Fußball · Ceuta, Madrid und Paris

Florentino Pérez reist nach Ceuta – Mbappés T-Shirt-Protest löst politischen Eklat in Spanien und Frankreich aus

Real Madrids Präsident Florentino Pérez reiste am Freitag nach Ceuta, um die Wogen zu glätten, nachdem Kylian Mbappé, Vinícius Júnior und Ibrahima Konaté vor dem Spiel Trikots mit Solidaritätsbekundungen für die spanische Exklave gefaltet hatten – was in Spanien und Frankreich auf scharfe Kritik stieß.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RFI, Ouest France, The Irish Times und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Ceuta, Madrid, Paris, Elche · Spanien, Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 16.09.Mbappé sagt der Zeitung AS, er weigere sich, das Leid von Einheimischen und Migranten zu priorisieren.
  2. 17.09.Éric Zemmour kritisiert Mbappé im französischen Fernsehen, was einen linken Gegenwind auslöst.
  3. 18.09.Florentino Pérez reist nach Ceuta, um die lokale Führung zu treffen und die Spannungen zu entschärfen.

Geste vor dem Spiel in Elche

Vor dem Spiel von Real Madrid gegen Elche am Dienstag, den 15. September, erhielten Spieler beider Mannschaften weiße T-Shirts mit dem Slogan „Todos somos caballas“ als Solidaritätsbekundung mit den Bewohnern von Ceuta. Die vom Valencianischen Unternehmerverband organisierte und von La Liga genehmigte Aktion folgte auf einen Grenzübertritt am 30. und 31. Juli, bei dem mehr als 70.000 Migranten aus Marokko in die spanische Exklave gelangten. Videoaufnahmen aus dem Stadiontunnel zeigten Real-Madrid-Stürmer Kylian Mbappé, Flügelspieler Vinícius Júnior und Verteidiger Ibrahima Konaté, wie sie die T-Shirts nach oben zur Brust hin falteten, um den Text zu verdecken, bevor sie das Spielfeld betraten. Die drei Spieler zogen die Kleidungsstücke Sekunden später aus, bevor die üblichen Vorbereitungen begannen.

Erklärungen und spanische Reaktionen

Mbappé begründete seine Entscheidung am Mittwoch in einem Interview mit der spanischen Sportzeitung AS: Er wolle die Notlage sowohl der lokalen Bevölkerung als auch der Migranten anerkennen.

„Ich habe volle Solidarität mit Ceuta und allen Opfern, denn bevor ich Spieler bin, bin ich Mensch. Aber ich wollte auch eine Geste setzen und an all die Einwanderer denken, die ihr Leben verloren haben und sich in schwierigen Bedingungen befinden.“

Kylian Mbappé, Stürmer von Real Madrid

Mbappé fügte hinzu, er wolle kein Leid priorisieren. In Spanien stieß die Geste auf Kritik von La-Liga-Präsident Javier Tebas, der die Aktion öffentlich verurteilte. Die Sprecherin der konservativen Volkspartei, Esther Muñoz, bezeichnete das Verhalten der Spieler als sehr peinlich und fragte, warum sie sich weigerten, Spanien zu verteidigen. José María Figaredo von der rechtsextremen Vox-Partei argumentierte, die Spanier hätten das Recht, sich empört zu fühlen, wenn wohlhabende Sportler, die in Spanien lebten, sich weigerten, die Öffentlichkeit zu unterstützen. Im Gegensatz dazu forderte José Manuel Rodríguez Uribes, Präsident des spanischen Obersten Sportrats (CSD), Respekt für das persönliche Gewissen und wies auf Online-Belästigungen und Todesdrohungen gegen Spieler auf beiden Seiten des Themas hin. Die Zahl der Todesopfer während des Grenzübertritts im Juli wird auf 83 bis 141 geschätzt, die meisten durch Ertrinken.

Politischer Streit in Frankreich

Die Kontroverse eskalierte am Donnerstagabend in der französischen Politik, als der rechtsextreme Präsidentschaftskandidat Éric Zemmour im Fernsehsender BFMTV auftrat. Zemmour warf Mbappé vor, eine islamische Solidarität zum Ausdruck zu bringen, die über die französische Solidarität oder Loyalität gegenüber Spanien hinausgehe, und behauptete, der Stürmer habe die Seite der Migranten gegenüber den spanischen Bürgern eingenommen. Die Äußerungen lösten in Frankreich Empörung bei linken Abgeordneten aus. Manuel Bompard, Koordinator von La France Insoumise, kritisierte die Plattform, die Zemmour gegeben wurde, während der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire die Kommentare als gefährlichen Rassismus im Hauptabendprogramm bezeichnete. Die grüne Abgeordnete Léa Balage El Mariky reichte eine formelle Beschwerde bei der französischen Rundfunkregulierungsbehörde Arcom ein und erklärte, das Interview habe ungeprüfte Hassrede und fremdenfeindliche Äußerungen enthalten.

Florentino Pérez besucht Ceuta

Um die öffentliche Stimmung zu beruhigen, reiste Real-Madrid-Präsident Florentino Pérez am Freitag, den 18. September, nach Ceuta. Pérez kam per Hubschrauber über Gibraltar zusammen mit dem Ehrenpräsidenten des Vereins, José Martínez, der in Ceuta geboren wurde, und dem Direktor für institutionelle Beziehungen, Emilio Butragueño. Die Delegation des Vereins traf sich mit dem Regionalpräsidenten von Ceuta, Juan Jesús Vivas, und trug sich in das Ehrenbuch der Gemeinde ein. Der Besuch zielte darauf ab, die institutionelle Unterstützung für die Exklave zu demonstrieren, in der nach dem Zustrom im Juli noch mehrere tausend Migranten in provisorischen Unterkünften leben.

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