StrangEuropäische Demokratien und PopulismusBerichtStreit um polnisches Verfassungsgericht

Regierung · Warschau

Morawieckis Rozwój Plus beantragt Misstrauensvotum gegen Tusk und schlägt Marek Jurek als Ministerpräsidenten vor

Mateusz Morawiecki hat am Samstag, 31. Oktober, ein konstruktives Misstrauensvotum gegen die Regierung von Donald Tusk angekündigt und den früheren Sejmmarschall Marek Jurek als Ministerpräsidenten vorgeschlagen. Dem Schritt vorausgegangen war ein Streit um das Verfassungsgericht, an dem eine Unterbrechung der Amtspflichten von Präsident und Vizepräsident verkündet wurde.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rzeczpospolita, wpolityce.pl, rmf24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: © European Union, 2021, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. Nacht vom 30. auf den 31. Oktober 2026Präsident Karol Nawrocki unterbricht einen Flug in den Senegal, kehrt nach Polen zurück und begibt sich zum Gebäude des Verfassungsgerichts
  2. 31.10.Rozwój Plus beantragt ein konstruktives Misstrauensvotum gegen die Regierung Tusk und benennt Marek Jurek als Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten
  3. 31.10.Vertreter von Rozwój Plus sollen Präsident Karol Nawrocki treffen

Der Misstrauensantrag

Mateusz Morawiecki, Vorsitzender von Rozwój Plus, kündigte am Samstag, 31. Oktober, bei einer Pressekonferenz am Verfassungsgericht an, seine Gruppierung werde ein konstruktives Misstrauensvotum gegen die Regierung von Donald Tusk einbringen. Ein solcher Antrag muss einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten benennen, und Rozwój Plus schlägt den früheren Sejmmarschall Marek Jurek vor. Morawiecki beschrieb Jurek als eine ausgleichende Figur, die breite politische Gruppen akzeptieren könnten, und sagte, die Wahl sei diskutabel. Die Hauptaufgabe des Kandidaten wäre es, die Spannungen vor einer fairen Parlamentswahl im Jahr 2027 zu entschärfen. Rozwój Plus halte einen Verfassungs-Reset weiterhin für die beste Lösung, sagte Morawiecki, rechne aber damit, dass die Regierung Tusk ihn ablehnen werde.

Morawiecki umriss die Aufgabe des Kandidaten mit diesen Worten:

„Ein solcher Kandidat hätte eine Aufgabe: die Lage zu beruhigen und so schnell wie möglich, spätestens aber zum verfassungsrechtlichen Termin, zu ehrlichen Wahlen im Jahr 2027 zu führen.“

Mateusz Morawiecki, Früherer Ministerpräsident und Vorsitzender von Rozwój Plus

Gerichtsführung und Proteste

Der Streit dreht sich um das Verfassungsgericht, an dem eine Unterbrechung der Amtspflichten von Präsident Bogdan Święczkowski und Vizepräsident Bartłomiej Sochański verkündet wurde. Mit der Leitung des Gerichts wurde die Richterin Anna Korwin-Piotrowska betraut, die vom derzeitigen Sejm gewählt wurde. Vor dem Gebäude des Gerichts waren Demonstrationen und Polizeikräfte zugegen. Morawiecki warnte, die Lage könne sich zu etwas sehr Gefährlichem entwickeln, einschließlich Blutvergießen und Bürgerkrieg, und seine Gruppierung rief zur Zurückhaltung auf. Er sagte zudem, Botschaften aus den Vereinigten Staaten und Westeuropa beschrieben Polen als auf dem Weg in eine Gruppe von Staaten, deren uniformierte Dienste rechtmäßig gewählte Institutionen angreifen.

Die Resolution von Rozwój Plus

Der Vorstand von Rozwój Plus verabschiedete eine Resolution mit fünf Punkten, die die Gruppierung in den sozialen Medien veröffentlichte. Darin heißt es, die Regierung Tusk habe ihr moralisches und politisches Mandat zum Regieren verloren, und jeder Abgeordnete der Koalition vom 13. Dezember werde gefragt, ob er Garant für Tusks autoritäre Ambitionen sein wolle. Es wird gewarnt, die Regierung werde nicht beim Gericht haltmachen und als Nächstes gegen den Obersten Gerichtshof vorgehen, und es dürften sich nicht zwei konkurrierende Rechtsordnungen herausbilden. Die Resolution ruft die oppositionellen Kräfte zudem auf, parteipolitische und persönliche Streitigkeiten beiseitezulegen, und schlägt vor, dass Jurek eine Übergangsregierung führt. Morawiecki sagte, der Premier sei alarmiert von der Aussicht, dass das patriotische Lager innerhalb von 11 Monaten die Macht gewinne. Morawiecki formulierte es so:

„Donald Tusk hat erkannt, dass das patriotische Lager die Macht übernehmen könnte. Das macht ihm Angst.“

Mateusz Morawiecki, Früherer Ministerpräsident und Vorsitzender von Rozwój Plus

Gespräche mit dem Präsidenten

In der Nacht von Freitag, 30. Oktober, auf Samstag, 31. Oktober, unterbrach Präsident Karol Nawrocki einen Flug in den Senegal und kehrte nach Polen zurück. Er begab sich zum Gebäude des Verfassungsgerichts und berief nach dem Verlassen dringende Konsultationen ein, mit dem Argument, es sei ein schwerer Bruch der verfassungsmäßigen Ordnung eingetreten. Morawiecki sagte, Vertreter von Rozwój Plus würden den Präsidenten am Samstag um 16:00 Uhr treffen, um Wege zur friedlichen Beendigung der Verfassungs- und politischen Krise zu finden. Er bezeichnete die Krise als die schwerste in Polen seit Jahrzehnten. Morawiecki sagte außerdem, nach den nächsten Wahlen sollte das Verfassungsgericht von Grund auf neu besetzt werden.

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