
Partielle Mondfinsternis wird am 28. August 2026 94 % des Mondes bedecken
Der Mond tritt am 28. August 2026 um 04:34 Uhr in den Kernschatten der Erde ein und bietet in Deutschland eine klare Sicht, bevor die Morgendämmerung stört.
Zeitplan und Eintritt in den Kernschatten
Am Morgen des 28. August 2026 wird der Mond in einer tiefen partiellen Finsternis in den Erdschatten eintreten. Der Mond tritt um 04:34 Uhr mitteleuropäischer Zeit erstmals in den zentralen Kernschatten der Erde ein. Auf dem Höhepunkt des Durchgangs werden bis zu etwa 94 % des scheinbaren Monddurchmessers im dunklen Kernschatten versinken. Der vollständige Schattendurchgang endet, wenn der Mond um 07:52 Uhr den Kernschatten verlässt. Die Finsternis krönt eine Reihe astronomischer Ereignisse im August 2026, zu denen auch eine Sonnenfinsternis und Sternschnuppen am Nachthimmel gehörten.
- Mond tritt in den Kernschatten der Erde ein
- Maximale Finsternis erreicht bis zu 94 % Bedeckung
- Mond verlässt den Kernschatten der Erde
Sichtbedingungen in Deutschland
Die Sichtbarkeit der Finsternis aus Deutschland hängt stark vom genauen Zeitpunkt und den lokalen Wetterbedingungen ab. Uwe Pilz, Vorsitzender der Amateurastronomie-Vereinigung Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz in Bensheim in Südhessen, erklärte der Deutschen Presse-Agentur, dass die anfängliche partielle Phase das klarste Sichtfenster biete. Beobachter werden den Mond in der frühen Phase hoch am Nachthimmel sehen, sofern dicke Wolken die Sicht nicht blockieren.
Der Beginn der partiellen Phase kurz nach 4:30 Uhr ist gut zu sehen: Der Mond steht hoch am Himmel, und es ist noch dunkle Nacht.
Je weiter der Erdschatten über die Mondoberfläche vorrückt, desto schwieriger wird die Beobachtung. Die zunehmende Bedeckung fällt direkt mit dem Einsetzen der Morgendämmerung in Deutschland zusammen. Wenn das Maximum der Finsternis kurz nach 06:00 Uhr eintritt, werden der nahende Sonnenaufgang und die geringe Höhe des Mondes nahe dem Monduntergang die Spitzenphase von deutschem Gebiet aus praktisch unbeobachtbar machen. Um 07:52 Uhr, wenn der Mond den Kernschatten verlässt, wird er bereits in allen Regionen Deutschlands unter dem Horizont verschwunden sein.
Ausrüstung und Smartphone-Fotografie
Trotz der Beobachtungseinschränkungen durch die Morgendämmerung zum Zeitpunkt des Maximums bleibt die frühe partielle Phase für die Fotografie zugänglich. Klarer Himmel ohne dichte Wolkenbänke ist erforderlich, um die Mondscheibe klar zu sehen. Beobachter können mit Standardkameras, die mit Teleobjektiven ausgestattet sind, fotografieren. Auch mit Mobiltelefonen können Beobachter die verdunkelte Mondscheibe aufnehmen, solange der Himmel vor der Morgendämmerung noch völlig dunkel ist.
Trotz der Einschränkungen ist diese Mondfinsternis ein lohnenswertes Schauspiel.
Bevorstehende Mondfinsternisse
Amateurastronomen und Himmelsbeobachter werden in den kommenden Jahren mehrere weitere Gelegenheiten haben, Mondfinsternisse zu beobachten. Eine Halbschatten-Mondfinsternis wird in der Nacht zum 21. Februar 2027 stattfinden. Dabei wird der Mond den zentralen Kernschatten der Erde umgehen und nur den äußeren Halbschatten durchqueren, was eine oft sehr schwache und schwer erkennbare Verdunkelung der Oberfläche verursacht. Eine totale Mondfinsternis wird anschließend am 31. Dezember 2028 stattfinden, wenn die gesamte Mondscheibe vollständig in den Kernschatten der Erde eintaucht.


