
Berlins historische Mokka-Milch-Eisbar öffnet nach zweiwöchiger technischer Pause wieder
Der Nachfolger des Ost-Berliner Kult-Cafés Mokka-Milch-Eisbar öffnet am Freitag wieder seine Türen, nur wenige Wochen nach einem kurzlebigen Start, der Hunderte Besucher anzog.
Kurze Schließung nach großer Wiedereröffnung
Nach einer fast zweiwöchigen Schließung wird die Bar „Mokka Milch“ an der Karl-Marx-Allee in Berlin-Mitte an diesem Freitag wieder Gäste empfangen. Der Ort, ein Nachfolger der ikonischen Mokka-Milch-Eisbar, hatte Ende Mai erstmals wiedereröffnet und Hunderte Menschen angezogen, darunter Sänger Thomas Natschinski, dessen Hit „In der Mokka-Milch-Eisbar“ von 1969 den Ort unsterblich machte. Doch nur Tage später schloss sie wieder; die Betreiber nannten technische Pannen und die Notwendigkeit, interne Arbeitsabläufe zu verfeinern.
Wir freuen uns sehr.
Historisches Ost-Berliner Wahrzeichen
Das ursprüngliche Café wurde Anfang der 1960er Jahre im Rahmen des zweiten Bauabschnitts der Karl-Marx-Allee eröffnet und war bekannt für seine großen Glasfenster und die gelbe Klinkerfassade. Es wurde in den 1980er Jahren zu einem beliebten Treffpunkt der Ost-Berliner Jugend, insbesondere mit seiner angeschlossenen Diskothek. Nach dem Mauerfall schloss der Betrieb und beherbergte bis 2019 ein Restaurant und einen Nachtclub. Vor dem Relaunch wurde der denkmalgeschützte Pavillon unter Denkmalschutzauflagen renoviert, mit Arbeiten an der Fassade, den Galeriegeländern und der Belüftung.
Man sieht, dass hier viel erreicht wurde.
Zukunftspläne und Kooperationen
Neben Kaffee, Eis und Mahlzeiten planen Natacha und Alexander Neumann Pilates-Kurse und Malabende. Auch ein Co-Working-Space im Obergeschoss mit Konferenzräumen ist in Planung. Die Betreiber geben an, dass sie mit dem benachbarten Kino International, das Anfang des Jahres nach 18-monatiger Renovierung wiedereröffnet wurde, über mögliche gemeinsame Veranstaltungen sprechen.


