Sicherheit · Paris
Molotowcocktail auf Gendarmen in Paris geworfen: Ermittlungen wegen versuchten Totschlags
Die Pariser Staatsanwaltschaft hat nach dem Wurf eines Molotowcocktails auf Gendarmen bei den Demonstrationen am Samstag ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags eröffnet. Der Brandsatz explodierte an den Füßen eines Beamten an der Porte de Charenton, der dabei leichte Verletzungen erlitt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20minutes, La Libre.be, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein selbstgebauter Brandsatz explodierte an den Füßen eines Gendarmen an der Porte de Charenton im 12. Arrondissement und verursachte leichte Verletzungen während der Pariser Proteste am Samstag, dem 31. Oktober.
Die Pariser Staatsanwaltschaft kündigte am Sonntag, dem 1. November, ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags gegen Personen mit öffentlicher Gewaltbefugnis an; für diese Taten wurde bislang niemand festgenommen.
Die Pariser Staatsanwaltschaft meldete 105 Festnahmen, 88 im Zusammenhang mit den Demonstrationen am Samstag und 17 mit der Halloween-Nacht; 89 Personen befanden sich in Polizeigewahrsam in Paris, darunter 61 Erwachsene.
- 31.10.Molotowcocktail auf Gendarmen am Ende der Pariser Demonstrationen am Samstag geworfen; der Innenminister spricht von versuchtem Mord
- 1.11.Die Pariser Staatsanwaltschaft eröffnet ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags
Der Angriff an der Porte de Charenton
Am späten Samstagabend, dem 31. Oktober, wurde in Paris ein Molotowcocktail auf Gendarmen geworfen, als eine Demonstration zu Ende ging. Von AFP verbreitete Bilder, darunter Fotos und Videoaufnahmen, zeigen, wie der selbstgebaute Brandsatz an den Füßen eines Angehörigen der Sicherheitskräfte an der Porte de Charenton im 12. Arrondissement explodiert. Der Beamte wurde bei der Explosion leicht verletzt. Innenminister Laurent Nuñez hatte den Wurf noch am selben Samstag als versuchten Mord bezeichnet und ihn als Teil einer Gewaltsequenz gegen die Sicherheitskräfte während der Pariser Kundgebungen eingeordnet.
Eröffnung des Verfahrens
Am Sonntag, dem 1. November, bestätigte die Pariser Staatsanwaltschaft gegenüber AFP, dass sie ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags gegen Personen mit öffentlicher Gewaltbefugnis eröffnet hat. Der Fall wurde der Sûreté territoriale de Paris übertragen. In derselben Erklärung beschrieb die Staatsanwaltschaft das Ausmaß der Gewalt:
„Geschosse explosiver Gegenstände richteten sich gegen etwa fünfzehn Gendarmen sowie gegen Polizeibeamte.“
Für diese Taten wurde bislang niemand festgenommen, die Ermittler arbeiten weiter an der Identifizierung der Täter.
Verletzte und Gewahrsam
Die Staatsanwaltschaft erklärte, eine Erfassung der Verletzten sei im Gange; die Verletzungen würden bislang als Verbrennungen zweiten Grades und Tinnitus beschrieben, wobei dieses Bild noch geklärt werden müsse. Anzeigen sollten noch am selben Tag erstattet werden, zum damaligen Zeitpunkt lag jedoch noch keine vor. Der von dem Brandsatz getroffene Gendarm berichtete in Nachrichtensendern von einem Brennen und einem Regen von Geschossen, die eine aus seiner Sicht entschlossene Gruppe auf seine Einheit geworfen habe. Die Pariser Staatsanwaltschaft meldete insgesamt 105 Festnahmen, 88 im Zusammenhang mit den Demonstrationen am Samstag und 17 mit der Halloween-Nacht. Von den 89 Personen in Polizeigewahrsam in Paris waren 61 Erwachsene und 22 Minderjährige, bei sechs weiteren stand das Geburtsdatum noch nicht fest. Bei den Erwachsenen lauteten die Hauptvorwürfe auf Teilnahme an einer zur Begehung von Gewalt oder Sachbeschädigung gebildeten Gruppe sowie auf das Tragen von Waffen der Kategorie D wie Dolchen oder Schlagringen.
- Erwachsene
- 61 Personen
- Minderjährige
- 22 Personen
- Geburtsdatum noch nicht festgestellt
- 6 Personen
Daten aus dem Artikeltext
Politische Reaktionen
Marine Le Pen vom Rassemblement national und Bruno Retailleau von Les Républicains, beide in der Berichterstattung als Präsidentschaftskandidaten bezeichnet, verurteilten die Tat am Samstag nach Verbreitung der Bilder als unerträglich. Ihre Reaktion erfolgte vor der Ankündigung der Staatsanwaltschaft am Sonntag. Die juristische Formulierung der Staatsanwaltschaft – versuchter Totschlag gegen Personen mit öffentlicher Gewaltbefugnis – unterscheidet sich von der Wendung „versuchter Mord“, die der Minister am Samstag verwendet hatte. Die Ermittler versuchen weiterhin, die Personen zu identifizieren, die den Brandsatz geworfen haben.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- 20minutesErmittlungsverfahren wegen „versuchten Totschlags“ nach dem Wurf eines Molotowcocktails eröffnetUne enquête ouverte pour " tentative d'homicide " après le jet d'un cocktail Molotov · Original auf Französisch
- La Libre.beEin Molotowcocktail auf Gendarmen in Paris geworfen: Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags eröffnetUn cocktail Molotov lancé sur des gendarmes à Paris : une enquête pour tentative d'homicide ouverte · Original auf Französisch
- ANSA.itMolotow gegen Gendarmen, Pariser Staatsanwaltschaft eröffnet Akte wegen versuchten MordesMolotov contro gendarmi, procura Parigi apre fascicolo per tentato omicidio - Notizie · Original auf Italienisch
- AGIParis, Molotow gegen Gendarm: sein Bein fängt Feuer [VIDEO]Parigi, molotov contro gendarme:gli prende fuoco la gamba [VIDEO] · Original auf Italienisch
- Laurent Nuñez
- Französischer Innenminister, der den Molotow-Wurf am Samstag als versuchten Mord bezeichnete
- Marine Le Pen
- Vorsitzende des Rassemblement national, die die Tat als unerträglich verurteilte
- Bruno Retailleau
- Führende Figur der Les Républicains, der die Tat als unerträglich verurteilte
- Orte
- Paris
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