Französischer Basketballmeister Monaco aus Profiligen wegen 24-Millionen-Euro-Schulden ausgeschlossen, bestätigt Verband im Berufungsverfahren
Die Berufungskammer des Französischen Basketballverbands (FFBB) bestätigte am Samstag, den 1. August, den Ausschluss von AS Monaco aus der Betclic Elite und der Elite 2, nachdem der amtierende Meister angesichts von Schulden in Höhe von über 24 Millionen Euro keine wirtschaftliche Tragfähigkeit nachweisen konnte.
Die Berufungskammer des Französischen Basketballverbands (FFBB) bestätigte am Samstag, den 1. August, dass AS Monaco, der amtierende französische Meister, für die Saison 2026-2027 von allen Profiwettbewerben ausgeschlossen wird. Die Entscheidung bestätigt ein Urteil der Finanzaufsicht der Liga vom 3. Juli, die die Registrierung des Vereins für Elite 1 oder Elite 2 aufgrund unzureichender Garantien für seine wirtschaftliche Tragfähigkeit verweigert hatte. Monacos Schulden, die 24 Millionen Euro übersteigen, standen im Mittelpunkt des Falles.
Das Urteil des Verbands
Der FFBB erklärte, der Verein habe es versäumt, die erforderlichen Unterlagen innerhalb der vorgegebenen Frist vorzulegen. Mit den Worten des Verbands:
Le club n'ayant pas été en mesure de produire les documents sollicités dans les délais impartis
bestätigte die Berufungskammer die angefochtene Entscheidung und verweigerte dem Verein die Teilnahme an den Meisterschaften der ersten und zweiten Profiliga für die nächste Saison. Das Urteil betrifft sowohl die Betclic Elite als auch die Elite 2 und lässt Monaco derzeit ohne Profiliga dastehen, an der es teilnehmen könnte.
Ein angeschlagener Meister
Monaco sicherte sich am 23. Juni seinen französischen Meistertitel und krönte damit eine zehnjährige Dominanz als stärkste Mannschaft in der nationalen Liga. Hinter dem sportlichen Erfolg jedoch häufte der Verein Verbindlichkeiten an, die von der Direction Nationale de Conseil et de Gestion, der Finanzaufsicht, die der Registrierung am 3. Juli erstmals blockierte, als zu schwerwiegend erachtet wurden. Die Aufsichtsbehörde verwies auf das Fehlen ausreichender Garantien für die Tragfähigkeit des Vereins für die kommende Saison und auf Zweifel am Fortgang der Übernahmegespräche.
Berufungswege noch offen
Monaco kann die Entscheidung vor dem Verwaltungsgericht anfechten. Zuvor muss der Verein jedoch Berufung beim Französischen Nationalen Olympischen und Sportkomitee (CNOSF) einlegen. In einem Beitrag auf X teilte der Verein mit, dass er prüfe, ob er den Fall vor das CNOSF bringen werde. Ein Zeitplan für diesen Schritt wurde nicht genannt.
Was der Ausschluss für die Liga bedeutet
Der Ausschluss von Monaco, der dominierenden Kraft in der Meisterschaft seit einem Jahrzehnt, verändert die Wettbewerbslandschaft des französischen Basketballs. Die Beteiligung des Vereins an der höchsten Spielklasse hatte bereits seit Wochen als unsicher gegolten, während das Finanzaufsichtsverfahren lief. Das Urteil vom Samstag nimmt dem amtierenden Meister vorerst jede Aussicht, seinen Titel in der Saison 2026-2027 zu verteidigen.
- Monaco gewinnt die französische Meisterschaft.
- Finanzaufsicht verweigert Registrierung mit Verweis auf Schulden und unzureichende Garantien.
- FFBB-Berufungskammer bestätigt den Ausschluss aus Elite 1 und Elite 2.
- Monaco kann Berufung beim CNOSF und anschließend beim Verwaltungsgericht einlegen.
Nächste Schritte
Monacos unmittelbarer Fokus verlagert sich auf das Schlichtungsverfahren beim CNOSF, eine Voraussetzung, bevor eine Berufung beim Verwaltungsgericht eingelegt werden kann. Ein Termin für diese Einreichung wurde nicht festgelegt. Der FFBB und die Liga haben sich nicht dazu geäußert, ob ein Ersatz oder eine Neuausrichtung der Profiligen ausgelöst würde, falls der Ausschluss bestehen bleibt.


