Regierung · Lissabon und Porto

Montenegro bricht zehntägiges Schweigen, verteidigt Polizei und gibt Sozialisten die Schuld an der Wohnungsnot

Luís Montenegro kehrte am Dienstag, 27. Oktober, nach zehn Tagen ohne öffentlichen Terminplan ins Parlament und damit in die Öffentlichkeit zurück. Er lobte das Vorgehen der Polizei bei den Wohnungsprotesten und machte frühere sozialistische Regierungen für den Mangel an Wohnungen verantwortlich.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Jornal Expresso, Diário de Notícias, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Foto: European People's Party, CC BY 2.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 24.10.Protest am Rossio in Lissabon endet mit einem Polizeieinsatz
  2. 25.10.Polizeieinsatz in Lissabon in den frühen Morgenstunden
  3. 27.10.Montenegro spricht im Parlament nach zehn Tagen ohne öffentlichen Terminplan
  4. 28.10.Präsident Seguro soll mit Wohnungsexperten zusammenkommen

Zehn Tage außer Sichtweite

Premierminister Luís Montenegro hatte zehn Tage lang keinen öffentlichen Terminplan, während Wohnungsproteste die Straßen von Lissabon und Porto füllten. Am Dienstag, 27. Oktober, kehrte er zum Auftakt der Parlamentsdebatte über den Staatshaushalt 2027 zurück – sein erster öffentlicher Auftritt nach dieser Phase. Oppositionsparteien und Teile der Zivilgesellschaft hatten sein Schweigen kritisiert. Präsident Seguro, der fast eine Woche lang nicht öffentlich aufgetreten war, hatte inzwischen die Parteien und den Staatsrat zu einem Treffen über den gesellschaftlichen Zusammenhalt einberufen und sollte am Mittwoch, 28. Oktober, mit Wohnungsexperten zusammenkommen.

Das Vorgehen der Polizei bei den Protesten

Ein Protest am Rossio in Lissabon endete am Samstag, 24. Oktober, mit einem Polizeieinsatz, und in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 25. Oktober, griff die Polizei in Lissabon erneut ein. Montenegro lobte die Polícia de Segurança Pública (PSP) für ihr Vorgehen bei den Demonstrationen und bezeichnete die Reaktion als ausgewogen und besonnen. Vor dem Parlament sagte er:

„Die PSP ist besonders sorgfältig und kompetent vorgegangen, um die Normalität wiederherzustellen, wann immer es zu Ausschreitungen kommt.“

Luís Montenegro, Premierminister von Portugal

Laut Montenegro hielten die Polizeieinsätze die Grundsätze der Angemessenheit, Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit ein. Er wies Vorwürfe zurück, das Demonstrationsrecht sei eingeschränkt worden, und argumentierte zugleich, das Recht und seine Ausübung dürften die öffentliche Ordnung, die öffentliche Ruhe und die öffentliche Gesundheit nicht beeinträchtigen. Die Proteste fanden vor allem in Lissabon und Porto statt.

Venturas Frage und die Antwort vom "Arbeiten"

André Ventura, Vorsitzender von Chega, eröffnete seine Fragen mit der Frage, wo Montenegro gewesen sei, während Polizeibeamte angegriffen und beleidigt und der Rechtsstaat bedroht worden sei. Montenegro entgegnete, er habe an jedem Tag der Proteste für das Land gearbeitet und sei in Kontakt mit Ministern, Regierungsmitgliedern und den ihnen unterstellten Diensten gestanden. Er teilte die Politiker in jene ein, die Arbeit so verstünden, dass sie Interviews gäben und auf jeden Vorwurf antworteten, und jene, die öffentliche Politik umsetzten, die die Probleme der Menschen löse – und ordnete Ventura der ersten Gruppe zu. Der Wortwechsel fand in derselben Debatte über den Haushalt 2027 statt.

Schuldzuweisung beim Wohnen und die Haushaltsdebatte

Montenegro räumte ein, dass die Wohnungskrise strukturell sei, nicht erst vor Kurzem begonnen habe und nicht in zwei Jahren gelöst werden könne. Die Verantwortung wies er den früheren sozialistischen Regierungen zu und sagte:

„Es gibt in Portugal nicht genug Wohnungen, weil in den letzten zehn Jahren niemand welche gebaut hat.“

Luís Montenegro, Premierminister von Portugal

Die Bilanz der sozialistischen Regierungen bezeichnete er als die größte Inkompetenz in der Wohnungspolitik und wies zurück, was er moralische Überlegenheitskomplexe der Linken nannte. Zu den von der Regierung vorgeschlagenen Änderungen am städtischen Mietrecht, die Sozialisten, Kommunisten und der Linksblock kritisiert hatten, sagte er, das Gesetz sei noch nicht geändert worden, und die Mietrechtsänderungen seien nur in allgemeiner Form gebilligt worden. Er warnte, anhaltende Demagogie und Populismus würden die Kritiker bedeutungslos machen, und erklärte, die Antwort der Regierung liege in einer Ausweitung des Wohnungsangebots.

Wie es weitergeht

Für Dienstag wurde ein neuer Protest vor dem Parlament angekündigt, wo Regierung und Parteien über den Haushalt debattieren. Montenegros Rückkehr beendet eine zehntägige Abwesenheit vom öffentlichen Terminplan, während Seguros Treffen mit Wohnungsexperten für Mittwoch, 28. Oktober, angesetzt ist.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Lissabon, Porto · Portugal

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen