
Sohn der Crans-Montana-Clubbesitzer von Elite-Privatschule verwiesen nach Silvesterbrand mit 41 Toten
Der vierjährige Sohn des Paares, das den Le Constellation Club betrieb, in dem an Silvester ein Feuer 41 Menschen tötete, wurde von der Le Régent International School in Crans-Montana entfernt und besucht nun eine öffentliche Schule im nahegelegenen Lens.
Die Tragödie im Le Constellation
An Silvester 2025 tötete ein Feuer im Le Constellation Club in Crans-Montana, Schweiz, 41 Menschen und verletzte über 100. Der Club wurde von Jacques Moretti (49) und Jessica Moretti (40) betrieben, die nun unter Ermittlungen stehen. Die Katastrophe hat die Gemeinde des Alpenkurorts in Trauer, Wut und Fragen zu Brandschutzprüfungen zurückgelassen.
Entfernung von der Privatschule
Ihr vierjähriger Sohn war im Vorschulprogramm der Le Régent International School eingeschrieben, einer exklusiven Einrichtung, deren Jahresgebühren zwischen 75.000 und 120.000 Schweizer Franken liegen (etwa dem gleichen Betrag in Euro). Schweizer Medien berichten, dass das Kind nicht mehr dort hingehen darf. Es wurde an eine öffentliche Schule in Lens verlegt, der Nachbargemeinde, in der die Familie lebt. Der Schuldirektor Bernd Westermeyer lehnte es ab, die Entscheidung zu erklären.
Angesichts der Umstände werde ich keine internen Informationen weitergeben.
Druck von anderen Eltern
Es wurde kein offizieller Grund genannt, aber lokale Spekulationen, berichtet von Blick und anderen Medien, deuten auf Druck von anderen Familien hin. Sie fanden es angeblich inakzeptabel, dass die Morettis weiterhin die hohen Schulgebühren zahlten, während sie ihrer Ansicht nach keine finanzielle Unterstützung für die Feueropfer leisteten. Einige Berichte erwähnen auch Verzögerungen bei der Zahlung der Schulgebühren, was jedoch nicht bestätigt wurde.
Vorwürfe der Kollektivbestrafung
Die Entfernung hat scharfe Kritik hervorgerufen. Kommentatoren und Beobachter haben es als eine Form der Kollektivbestrafung bezeichnet und argumentiert, dass ein Vierjähriger nicht für die Handlungen oder angeblichen Versäumnisse seiner Eltern verantwortlich gemacht werden könne. Mehrere haben betont, dass in einer bereits traumatischen Situation die Bildungskontinuität für das Kind pädagogisch wichtig gewesen wäre. Die Familie Moretti hat sich zu der Angelegenheit nicht geäußert.
Gemeindeleiter bedauert
In einem separaten Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung reflektierte der Präsident der Gemeinde Crans-Montana, Nicolas Féraud, über seine eigene Reaktion auf die Katastrophe. Er gab zu, dass es ihm an Menschlichkeit gefehlt habe, als sie am meisten gebraucht wurde, und bedauerte, sich auf der Pressekonferenz am 6. Januar 2026 nicht entschuldigt zu haben. Féraud sagte, er habe die Entschuldigung damals vermieden, um rechtliche Haftung zu vermeiden. Seitdem hat er sich wiederholt entschuldigt und Pläne für ein dauerhaftes Denkmal, ein umfassendes Sicherheitskonzept und die Modernisierung der lokalen politischen Strukturen vorgestellt.
Mir fehlte die Menschlichkeit, als so viele Menschen sie brauchten.
- Feuer im Le Constellation Club tötet 41 und verletzt über 100.
- Gemeindepräsident Nicolas Féraud hält Pressekonferenz, vermeidet Entschuldigung.
- Moretti-Sohn von Le Régent International School entfernt.
