau

Russland hat am Mittwoch, 28. Oktober, in Moskau seinen dritten Russland-Afrika-Gipfel eröffnet; begleitend läuft bis Donnerstag, 29. Oktober, ein zweitägiges Wirtschafts- und Humanitärforum. Vizeaußenminister Sergueï Riabkov sagte in der Eröffnungssitzung, Afrika sei in den kommenden Jahrzehnten einer der wichtigsten Treiber der BRICS-Entwicklung. Rund 48 afrikanische Delegationen nehmen teil, 22 von ihnen werden von Staatschefs angeführt. Die Deutsche Welle berichtet, der Gipfel finde seit 2019 alle drei Jahre statt und diese Ausgabe befasse sich mit wirtschaftlicher Zusammenarbeit, politischen und Sicherheitsfragen sowie wissenschaftlichem und kulturellem Austausch. Putin soll am Donnerstag gemeinsam mit dem burundischen Präsidenten Evariste Ndayishimiye die Plenarsitzung leiten; Ndayishimiye führt derzeit den Vorsitz der Afrikanischen Union.

Handel gegen die Versprechen

Russlands Handel mit Afrika bleibt deutlich unter dem jährlichen Volumen von 40 Mrd. Dollar, das Putin auf dem Gipfel in Sotschi im Oktober 2019 zugesagt hatte. Die russische Handelsstatistik weist für 2025 einen Warenhandel von 27,1 Mrd. Dollar aus. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 exportierte Russland Waren im Wert von 14 Mrd. Dollar nach Afrika und importierte Waren im Wert von 3,2 Mrd. Dollar, sodass das Ungleichgewicht auch in diesem Jahr fortbesteht. Ein Großteil der Lücke geht auf Agrarexporte zurück: In der ersten Hälfte des Jahres 2026 lieferte Russland 10,2 Millionen Tonnen Weizen nach Afrika, größter Agrarabnehmer ist Ägypten. Der Aktionsplan 2023–2026 des Gipfels von St. Petersburg läuft aus, und das Moskauer Programm stellt Handel und Investitionen in den Mittelpunkt; ein neuer Plan für 2027–2029 soll auf den Weg gebracht werden.

Russland-Afrika-Handel 2025 im Vergleich zu Putins zugesagten 40 Mrd. DollarMrd. USD
Warenhandel 2025
27.1 Mrd. USD
Zugesagtes Ziel 2019
40 Mrd. USD

Daten aus dem Artikeltext

Ägypten und die weitere Präsenz

Die Deutsche Welle beschreibt Ägypten als Russlands wichtigsten Partner in Afrika. Der Handel zwischen beiden Ländern hat sich nach 2021 mehr als verdoppelt und erreichte 2025 10,5 Mrd. Dollar; Russland exportiert vor allem Getreide und Metallprodukte, Ägypten liefert überwiegend Obst und Gemüse. Zudem baut Russland in El-Dabaa ein Kernkraftwerk, finanziert mit einem Kredit über 25 Mrd. Dollar, der rund 85 % der Projektkosten abdeckt. Ivan Klyszcz vom Internationalen Zentrum für Verteidigung und Sicherheit in Tallinn sagt, der Handel mit Südafrika bleibe bescheiden und liege deutlich unter den Strömen zwischen Moskau und Ägypten sowie Algerien. Nikita Smagin, Nahost-Spezialist, argumentiert, Ägypten könne mit der Zeit zu einem Tor Russlands in andere afrikanische Märkte werden, während Kairo zugleich eigene Interessen verfolge. Moskau wirbt auch um Tansania und Äthiopien, bislang jedoch ohne nennenswerte Ergebnisse.

Kultur und Medien

Courrier international zitiert unter Verweis auf eine Analyse des Economist, Moskau habe seine Einflussarbeit in Afrika über Kultur und Medien verstärkt. Der Einsatz laufe über kulturelle Diplomatie, die Orthodoxe Kirche, Hochschulbildung, Berufsverbände und Medienunternehmen. Putin rahmt die Kampagne als Verteidigung der „globalen Mehrheit“ gegen den „Neokolonialismus“. Lawrow sagte im Februar 2026, 90 % der aus Europa ausgewiesenen russischen Beamten seien nach Afrika versetzt worden. Die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Zakharova, beschreibt Lawrows wiederholte Reisen auf den Kontinent als Rückkehr nach Afrika.

Worum es geht

Ein Kommentar von Al Jazeera argumentiert, Russlands wachsender Einfluss habe eher Moskaus Interessen befördert und verbündete Herrscher geschützt, als den einfachen Afrikanern den versprochenen Wohlstand und die versprochene Sicherheit zu bringen. Die Moskauer Agenda umfasst Investitionen, Industrieproduktion, Ernährungssicherheit, Energie, Technologie und Zahlungssysteme. Frühere Gipfel brachten 92 Abkommen in Sotschi 2019 und 161 Vereinbarungen in St. Petersburg 2023; an diesen Zusagen und am Handelsziel von 40 Mrd. Dollar wird sich das Ergebnis von Moskau messen lassen müssen.

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